Flagge Armenien Armenien (Republik Armenien)

Stand 21.12.2014 (Unverändert gültig seit: 25.08.2014)

Erhöhtes Sicherheitsrisiko

An der Grenze Armeniens zu Aserbaidschan ist es Ende des Jahres 2013 wiederholt zu Schusswechseln gekommen, weshalb die Straße zwischen Idshewan und Nojemberjan sowie die Straße zwischen Paravakar und Vagashen vorübergehend gesperrt waren. Vor einem Befahren der Strecke sollten Informationen zur aktuellen Situation in der Grenzregion bei Ortskundigen eingeholt werden. Grundsätzlich wird empfohlen, auf dem Weg zur armenisch-georgischen Grenze über die Routen Jerevan – Spitak – Vanadzor – Bagratashen oder Jerevan – Sevan – Vanadzor – Bagratashen auszuweichen.

Erhöhtes Sicherheitsrisiko.

Aufgrund des Berg-Karabach – Konflikts sollte die Grenze zu Aserbaidschan gemieden werden. Entlang der Waffenstillstandslinie und der armenisch-aserbaidschanischen Grenze kann es vereinzelt zu Auseinandersetzungen und Schusswechseln kommen In Teilen der Grenzgebiete besteht zudem Minengefahr. Der Abschnitt Baghanis – Voskepar – Kirants der Straße Nojemberjan – Idshewan (der H26/M4) sollte nicht bereist werden.

Abgesehen von der Konfliktregion um den Berg Karabach ist die Lage im übrigen Armenien ruhig. Wertgegenstände sollten nicht offen getragen und nur geringe Geldbeträge mitgeführt werden. Nach Einbruch der Dunkelheit sollten abgeschiedene Plätze gemieden werden.

Es wird empfohlen, Demonstrationen und Menschenansammlungen zu meiden. Informieren Sie sich vor und während der Reise in Medien über die aktuelle Sicherheitslage.

Wir weisen Sie darauf hin, dass nur in sehr eingeschränkten Umfang konsularische Hilfestellung geleistet werden kann.

Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese während des Aufenthalts regelmäßig zu überprüfen.

  • Visumpflicht: Nein
  • Reisedokumente: Reisepass
  • Passgültigkeit:  Zumindest 6 Monate nach Ausreise
  • Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert.
  • Sonstiges: Das zu Aserbaidschan gehörende autonome Gebiet Berg-Karabach ist nur von Armenien aus erreichbar. Dafür ist in Jerewan ein Einreisevisum einzuholen. Bei Aufscheinen eines derartigen Einreisevisums in einem Reisepass wird jedoch kein aserbaidschanisches Visum erteilt bzw. die Einreise nach Aserbaidschan untersagt. Ein Grenzübertritt zwischen Armenien und Aserbaidschan sowie zwischen Armenien und der Türkei ist nicht möglich.
    Reisen Kinder in Begleitung nur eines Elternteils, so können die Grenzbehörden bei Ein- und Ausreise die Vorlage einer schriftlichen, notariell beglaubigten Einwilligungserklärung des anderen Elternteils verlangen, bei allein reisenden Minderjährigen die schriftliche, notariell beglaubigte Einwilligungserklärung beider Elternteile.

Jeder Betrag über 15.000 EUR (ebenso Schmuck) muss bei der Einfuhr deklariert werden.

Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden. Wertvolle Gegenstände sollten bei der Einreise deklariert werden.

Euro werden in Armenien; ebenso wie Travellerschecks und Kreditkarten, akzeptiert; es kann vereinzelt zu technischen Schwierigkeiten kommen; in Jerewan gibt es ausreichend Bankomaten, außerhalb von Jerewan ist die Bargeldversorgung über Geldautomaten noch nicht flächendeckend möglich.

Beträge über 15.000 EUR müssen bei der Ausreise deklariert werden.

Das Reisegepäck muss vollständig wieder ausgeführt werden.

Die Ausfuhr von Antiquitäten und Kunstgegenständen ist nur mit einer Genehmigung erlaubt. Edelmetalle sowie Pelze dürfen nicht ausgeführt werden.

