Wehrdienst

Wehrpflichtig sind alle männlichen österreichischen Staatsbürger im Alter zwischen 17 und 51 Jahren. Die Verpflichtung zur Leistung des Grundwehrdienstes besteht bis zum 35. Lebensjahr. Für Offiziere, Unteroffiziere und bestimmte Spezialkräfte endet die Wehrpflicht mit Ablauf des Jahres, in dem sie das 65. Lebensjahr vollenden. Für männliche Auslandsösterreicher gelten die nachstehenden Sonderbestimmungen.

Meldepflichten

Wehrpflichtige, die ihren Aufenthalt für länger als sechs Monate in das Ausland verlegen, müssen diesen Wohnsitzwechsel unverzüglich dem zuständigen Militärkommando melden. Außerdem müssen alle Wehrpflichtigen – also auch männliche Auslandsösterreicher, die nie in Österreich gemeldet waren – ihren jeweiligen Wohnsitz im Ausland unverzüglich der örtlich zuständigen österreichischen Vertretungsbehörde melden, die diese Meldungen dem Militärkommando Wien übermitteln muss.

Diese Meldepflichten bestehen nicht, wenn die dauernde Untauglichkeit festgestellt wurde oder der Wehrpflichtige bereits dem Reservestand angehört.

Stellungspflicht

Wehrpflichtige sind grundsätzlich in dem Kalenderjahr der Stellung zu unterziehen, in dem sie das 18. Lebensjahr vollenden. Es werden medizinische und psychologische Tests durchgeführt, um die Eignung zum Wehrdienst festzustellen. Die Stellung muss auch absolviert werden, wenn sich der Wehrdienstpflichtige für den Zivildienst entscheidet.

Die Feststellung der Tauglichkeit wird allerdings nur in Österreich durchgeführt. Befindet sich der Wehrpflichtige im Ausland, unterliegt er daher der Meldepflicht, kann aber der Stellungspflicht nicht nachkommen. Übersiedelt der Betreffende später nach Österreich (Wohnsitzwechsel), hat er sich innerhalb von drei Wochen bei dem für seinen Wohnort zuständigen Militärkommando zu melden, welches dann zur Erfüllung der Stellungspflicht auffordert.

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