Flagge Bolivien Bolivien (Plurinationaler Staat Bolivien)

Stand 18.12.2014 (Unverändert gültig seit: 16.09.2014)

Hohes Sicherheitsrisiko / Land

Hohes Sicherheitsrisiko!

Es wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren. Auch während des Aufenthaltes ist das Einholen von aktuellen Informationen bei lokalen Reiseveranstaltern, in Hotels und (seriösen) Medien sinnvoll. Bei Problemen wird eine dringende Kontaktnahme mit dem Honorargeneralkonsulat La Paz oder der Österreichischen Botschaft in Lima empfohlen. Zudem gibt es eine Touristenpolizei (Policía Turística): Plaza del Estadio, Miraflores (unmittelbar beim Stadion Hernán Siles), Tel.-Nr.: (+0591/2)222 5016.

Soziale Konflikte verursachen regelmäßig Massenkundgebungen, Streiks, Straßensperren etc., die in gewalttätigen Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften münden. Reisenden wird empfohlen Protestveranstaltungen und Menschenansammlungen im ganzen Land zu meiden.

Es kommt regelmäßig zu schweren Busunglücken, bei denen meist viele Todesopfer zu beklagen sind. Bei Überlandreisen mit dem Bus wird dringend geraten, nur erfahrene und empfohlene Busunternehmen bzw. offizielle Reisebüros zu benutzen. Einer der gefährlichsten Orte in La Paz ist der Busbahnhof (terminal de autobuses), ebenso der Friedhof (cementario), bei dem etliche der Überlandbusse ihre Endstation haben. Inoffizielle (illegale) Buslinien, die keine Passagierlisten führen, sollten vermieden werden, ebenso die sich (am Busbahnhof) anbietenden privaten Taxidienste, hinter denen sich oftmals kriminelle Banden verstecken, die Touristen mit Entführung, Raub (und Raubmord) bedrohen.

Die soziale und wirtschaftliche Unzufriedenheit im Land ist sehr hoch. Reisen in Unruhegebiete sollten unbedingt unterlassen werden. Demonstrationen und mögliche Straßensperren, die von Protestierenden oft sehr rasch und ohne Vorwarnung angelegt werden, sollten auf jeden Fall gemieden werden. Von Seiten der Exekutive kann Tränengas zum Einsatz kommen, auch polizeiliche Gewalt um Demonstrationen aufzulösen, ist üblich. Es sollte keinesfalls versucht werden, allfällige Straßensperren, auch wenn sie unbewacht erscheinen, zu durchbrechen.

Die Kriminalitätist gestiegen. Vor allem in den von Touristen frequentierten Gebieten um La Paz haben bewaffnete Überfälle auf Touristen, Entführungen in falschen Taxis sowie Trickdiebstähle, zum Beispiel von vermeintlichen Polizisten oder Drogenfahndern zugenommen. Von der Benutzung von Kollektivtaxis oder Mini-Busse wird dringend abgeraten. Nach Möglichkeit sollte nur wenig Bargeld mitgeführt und Dokumente fotokopiert werden. Besondere Vorsicht ist nach Einbruch der Dunkelheit geboten. Ebenso sollte von nächtlichen Überlandfahrten Abstand genommen werden, da Überfälle auf Reisebusse bevorzugt in der Nacht durchgeführt werden.

Im Raum La Paz  haben in letzter Zeit die so genannten "Express - Entführungen" von Touristen stark zugenommen. Dabei wird mit extremer Brutalität vorgegangen, um Kredit- und Bankomatkarten zu erpressen. Sogenannte „Radio-Taxis“ arbeiten mit  Kriminellen zusammen, die an vereinbarten Punkten ins Taxi zusteigen. Es wird daher abgeraten, Mitfahrgelegenheiten  mit unbekannten Drittpersonen oder zufälligen Reisebekanntschaften zu teilen. Es sollten nur Reisebusse oder sichere Taxis von offiziell zugelassenen Unternehmen verwendet werden; Taxis sollten, wenn möglich, nur nach telefonischer Vorbestellung (etwa vom Hotel) und vorheriger Preisverhandlung benutzt werden. Besondere Vorsicht ist am Busbahnhof von La Paz geboten. 