Verstöße gegen die Ausfuhrbestimmungen können zu Gefängnisstrafen führen.

Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.

Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und des Medikamentenmangels entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur die regelmäßig benötigten Arzneimittel sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen sowie Einwegspritzen beinhaltet, wird dringend empfohlen.

Ärztlich verordnete Medikamente sollten mitgebracht werden. Bis zu zehn verschiedene Medikamente für den Eigenbedarf dürfen normalerweise eingeführt werden jedoch nur in einer Menge, die für den geplanten Aufenthalt in Armenien, höchstens aber für sechs Wochen, ausreicht. Eine ärztliche Bescheinigung in russischer oder armenischer Sprache mit Angabe der Gründe für die Verschreibung der Medikamente muss den Zollbehörden vorgelegt werden. Bestehen Zweifel, ob ein Medikament nach Armenien eingeführt werden darf (z.B. betäubungsmittelhaltige Medikamente), wird eine Kontaktaufnahme mit der Botschaft der Republik Armenien in Wien empfohlen.

Bei medizinischen Behandlungen wird Barzahlung verlangt.

Leitungswasser sollte nicht oder nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Vorsicht ist bei rohem Gemüse, Obst, Salaten und Fleischgerichten geboten. Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen, wie häufiges Händewaschen, ist besonders zu achten.

Es wird empfohlen, ca. 8 Wochen vor Reisebeginn Ihren Hausarzt oder eine andere geeignete Einrichtung zu kontaktieren, um sich über die empfohlenen Impfungen zu erkundigen.

Informationen über Reiseimpfungen erhalten Sie auch bei der Stadt Wien, Tel. 01/ 4000-87621, und auf der Homepage des Bundesministeriums für Gesundheit.

Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren Gesellschaften angeboten werden.

Das Straßennetz ist schlecht ausgebaut. Trotz Besserung des Zustandes der Straßen vor allem in Jerewan gibt es nach wie vor viele Gefahrenquellen (defekte Ampeln, fehlende Kanaldeckel, unzureichende Beschilderung, fehlende Leitplanken, Erdrutsche usw.). Steinschlag-Warnschilder sollten ernst genommen werden. Armenien ist auf dem Landweg nur von Georgien und dem Iran aus zu erreichen. Es besteht eine Zug- und Busverbindung mit Tbilisi (unregelmäßig und oft mit größeren Verspätungen). Jerewan wird aus mehreren europäischen Hauptstädten, auch aus Wien, sowie aus einigen GUS-(Haupt)Städten direkt angeflogen. Aufgrund des Berg-Karabachkonflikts gibt es derzeit keine Verbindungen zu Aserbaidschan.

Bei Autofahrten sind der österreichische Führerschein und die Zulassung mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden. Die meisten armenischen Autofahrer sind nicht versichert, so dass Unfallopfer in der Regel nicht damit rechnen können, Schadenersatz zu erhalten. Reisende sollten daher darauf achten, selbst über ausreichenden Versicherungsschutz (Vollkaskoversicherung) zu verfügen. Außerdem empfiehlt es sich, äußerst vorsichtig und defensiv zu fahren. In abgelegenen Gebieten ist die Treibstoffversorgung nicht immer gewährleistet.

Fahrzeuge, insbesondere auch ausländische, werden des Öfteren von Polizeikräften zur Bezahlung eines "Wegzolls" angehalten, der oft beträchtliche Höhen erreichen kann.

Die Grenze für Alkohol am Steuer liegt bei 0,0 Promille.

Im Inlands- sowie im grenzüberschreitenden Flug-, Bus- und Bahnverkehr kommt es häufig zu Verspätungen, die Einhaltung europäischer (Sicherheits-)Standards ist nicht gegeben.

Am Flughafen Jerewan wird die Abgabe von Fingerabdrücken verlangt.

Kontinentalklima mit heißen Sommern und kalten, schneereichen Wintern.

Armenien liegt in einer seismisch aktiven Zone, es kann jederzeit zu Erdbeben kommen.

