Flagge Guinea-Bissau Guinea-Bissau (Republik Guinea-Bissau)

Stand 20.10.2014 (Unverändert gültig seit: 26.08.2014)

Hohes Sicherheitsrisiko / Land

Aufgrund der Ereignisse in Mali ist von einer erhöhten Gefahr von Terroranschlägen und Entführungen auch in den anderen Ländern Westafrikas auszugehen. Auch österreichische Staatsbürger können Opfer werden.

Nach dem Putsch des Militärs am 12.4.2012 (im Zusammenhang mit den Präsidentschaftswahlen, deren 2. Wahlgang am 29. April hätte stattfinden sollen) und aufgrund der damit verbundenen Kämpfe und Gewalttätigkeiten wurde im Mai 2012 unter Vermittlung der ECOWAS eine zivile Übergangsregierung eingesetzt. Im Mai 2014 fanden Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt, die eine Rückkehr zur Normalität ermöglichen sollen. Allerdings sind auch weiterhin gewaltsame Vorfälle nicht auszuschließen. Von nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Guinea-Bissau wird daher weiterhin abgeraten.

Hohes Sicherheitsrisiko! Von nicht notwendigen Reisen nach Guinea-Bissau wird abgeraten.

Wenn überhaupt, sollten Reisen nach Guinea-Bissau nur nach gründlicher Vorbereitung und am besten mit verlässlichen lokalen Partnern unternommen werden. Abgesehen von der politischen Lage, bleibt die touristische Infrastruktur mangelhaft bzw. inexistent. Die soziale und wirtschaftliche Lage des Großteils der Bevölkerung ist sehr schlecht.

Risiken für Touristen bestehen durch die weitläufige Verminung, die oft nur unzureichend gekennzeichnet ist. Deshalb ist es ratsam, Hauptverkehrsstraßen nicht zu verlassen. Im Norden des Landes ist das Grenzgebiet zur südlichsten Provinz des Senegal (Casamance) zu meiden, da sich bewaffnete Gruppen (Rebellen der Casamance) in dieses Gebiet verlagert haben und hier kriminelle Banden aktiv sind.

Demonstrationen und Menschenansammlungen sollten auf jeden Fall gemieden werden.

Von Individualreisen in das Landesinnere wird gänzlich abgeraten. Touristische Reisen nach Bissau und auf die Bijagos-Inseln bedürfen einer sehr gründlichen Vorbereitung im Vorhinein. Reisen auf dem Landweg in den Senegal sollten aufgrund der Unsicherheit in der Grenzregion und in der senegalesischen Provinz Casamance unterbleiben. In diesem Zusammenhang wird auf die bestehende Reisewarnung für den Großteil der Casamance hingewiesen.

Die Kleinkriminalität ist im Steigen begriffen. Bei Überfällen sollte wegen der hohen Gewaltbereitschaft und der Bewaffnung der Angreifer kein Widerstand geleistet werden. Nach Einbruch der Dunkelheit sollten keine Ausgänge unternommen werden. Bei Fahrten mit dem Auto sollten abgelegene und nicht befestigte Straßen gemieden werden. Taxis gelten nicht als sicher. Auch beim Fotografieren ist Vorsicht geboten, vom Fotografieren militärischer Anlagen wird dringend abgeraten.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten oder hohen Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Ja
  • Visum erhältlich: Botschaft der Republik Guinea-Bissau (Brüssel)
  • Reisedokumente: Gültiger Reisepass
  • Passgültigkeit: Keine Angaben
  • Cremefarbiger Notpass: Keine Angaben 
  • Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können.

Euro, US$ u.a. sowie Travellerschecks werden gewechselt. Reisenden wird jedoch empfohlen, sich bereits vor der Einreise sich mit der Landeswährung Francs CFA einzudecken. Zahlungen mit Schecks oder Kreditkarten sind nicht möglich. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.

Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt.
Bitte beachten Sie die bei der Einreise nach Österreich geltenden Einfuhrbestimmungen.

Eine medizinische Grundversorgung nach europäischem Standard ist nicht gewährleistet. Schwere Erkrankungen und Verletzungen müssen im Ausland (Senegal oder Europa) behandelt werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen sowie Verbandsmaterial und Einwegspritzen beinhaltet, wird dringend empfohlen. Eine Cholera-Epidemie hat 2008 auch in der Hauptstadt Bissau zahlreiche Todesopfer gefordert.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Für lokale Fahrten kommen Taxis, für Überlandfahrten Buschtaxis (Kleinbusse) in Betracht. Die Fahrzeuge sind jedoch oft in schlechtem Zustand. Nächtliche Autofahrten sollten wegen des schlechten Straßenzustandes gänzlich unterbleiben.
Bei Autofahrten sind der internationale Führerschein und die Zulassung sowie eventuell ein "Carnet de Passage" mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden.

Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Guinea-Bissau gehört zu den Randtropen, die Regenzeit dauert von Mai bis November.

Homosexuelle Handlungen sind illegal.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.



Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


  • Botschaft: siehe Senegal
  • Botschaft der Republik Guinea-Bissau

    Botschaft der Republik Guinea-Bissau

    Kronenstr. 72, 10117 Berlin

    Telefon:
    (+49 / (30) 206 58 158
    Telefax:
    (+49 / (30) 20 88 94 03
    Amtsbereich:
    Deutschland und Österreich

    Parteienverkehr:
    Mo - Fr 10.00 - 16.00

    Sicherheitsstufe

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    Was ist eine Sicherheitsstufe?

    Basisdaten

    Hauptstadt
    Bissau
    Int. Kennzeichen
    GW
    Sprache
    Kreolisch, Portugiesisch
    Fremdsprachen
    Französisch
    Währung
    CFA Franc (XOF) = 100 Centimes
    Zeitunterschied zu MEZ
    -1 h
    Elektrischer Strom
    220 Volt/50 Hertz Wechselstrom