Flagge Georgien Georgien (Georgien)

Stand 30.08.2014 (Unverändert gültig seit: 25.08.2014)

Partielle Reisewarnung / Region

Partielle Reisewarnung!

Vor Reisen in die Gebiete Abchasien und Südossetien und in die unmittelbare Nähe der Konfliktregionen wird gewarnt. Beide Konfliktgebiete befinden sich nicht unter der Kontrolle der georgischen Regierung. Russische Truppen sind dort stationiert. Durch Minen und nicht explodierte Munition besteht immer noch eine erhöhte Gefahr in Gebieten, die während des Krieges von Kampfhandlungen betroffen waren oder von russischen Truppen nach dem Ende der Kampfhandlungen kontrolliert wurden.

Erhöhtes Sicherheitsrisiko im Rest des Landes.

Es wird empfohlen vor der Reise in potentielle Krisengebiete mit den lokalen Behörden Kontakt aufzunehmen um eine eventuell notwendige Genehmigung einzuholen. Hinweise dazu geben das Georgische Außenministerium und das Reintegrationsministerium.

Meiden Sie Demonstrationen und Menschenansammlungen! Informieren Sie sich vor und während der Reise in Medien über die aktuelle Sicherheitslage!

Wertgegenstände sollten nicht offen getragen werden und es ist anzuraten nur geringere Geldbeträge mit sich zu führen. Nach Einbruch der Dunkelheit sollten abgeschiedene Plätze gemieden sowie auf Überlandreisen verzichtet werden. Bei einem Überfall sollte kein Widerstand geleistet werden, um eine Eskalation der Situation nicht zu provozieren.

Konsularische Hilfestellung kann nur in sehr eingeschränkten Umfang geleistet werden.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten oder hohen Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen. 

  • Visumpflicht: Nein bis zu 360 Tage Aufenthalt
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Mindestens 3 Monate bei Ausreise
  • Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
  • Sonstiges: Eine Verlängerung des Aufenthaltes bedarf der rechtzeitigen (mindestens 30 Tage vor Ablauf der 360-tägigen Aufenthaltsdauer) Beantragung. Die Einreise nach Georgien über Abchasien und Südossetien wird von den georgischen Behörden weiterhin als illegaler Grenzübertritt geahndet. Auch bei späteren Reisen nach Georgien droht die Verweigerung der Einreise, sollte sich aus dem Pass ergeben, dass zuvor auf illegalem Wege nach Abchasien/ Georgien eingereist wurde. Der Grenzübergang an der M3 („Alte Georgische Heerstrasse“, Larsi Grenzübergang) ist für den internationalen Reiseverkehr geöffnet.

Es bestehen abgesehen von den international üblichen Einfuhrverboten keine Einfuhrbeschränkungen, größere Geldsummen und wertvolle Gegenstände sollten bei der Einreise deklariert werden. Euro werden akzeptiert, ebenso Travellerschecks und Kreditkarten; es gibt landesweit viele Bankomaten. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.

Bei Einfuhr von humanitären Hilfsgütern ist die Empfängerorganisation die Zollfrage vorab zu klären.

Die Einfuhr von Lebensmitteln ist verboten.

Die Ausfuhr von Geldsummen ab 30.000 GEL muss bei der Ausreise deklariert werden.

Das Reisegepäck muss vollständig wiederausgeführt werden. Die Ausfuhr von Teppichen, handelsüblichen Antiquitäten und Kunstgegenständen ist nur mit einer Genehmigung des Kulturministeriums erlaubt, die mit Hilfe der Verkäufer meist in kurzer Zeit erhältlich ist. Vor Geschäftsabschluss wird angeraten sich über mögliche Ausfuhrbeschränkungen zu informieren. Edelmetalle sowie Pelze dürfen nicht ausgeführt werden.

Bitte beachten Sie die bei der Einreise nach Österreich geltenden Einfuhrbestimmungen.

Die Lage in den Krankenhäusern, vor allem außerhalb der Hauptstadt, entspricht oft nicht dem europäischen Niveau, ist aber für die Grundversorgung ausreichend. In entlegenen Gebieten kann bei Krankheit oder Unfall nicht mit einer raschen und effizienten medizinischen Betreuung gerechnet werden. Bei ernsthaften Verletzungen, Erkrankungen und operativen Eingriffen empfiehlt es sich die Behandlung in Österreich durchführen zu lassen. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur die regelmäßig benötigten Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.  Bestehen Zweifel, dass ein Medikament nach Georgien eingeführt werden darf (zum Beispiel betäubungsmittelhaltige Medikamente), wird die Kontaktaufnahme mit der Botschaft von Georgien in Wien empfohlen.

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden.

Häufig sind in medizinischen Versorgungseinrichtungen Kenntnisse der Landessprache notwendig. In Tbilisi und Batumi gibt es einige private Einrichtungen, die hinsichtlich der Unterbringung und der technischen und fachlichen Ausstattung auch höheren Ansprüchen gerecht werden. In privaten Einrichtungen, die bei Bedarf auch kostenpflichtige Notarztwagen schicken, können die Kosten einer medizinischen Behandlung höher sein. Außerdem wird selbst in Notfällen eine ärztliche Behandlung oftmals nur gegen Vorkasse (bar oder per Kreditkarte) geleistet. Ein Abschluss einer Auslandskranken- und Reiserückholversicherung wird daher dringend empfohlen. Für ambulante Behandlungen leichter Erkrankungen wird der MediClub Georgia (englischsprachig) empfohlen.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahe gelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Tbilisi wird von mehreren europäischen Hauptstädten sowie einigen GUS-(Haupt)Städten aus direkt angeflogen. Die Einhaltung internationaler Sicherheitsstandards im Inlandsflugverkehr ist nicht gesichert; es kommt zu größeren Verspätungen.

