Flagge Bahrain Bahrain (Königreich Bahrain)

Stand 20.12.2014 (Unverändert gültig seit: 28.08.2014)

Hohes Sicherheitsrisiko / Land

Hohes Sicherheitsrisiko! Von nicht unbedingt erforderlichen Reisen nach Bahrain wird derzeit abgeraten.

Es kommt immer wieder zu teils gewalttätigen Protestkundgebungen und auch Straßenblockaden, die oft mit großem Polizeiaufgebot unterdrückt werden. Die Sicherheitslage ist nach wie vor labil. Besuchern wird angeraten sich unbedingt von Protestkundgebungen fernzuhalten.

Der internationale Flughafen Manama ist in vollem Betrieb. Transit-Flüge sind uneingeschränkt möglich. 

Es gibt Polizei- und Armee-Kontrollpunkte im Großraum Manama - insbesondere in der Nähe des Salmaniya-Krankenhauses, bei der Farook-Kreuzung und auf den Zufahrtsstraßen nach Sanabis und Jidhafs. Weiterhin muss mit spontanen Kundgebungen und größeren Verkehrsstörungen gerechnet werden. 

In Stadtteilen bzw. Ortschaften mit überwiegend schiitischer Bevölkerung (unter anderen Al Eker, Sitra, Sanabis, Jidhafs, Nuwaidrat, A'Ali, Daih, Sanad, Salmabad, Buri, Bilad Al-Qadeem, Zinj, Dar Al Kulaib, in den am Budaiya Highway gelegenen Ortschaften, aber auch im Stadtzentrum von Manama) kommt es vor allen in den Abendstunden und an den Wochenenden immer wieder zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Dabei kann es zum Werfen von Molotow-Cocktails und zum Einsatz von Tränengas, Blendschockgranaten und Gummigeschossen kommen. Demonstranten errichten immer wieder Straßenblockaden mit brennenden Autoreifen und machen Straßen durch das Verschütten von Öl und Streuen von Nägeln und Stahldornen unpassierbar. Hier ist mit erheblichen Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Autofahrern wird zu besonderer Vorsicht geraten.

Es ist nicht auszuschließen, dass die Situation unter Umständen sehr kurzfristig eskalieren kann, was zu einem deutlich erhöhten Sicherheitsrisiko, auch im Großraum Manama, führen würde.

Es sollte vermieden werden, sich während der Nachtstunden in ländlichen Bereichen und Ansiedlungen aufzuhalten. Für ortsunkundige Geschäftsreisende ist es ratsam, sich die Unterstützung durch lokale Partner zu suchen. Die bahrainischen Behörden gehen gegen Ausländer, die sich in die inneren Angelegenheiten einmischen, scharf vor.

In Bahrain ansässigen österreichischen Staatsbürgern wird geraten, die Notwendigkeit ihres Aufenthalts laufend gegen die jeweils aktuelle Änderung der Sicherheitslage abzuwägen und Kontakt mit anderen Auslandsösterreichern zu halten. Es wird empfohlen, sich bei der für Bahrain zuständigen österreichischen Botschaft in Kuwait zu registrieren.

Für Urlaubsreisende und sonstige kurzfristige Aufenthalte wird die Reiseregistrierung des Außenministeriums ausdrücklich empfohlen.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten oder hohen Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Ja
  • Visum erhältlich: Online. Derzeit auch bei der Einreise, es empfiehlt sich vor Reiseantritt eine Erkundigung bei der zuständigen Botschaft des Königreiches Bahrain in Genf.
    Bei der Visa-Erteilung bei der Einreise am Flughafen muss mit langen, manchmal mehrstündigen, Wartezeiten gerechnet werden.                                 
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit: Zumindest 6 Monate bei Einreise
  • Cremefarbener Notpass: Akzeptanz nicht gewährleistet

Die Einfuhr von Landes- und Fremdwährung ist keinen Beschränkungen unterworfen, bei größeren Bargeldbeträgen muss mit Befragungen durch die Behörden gerechnet werden. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.

Die Einfuhr von Drogen, Waffen und pornografischem Material ist verboten. Bei der Einreise werden Gepäckskontrollen mithilfe moderner Geräte durchgeführt.

Die Einfuhr, der Erwerb, der Besitz und der Konsum von Drogen sind ausnahmslos verboten. Drogen- und Waffendelikte werden mit langjährigen Gefängnisstrafen geahndet.

Die Einfuhr von Tieren bedarf einer Genehmigung.

Unbeschränkte Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung. Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.

Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.

Öffentliche Verkehrsmittel sind unzuverlässig, die Benutzung von Taxis und Mietwagen wird angeraten.

Bei kurzfristigen Aufenthalten wird von manchen Mietwagenfirmen der Vorweis eines internationalen Führerscheins verlangt.

In den Sommermonaten extrem heißes und feuchtes Wetter (Luftfeuchtigkeit 90%). Die Winter sind mild und kurz.

Außereheliche heterosexuelle Handlungen sowie homosexuelle Handlungen sind strafrechtlich verboten.

Bei anhängigen Gerichtsverfahren (auch privatrechtlicher Natur) oder Strafverfahren verhängen die Behörden gelegentlich eine Ausreisesperre, die in der Regel so lange andauert, bis das Verfahren oder der Rechtstreit beigelegt ist, was vor allem bei privatrechtlichen Auseinandersetzungen Monate bzw. Jahre dauern kann. Geschäftsreisende sollten besondere Vorsicht walten lassen.

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.



Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


  • Botschaft: siehe Kuwait
  • Botschaft des Königreiches Bahrain | Ständige Vertretung des Königreiches Bahrain bei den Internationalen Organisationen in Wien

    Botschaft des Königreiches Bahrain

    Chemin Jaques-Attenville 1, C.P.39 CH-1292 Chambésy, 1218 Grand-Saconnex

    Telefon:
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    Amtsbereich:
    Republik Österreich


    Ständige Vertretung des Königreiches Bahrain bei den Internationalen Organisationen in Wien

    Av. Loui-Casai 84 (1st floor); C.P.39 CH-1292 Chambésy, 1216 Cointrin

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    Sicherheitsstufe

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    Was ist eine Sicherheitsstufe?

    Basisdaten

    Hauptstadt
    Manama
    Int. Kennzeichen
    BH
    Arabisch
    Fremdsprachen
    Englisch
    Währung
    1 Bahrain-Dinar (BHD) = 1000 Fils
    Zeitunterschied zu MEZ
    +2 h
    Elektrischer Strom
    220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, dreipolige britische Stecker (Zwischenstecker erforderlich)

     

    Reiseregistrierung.at

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