Die Touristenpolizei tritt an verschiedenen neuralgischen Punkten (Busbahnhöfen) verstärkt in Erscheinung und berät ankommende Reisende.  

Es wird empfohlen, die Strecke La Paz - Titicacasee nur in Gruppen und nur mit bekannten Busunternehmen zu bereisen. Bei Reisen im Altiplano, vor allem im Raum von La Paz und El Alto, in Copacabana, Sucre, Cochabamba sowie in Santa Cruz wird generell zu besonderer Vorsicht geraten. 

Es liegen Berichte vor, dass Besuchern von Bars und Diskotheken K.O.-Tropfen (einheimisch: Burundanga) verabreicht werden, die eine zeitlich begrenzte Ohnmacht und einen Gedächtnisverlust hervorrufen. 

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem hohen Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Nein
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Zumindest 6 Monate bei Einreise
  • Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert
  • Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können
  • Reisen mit bzw. von Minderjährigen: Für Minderjährige unter 18 Jahren sieht das bolivianische Gesetz eine Ausreiseerlaubnis (permiso de salida) des nicht mitreisenden Elternteils vor. Im Ausland kann diese vom zuständigen bolivianischen Konsulat ausgestellt werden. Das Schreiben sollte folgende Informationen enthalten: persönliche Daten der Eltern und des Minderjährigen, Adresse, Reisepasskopie von beiden Elternteilen und des Minderjährigen, Reisedaten. Es wird empfohlen, sich vor der Reise auch beim zuständigen bolivianischen Konsulat zu informieren.

Unbeschränkte Einfuhr von Landes- und Fremdwährung. Es empfiehlt sich die Mitnahme von Kreditkarten sowie von US-Dollar oder Euro in bar, die problemlos in den Wechselstuben in die Landeswährung umgetauscht werden können. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden, bei der Einfuhr von Medikamenten, Lebensmitteln oder Pflanzen bestehen Beschränkungen.

Unbeschränkte Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung. Die Ausfuhr von Antiquitäten sowie archäologischen Funden ist verboten, ebenso bestehen Ausfuhrbeschränkungen hinsichtlich wildlebender Pflanzen oder Tiere sowie deren Verarbeitungsprodukte.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Kokaprodukte: Schon allein die Mitnahme unbearbeiteter Kokablätter über die Grenze ist untersagt. Daher wird in Österreich bereits die Einfuhr kleiner Mengen Koka-Tees oder anderer Produkte aus Kokablättern geahndet.

Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den Krankenhäusern im Allgemeinen nicht dem europäischen Standard. Im Tiefland Boliviens (vor allem in der Provinz Santa Cruz) tritt speziell während oder nach Regenzeiten vermehrt Dengue-Fieber auf. Zur Behandlung ist unbedingt ein Krankenhaus aufzusuchen. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Website für Auslandsösterreicher unter der Rubrik Gesundheit. Ebenso wird in der gesamten Tropenregion Boliviens mit einer Steigerung von Malaria- und Gelbfieberfällen gerechnet.

Fast alle innerbolivianischen Flugverbindungen gehen über La Paz, dessen Flughafen auf 4.100 m, die Stadt selbst auf rund 3300 m - 3800 m Seehöhe liegt. Auf derselben Höhe liegen der vielbesuchte Titicaca-See und die wichtigsten historischen Sehenswürdigkeiten. Aufgrund des erheblichen Sauerstoffmangels in diesen Höhen sollten vor allem in der Eingewöhnungsphase größere körperliche Belastungen vermieden werden, um der Höhenkrankheit „Soroche“ vorzubeugen. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen. 