Die Ein- oder Ausreise über die russisch-georgischen Landgrenzübergänge sollte vermieden werden.

Das Straßennetz ist schlecht ausgebaut. Abgelegene Gebiete können oft nur mit Geländefahrzeugen erreicht werden. Die teilweise aggressive Fahrweise bringt erhöhte Unfallgefahren mit sich. Von Nachtfahrten wird aus Sicherheitsgründen ausdrücklich abgeraten. Gegen die Nutzung der Hauptverkehrsstrecke zwischen Ost und West (M1) bestehen zurzeit keine Bedenken. Die Situation kann sich allerdings jederzeit ändern.

Straßen in höher gelegenen Regionen (wie etwa die Verbindung von Akhaltsikhe nach Batumi über Khulo) werden im Winter nicht geräumt und sind für den Fahrzeugverkehr gesperrt.

Auf dem gesamten Straßennetz werden häufig Polizeikontrollen durchgeführt. Bei Autofahrten sind ein in der EU ausgestellter Führerschein oder der internationale Führerschein und die Zulassung mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden. Bei Einreise mit dem eigenen PKW nach Georgien gelten besondere Zollbestimmungen. Diese sehen eine maximale Verweildauer von 90 Tagen für das Kraftfahrzeug im Lande vor. Können diese Fristen nicht eingehalten werden, muss eine Ummeldung des Kfz erfolgen oder ein Antrag auf Fristverlängerung gestellt werden. Bei Überschreitung der genannten Fristen drohen empfindliche Geldbußen.

Alkohol am Steuer ist verboten (0 ‰).

Georgien verfügt zwar über ein Eisenbahnnetz, jedoch wird der öffentliche Verkehr großteils über ein dichtes Netz an preisgünstigen Minibussen abgewickelt. Diese entsprechen teilweise westlichem Standard, verkehren aber oft auch in überfülltem Zustand. Fahrziele sind ausschließlich in georgischen Schriftzeichen angeschrieben.

Kontinentales Klima im Landesinneren mit eher kalten, schneereichen Wintern und warmen Sommern. An der Küste mildes Meeresklima mit kurzen und schneearmen Wintern, im Sommer warm und feucht.

Georgien liegt in einer seismisch aktiven Zone, es kann jederzeit zu Erdbeben kommen.

Das Fotografieren von militärischen Anlagen und Anlagen von strategischer Bedeutung ist verboten.

Homosexualität ist straffrei. Auf Grund konservativer Traditionen werden Homosexuelle in der georgischen Gesellschaft ausgegrenzt und diskriminiert. Ebenso sind sexuelle Handlungen in der Öffentlichkeit unerwünscht.

Besitz und Handel jeder Art von Drogen wird mit mehrjährigen Gefängnisstrafen geahndet (bis lebenslänglich).

Das "Gesetz über die besetzten Gebiete“ untersagt Reiseverkehr, wirtschaftliche Aktivitäten, Erwerb von Grund und Boden bzw. Immobilien sowie andere Aktivitäten in Abchasien und Tskhinvali Region/Südossetien mit nur wenigen Ausnahmen. Es wird daher dringend geraten, im konkreten Fall rechtzeitig vorher das einschlägige Gesetz bzw. das Ministerium für Reintegration zu konsultieren. Den englischen Gesetzestext auf der Internetseite des Parlaments finden Sie hier.

Österreichische Staatsbürger können sich in Notfällen an das Österreichische Honorarkonsulat Tbilisi oder auch an die Vertretungsbehörden anderer EU-Staaten wenden: In Tbilisi entweder an Botschaft der Bundesrepublik Deutschland oder an die französische Botschaft.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

Botschaft | Honorarkonsulat Tiflis | Koordinationsbüro Entwicklungszusammenarbeit Tiflis

Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


  • Botschaft: siehe Aserbaidschan

  • Tiflis

    Honorarkonsulat
    Garekakheti St. 20, 0144 Tbilisi

    Telefon:
    (+995 / 32) 274 58 86

    Leitung:
    BERGER Eva | Honorarkonsulin

    Konsularbezirk:
    Georgien

    Antragstelle für alle Reisepässe und Personalausweise
    Antragstelle nur für Kinderpässe, Notpässe und Personalausweise
    Notpassausstellung vorort
    Sichtvermerksbefugnis

    Parteienverkehr:
    Mo 13.00 - 18.00   Mi 10.00 - 13.00   Do 10.00 - 13.00  


    Tiflis

    Koordinationsbüro Entwicklungszusammenarbeit
    Griboedov Str. 31 / Rustaveli Ave. 42, 0108 Tiflis

    Telefon:
    (+995 / 32) 243 44 00
    Telefax:
    (+995 / 32) 225 36 84

    Leitung:
    ZIMMER Gunther | Botschaftsrat

    Botschaft von Georgien

    Botschaft von Georgien

    Doblhoffgasse 5/5, 1010 Wien

    Telefon:
    (+43 / 1) 403 98 48
    Telefax:
    (+43 / 1) 403 98 48 20
    Notruf:
    (+43 / 1) 710 36 11
    Amtsbereich:
    Republik Österreich,

    Sicherheitsstufe

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    Was ist eine Sicherheitsstufe?

    Basisdaten

    Hauptstadt
    Tbilisi
    Int. Kennzeichen
    GE
    Sprache
    Georgisch
    Fremdsprachen
    Russisch, Englisch
    Währung
    1 Lari (GEL) = 100 Tetri
    Zeitunterschied zu MEZ
    +3h
    Elektrischer Strom
    220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, Zwischenstecker erforderlich