Reisende sind verpflichtet, sich jederzeit mit dem Reisepass (oder einer Fotokopie, die auch den Einreisestempel einschließt) ausweisen zu können.

Beim Rücktausch der Landeswährung in Euro sollten die Euro-Noten sorgfältig geprüft werden, da Fälschungen im Umlauf sein können.

Homosexualität ist straffrei. Auf Grund mehrheitlich konservativer Traditionen werden Homosexuelle in der armenischen Gesellschaft ausgegrenzt und diskriminiert.

Waffen- und Drogenbesitz sowie Prostitution stehen unter Strafe. Die Haftbedingungen sind prekär: überbelegte Gefängnisse, mangelhafte hygienische Einrichtungen und medizinische Versorgung, Tuberkulose-Ansteckungsgefahr.

Das Fotografieren oder Anfertigen von Videoaufnahmen von militärischen Anlagen und Anlagen von strategischer Bedeutung (z.B. Grenzübergänge, Anlagen der Jerewaner U-Bahn) ist verboten.

Österreichische Staatsbürger können sich in Notfällen an das österreichische Honorarkonsulat in Jerewan wenden. Als Bürger eines EU-Staates können sich Österreicher in Notfällen auch an die Vertretungsbehörden anderer EU-Staaten wenden (vor Ort in Jerewan an die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland).

Das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.

  1. Jerewan
  2. Wien


Legende:     zutreffend     nicht zutreffend


Jerewan

Honorarkonsulat
Sayat Nova 29, Jerewan 0001

Telefon:
(+374) 10 547 547
Telefax:
(+374) 10 561 776

Leitung:
MARUTYAN Aram | Honorarkonsul

Konsularbezirk:
Republik Armenien

Antragstelle für alle Reisepässe und Personalausweise
Antragstelle nur für Kinderpässe, Notpässe und Personalausweise
Notpassausstellung vor Ort
Visabefugnis

Parteienverkehr:
Di 10.00 - 13.00     Do 10.00 - 13.00     Fr 10.00 - 13.00    


Jerewan

Koordinationsbüro Entwicklungszusammenarbeit
Sayat Nova 29, 0001 Jerewan

Mobil:
(+374) 60 375 375

Leitung:
ZIMMER Gunther | Botschaftsrat

Amtsbereich:
Armenien


Wien

Botschaft
c/o BMeiA, Minoritenplatz 8, A-1010 Wien

Telefon:
(+43 / 5) 01150-3324
Telefax:
(+43 / 5) 01159-323

Leitung:
KRAUT Alois | ao. u. bev. Botschafter / Gesandter

Amtsbereich:
Armenien
Konsularbezirk:
zuständig für Konsularangelegenheiten: Österreichische Botschaft/Konsularabteilung Moskau; zuständig für Erteilung von Touristenvisa im Rahmen des Schengen Abkommens: Deutsche Botschaft in Jerewan
Anmerkung:
Telefon aus ganz Österreich: (05) 01150-3324

Botschaft der Republik Armenien | Ständige Vertretung der Republik Armenien bei den Internationalen Organisationen in Wien

Botschaft der Republik Armenien

Hadikgasse 28, 1140 Wien

Telefon:
(+43 / 1) 522 74 79
Telefax:
(+43 / 1) 522 74 81
Amtsbereich:
Republik Österreich

Parteienverkehr:
Mo - Fr 09.00 - 18.00
Konsularische Angelegenheiten Mo, Mi und Fr 10.00 - 13.00

Ständige Vertretung der Republik Armenien bei den Internationalen Organisationen in Wien

Hadikgasse 28/1, 1140 Wien

Telefon:
(+43 / 1) 890 63 63
Telefax:
(+43 / 1) 890 63 63 - 150

Sicherheitsstufe

1 2 3 4 5 6
Was ist eine Sicherheitsstufe?

Basisdaten

Hauptstadt
Jerewan
Int. Kennzeichen
AM
Armenisch
Fremdsprachen
Russisch
Währung
1 Dram (AMD) = 100 Luma
Zeitunterschied zu MEZ
+2 h
Elektrischer Strom
220 Volt/50 Hertz Wechselstrom

 

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