In weiten Teilen des Landes, insbesondere in den Provinzen Santa Cruz, Beni, Cochabamba, Pando und in den Yungas in der Provinz La Paz, gibt es eine Dengue-Epidemie. Es wird empfohlen, bei Reisen in die gefährdeten Gebiete besondere Vorsicht walten zu lassen (Schutz gegen Stechmücken, langärmelige Kleidung usw.). Dengue-Fieber kann einen tödlichen Verlauf haben.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankenrücktransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Generell ist das Land verkehrsmäßig noch wenig erschlossen, viele Straßen nicht mehr als Schotter- oder Sandpisten (ripio), die während der Regenzeit auf Grund von Erdrutschen unterbrochen oder nicht passierbar sind. Ebenso wird von Überlandfahrten bei Nacht abgeraten, weil die Straßen nicht beleuchtet und in generell schlechtem Zustand sind.

Öffentliche Verkehrsverbindungen verfügen über ein ausgebautes Netz von Busverbindungen auch in benachbarte Länder.

Der Flugverkehr wird gelegentlich durch die kurzfristige Streichung von Flügen und durch erhebliche Verspätungen beeinträchtigt. Für Touristen ist ein internationaler Führerschein vorgeschrieben.

Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Das Klima variiert zudem je nach Höhenlage. Im Hochland herrscht von Mai bis November Trockenzeit. In dieser Zeit sind die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht besonders groß. Mit häufigen und starken Regenfällen ist zwischen Dezember und März zu rechnen. Vermehrt kommt es zu Überschwemmungen, vor allem im Osten und Norden des Landes. Im Tiefland herrscht tropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit vor. Die Regenzeit dauert von Dezember bis Mai.

Homosexualität ist nicht illegal, die allgemeine Einstellung ist jedoch eher konservativ. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften werden nicht anerkannt.

Rauschgiftdelikte werden mit langjährigen Haftstrafen geahndet.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

  1. La Paz
  2. Santa Cruz de la Sierra


Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


  • Botschaft: siehe Peru

  • La Paz

    Honorargeneralkonsulat
    Calle Montevideo 130, Edificio Requima, Piso 6, La Paz

    Telefon:
    (+591 / 2) 244 20 94
    (+591 / 2) 244 20 75
    (+591 / 2) 211 65 09
    Telefax:
    (+591 / 2) 244 20 35

    Leitung:
    HAUSHERR Dietrich | Honorargeneralkonsul

    Konsularbezirk:
    Bolivien

    Antragstelle für alle Reisepässe und Personalausweise
    Antragstelle nur für Kinderpässe, Notpässe und Personalausweise
    Notpassausstellung vor Ort
    Visabefugnis

    Parteienverkehr:
    Mo 14.30 - 16.00     Di 14.30 - 16.00     Mi 14.30 - 16.00     Do 14.30 - 16.00     Fr 14.30 - 16.00    


    Santa Cruz de la Sierra

    Honorarkonsulat
    Calle Taperas 27, Santa Cruz

    Telefon:
    (+591 / 3) 334 44 02

    Leitung:
    JESSEN Peter | Honorarkonsul

    Konsularbezirk:
    Departement Santa Cruz

    Antragstelle für alle Reisepässe und Personalausweise
    Antragstelle nur für Kinderpässe, Notpässe und Personalausweise
    Notpassausstellung vor Ort
    Visabefugnis

    Parteienverkehr:
    Mo 14.00 - 15.00     Mi 14.00 - 15.00     Fr 14.00 - 15.00    

    Botschaft des Plurinationalen Staates Bolivien | Honorarkonsulat des Plurinationalen Staates Bolivien, Linz | Honorarkonsulat des Plurinationalen Staates Bolivien, Salzburg | Ständige Vertretung des Plurinationalen Staates Bolivien bei den Internationalen Organisationen in Wien

