Flagge Burundi Burundi (Republik Burundi)

Stand 04.07.2015 (Unverändert gültig seit: 22.05.2015)

Hohes Sicherheitsrisiko / Land

Von Reisen nach Burundi wird dringend abgeraten.

Am 13. Mai 2015 kam es zu einem versuchten Staatsstreich durch die Armee. Dieser Putsch wurde niedergeschlagen, die politische Lage bleibt aber instabil. Mit Gefechten in der Hauptstadt Bujumbura, insbesondere in Nähe öffentlicher Einrichtungen ist weiterhin zu rechnen. Private Medien können derzeit nicht senden. Der internationale Flughafen von Bujumbura ist für einige Fluglinien wieder geöffnet.

Zwischen Juni und August 2015 finden mehrere Wahlen (Regional-, Parlaments-, Präsidentschaftswahlen) statt. In diesem Zusammenhang kommt es seit Ende April zu heftigen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften, vor allem in der Hauptstadt Bujumbura. Der Mobilfunkverkehr ist teilweise stark eingeschränkt. Reisenden wird dringend geraten, sich von Demonstrationen und Menschenansammlungen fernzuhalten und nicht dringend notwendige Reisen auf den Zeitraum nach den Wahlen zu verschieben.

Zudem besteht – nach mehreren Drohungen der Al-Shabab Milizen aufgrund der Beteiligung Burundis an der AMISOM-Mission in Somalia - grundsätzlich die Gefahr terroristischer Anschläge im ganzen Land.

Hohes Sicherheitsrisiko! Von Reisen nach Burundi wird dringend abgeraten.

Immer wieder kommt es zu Gefechten zwischen Opposition und Regierungsmilizen bzw. der Armee, insbesondere in den an die  Demokratische Republik Kongo angrenzenden Provinzen. Bei Reisen in diese Provinzen (Cibitoke, Bubanza) ist besondere Vorsitz geboten. Gewaltsame Auseinandersetzungen und Terroranschläge im gesamten Land können nicht ausgeschlossen werden. Es wird dringend empfohlen, sich genau über die Sicherheitslage vor Ort zu informieren, Wachsamkeit walten zu lassen sowie größere Menschenansammlungen und Demonstrationen unbedingt zu meiden.

Die Kriminalität ist besonders in der Hauptstadt Bujumbura, aber auch in ländlichen Gebieten, ein großes Problem. Vor allem in den Außenbezirken, aber auch im Zentrum Bujumburas sollten bei Dunkelheit auch kürzere Strecken nicht zu Fuß zurückgelegt werden. Autofahrten in der Nacht sollten unbedingt vermieden werden. Auch bei Reisen in das Landesinnere ist besondere Vorsicht geboten.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem hohen Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Ja
  • Visum erhältlich: Bei der Botschaft der Republik Burundi in Berlin
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Zumindest 6 Monate bei Einreise
  • Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
  • Sonstiges:  Reisenden wird empfohlen, ihre Wiederausreise (Rückflug,- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt, nachweisen zu können. Die Botschaft empfiehlt, bei der Einreise den Impfpass mitzuführen.

Die Einfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 2.000 BIF, die Mitnahme von Fremdwährung unbegrenzt erlaubt. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.

Verboten ist die Einfuhr von Waffen, Drogen und pornografischem Material. Gegenstände des persönlichen Bedarfs (Sportausrüstungen, elektronische Geräte, Kameras, Laptops) können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von Tabak, Alkohol und Parfüm ist beschränkt.

Die Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 2.000 BIF, die Mitnahme von Fremdwährung unbegrenzt erlaubt. Geschenke bis zu einem Wert von 300 BIF können ausgeführt werden.

Die angeführten Mengen und Beträge sind unverbindliche Richtangaben, rechtsverbindliche Informationen kann nur die Vertretungsbehörde dieses Landes erteilen.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Aufgrund der unzureichenden Wasserversorgung bzw. Wasseraufbereitung kann es zu Ausbrüchen von Cholera kommen. Die Lage in den Krankenhäusern entspricht aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal nicht dem westeuropäischen Standard. Die Zahl der HIV-infizierten Personen unter der Lokalbevölkerung ist sehr hoch, Vorsichtsmaßnahmen werden daher dringend empfohlen. In Burundi besteht ein ganzjähriges, hohes Malariarisiko, eine Malariaprophylaxe wird dringend empfohlen.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird dringend empfohlen. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Bei Autofahrten sind der internationale Führerschein und die Zulassung sowie ein Carnet de Passage mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden.

Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Tropisches Klima mit zwei Regenzeiten (Ende September bis Dezember und Mitte Februar bis Ende Mai) und zwei Trockenzeiten. Das ganze Jahr über herrscht hohe Luftfeuchtigkeit.

Foto- und Filmaufnahmen von öffentlichen Einrichtungen (Flughafengebäude, Ministerien, etc.) sind strengstens verboten. Beim Fotografieren von Personen oder Personengruppen sollte grundsätzlich zuerst um Einverständnis gefragt werden. 

Homosexuelle Handlungen werden mit einer Haftstrafe zwischen 3 Monaten und 2 Jahren oder einer Geldstrafe von bis zu 100.000 BIF geahndet.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.



Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


  • Botschaft: siehe Kenia

  • Koordinationsbüro Entwicklungszusammenarbeit: siehe Uganda
  • Botschaft der Republik Burundi | Honorarkonsulat der Republik Burundi, Wien | Ständige Vertretung der Republik Burundi bei der UNIDO in Wien | Ständige Vertretung der Republik Burundi bei der IAEA in Wien | Ständige Vertretung der Republik Burundi bei der CTBTO in Wien

    Botschaft der Republik Burundi

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    Sicherheitsstufe

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    Was ist eine Sicherheitsstufe?

    Basisdaten

    Hauptstadt
    Bujumbura
    Int. Kennzeichen
    BI
    Sprache
    Kirundi, Kisuaheli, Französisch
    Fremdsprachen
    Französisch
    Währung
    1 Burundi-Francs (BIF) = 100 Centimes
    Zeitunterschied zu MEZ
    +1 h
    Elektrischer Strom
    220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, Steckerform nicht einheitlich

     

    Reiseregistrierung.at

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