    Botschaft des Plurinationalen Staates Bolivien

    Waaggasse 10/8, 1040 Wien

    Telefon:
    (+43 / 1) 587 46 75
    Telefax:
    (+43 / 1) 586 68 80
    Notruf:
    (+43 / 1) 714 32 24
    Amtsbereich:
    Republik Österreich, Ungarn, Republik Slowenien, Slowakische Republik, Tschechische Republik

    Parteienverkehr:
    Mo - Fr 09.00 - 17.00

    Honorarkonsulat des Plurinationalen Staates Bolivien, Linz

    Niederbairingerstraße 36, 4203 Altenberg bei Linz

    Telefon:
    (+43 / (0) 7230) 87 77
    Telefax:
    (+43 / (0) 7230) 87 77
    Notruf:
    (+43 / (0) 664) 381 37 35
    Amtsbereich:
    Oberösterreich
    Amtsbefugnis:
    Beglaubigungs-, Paß- und Visabefugnis

    Parteienverkehr:
    nach Vereinbarung

    Honorarkonsulat des Plurinationalen Staates Bolivien, Salzburg

    Dr. Viehauserstraße 8a, 5020 Salzburg

    Telefon:
    (+43 / (0) 662) 82 25 82 od. (0) 664) 210 09 21
    Notruf:
    (+43 / (0) 664) 210 09 21
    Amtsbereich:
    Salzburg, Tirol, Vorarlberg
    Amtsbefugnis:
    Beglaubigungs-, Paß und Visabefugnis

    Parteienverkehr:
    Mi und Fr 10.00 - 12.00

    Ständige Vertretung des Plurinationalen Staates Bolivien bei den Internationalen Organisationen in Wien

    Waaggasse 10/4, 1040 Wien

    Telefon:
    (+43 / 1) 587 46 75
    Telefax:
    (+43 / 1) 586 68 80

    Parteienverkehr:
    Mo - Fr 09.00 - 17.00

    Vertrauensarzt Dr. Fernando ARISPE

    Institution:
    Straße:
    Avenida 20 de Octubre 402 esquina Belisario Salinas (Plaza Avaroa)
    Stadt:
    La Paz

    Telefon:
    (+591/2) 242 3708
    Mobil:
    (+591/) 772 91 629
    Telefax:
    (+591/2) 279 9316

    Arbeitsgebiet:
    Allgemeinmedizin, Innere Medizin
    Sprachkenntnisse:
    Deutsch, Spanisch


    Vertrauensanwalt Dr. Ramiro MORENO BALDIVIESO

    Straße:
    Capitan Ravelo No. 2366
    Stadt:
    La Paz

    Telefon:
    (+591/2) 244 1600
    Telefax:
    (+591/2) 244 1550
    Mobil:
    (+591/7) 202 5242

    Sprachkenntnisse:
    Spanisch, Englisch


    Vertrauensanwältin Dr. Jorge DIAZ BLANCO

    Straße:
    Av. Arce 2651
    Stadt:
    La Paz

    Telefon:
    (+591/2) 243 5350
    Telefax:
    (+591/2) 243 5350
    jdiazlaw@entelnet.bo
    Mobil:
    (+591/7723) 7440

    Sprachkenntnisse:
    Spanisch, Englisch

    Sicherheitsstufe

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    Was ist eine Sicherheitsstufe?

    Basisdaten

    Hauptstadt
    Sucre
    Int. Kennzeichen
    BO
    Spanisch
    Fremdsprachen
    Englisch
    Währung
    1 Boliviano (BOB) = 100 Centavos
    Zeitunterschied zu MEZ
    -5 h
    Elektrischer Strom
    In La Paz 110 Volt oder 220 Volt, 50 Hertz, außerhalb durchgehend 220 Volt, 50 Hertz; amerikanische Steckerformen (Zwischenstecker erforderlich)


    Reiseregistrierung.at

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