Dazu müssen Sie spätestens am letzten Tag der Auflagefrist zur Einsichtnahme in das Wählerverzeichnis (30. Tag nach dem jeweiligen Stichtag vor der Wahl, Volksbefragung, Volksabstimmung,) in der (Europa-)Wählerevidenz Ihrer Gemeinde eingetragen sein.

Sobald Sie in der Wählerevidenz eingetragen sind, können Sie nach Ausschreibung einer Wahl oder Anordnung einer Volksabstimmung oder Volksbefragung eine Wahl-/Stimmkarte bei Ihrer Wählerevidenzgemeinde beantragen (sofern Sie nicht ohnehin das "Wahlkartenabo" bestellt haben) und mit Briefwahl wählen.
Einer Europäischen Bürgerinitiative können sich alle EU-BürgerInnen, die das für die Wahlen zum Europäischen Parlament erforderliche Mindestalter erreicht haben (18 Jahre, außer in Österreich: 16 Jahre), anschließen.

Voraussetzung ist die Eintragung in die (Europa-)Wählerevidenz (vgl. Teilnahme).

Mit dem Antrag auf Eintragung in die (Europa-)Wählerevidenz können Sie gleichzeitig ein "Wahlkartenabo" für maximal 10 Jahre beantragen. Sie bekommen dann für die Dauer des "Wahlkartenabo" die Wahl-/Stimmkarten automatisch an die bekanntgegebene Zustelladresse zugesandt.

Ohne "Wahlkartenabo" können Sie per Fax, E-Mail, postalischem Schreiben oder auch persönlich einen Antrag für die Zusendung Ihrer Wahl-/Stimmkarte bei Ihrer Wählerevidenzgemeinde in Österreich stellen. Der Antrag ist formlos oder kann mit Hilfe der angebotenen Formulare erfolgen. Ein Identitätsnachweis (etwa Angabe der Daten oder Beilage der Kopie eines Lichtbildausweises).

Die zuständige Wählerevidenzgemeinde ist die Gemeinde Ihres letzten Hauptwohnsitzes in Österreich (vgl. Auflistung der österreichischen Gemeinden). Wenn ein solcher nicht vorliegt, dann jene Gemeinde in Österreich, in der zumindest ein Elternteil den Hauptwohnsitz hat oder hatte. Sollte auch ein solcher nicht vorliegen, dann ergibt sich die zuständige Gemeinde nach anderen glaubhaft zu machenden Lebensbeziehungen zu Österreich in folgender Reihenfolge: Geburtsort in Österreich, derzeitiger oder letzter Hauptwohnsitz der Ehegattin/des Ehegatten in Österreich, derzeitiger oder letzter Hauptwohnsitz von nächsten Verwandten in Österreich, Sitz des Dienstgebers/der Dienstgeberin in Österreich, Bestandsrechte (Pacht, Miete u.dgl.) an Grundstücken oder Wohnungen in Österreich, Vermögenswerte in Österreich, sonstige Lebensbeziehungen zu Österreich.

  1. Die Eintragung in die Wählerevidenz berechtigt nur zur Teilnahme an Bundespräsidentenwahlen, Nationalratswahlen, Volksabstimmungen und Volksbefragungen;) die Eintragung in die Europa-Wählerevidenz nur zur Teilnahme an Europa-Wahlen. Um überall teilnehmen zu können, müssen Sie beide Kästchen unter Punkt 2 im Antragsformular ankreuzen.
  2. Falls Ihr Wohnsitz in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union liegt, sind Sie berechtigt, die Abgeordneten zum Europäischen Parlament entweder aus Österreich oder aus Ihrem Wohnsitzstaat zu wählen. Wenn Sie die österreichischen Abgeordneten wählen wollen, müssen Sie das Kästchen unter Punkt 17 im Antragsformular ankreuzen.
  3. Sollten Sie die automatische Zusendung von Wahl-/Stimmkarten (für bis zu 10 Jahre möglich) wünschen, dann müssen Sie die entsprechenden Kästchen unter Punkt 18 im Antragsformular ankreuzen ("Wahlkartenabo").
  4. Die Angabe Ihrer aktuellen Postadresse und E-Mail ist unbedingt erforderlich, damit Sie amtliche Verständigungen ohne Verzögerung erhalten (vgl. Aktualität Postadresse und E-Mail  und amtliche Mitteilungen ).

AuslandsösterreicherInnen, die in die (Europa-)Wählerevidenz eingetragen sind, sind verpflichtet, ihrer Wählerevidenzgemeinde jede Adressänderung – Postanschrift wie auch E-Mail – im Ausland mitzuteilen. Bei Unterlassung der Mitteilung besteht die Gefahr, dass Sie wichtige amtliche Mitteilungen nicht oder nicht rechtzeitig erhalten (vgl. amtliche Verständigungen). Bitte holen Sie daher diese wichtige Meldung umgehend nach, sobald Sie Ihr Versäumnis bemerkt haben.

Die Eintragung in der (Europa-)Wählerevidenz erfolgt für 10 Jahre, wenn nicht schon vorher ein Grund für die Streichung eintritt, insbesondere bei Meldung eines Hauptwohnsitzes in Österreich. Die Wählerevidenzgemeinde ist verpflichtet, Sie vom bevorstehenden Ablauf Ihrer Eintragung in die (Europa-)Wählerevidenz zu informieren, damit Sie rechtzeitig den  Verbleib in der (Europa-)Wählerevidenz beantragen können.

Sollten Sie Zweifel an Ihrer Eintragung oder der Eintragungsdauer haben, ist es ratsam, rechtzeitig vor einer Wahl, Volksabstimmung oder Volksbefragung Kontakt mit Ihrer Wählerevidenzgemeinde aufzunehmen. Gegebenenfalls wäre ein neuer Antrag zu stellen. Solange Sie Mitteilungen Ihrer Wählerevidenzgemeinde erhalten (vgl. amtliche Mitteilungen), sind Sie auch eingetragen.

  1. Sie werden – am besten per E-Mail – von jeder bevorstehenden Wahl, Volksabstimmung oder Volksbefragung verständigt.

  2. Sie werden – am besten per E-Mail – vom bevorstehenden Ablauf Ihrer Eintragung in die (Europa-)Wählerevidenz informiert, damit Sie rechtzeitig den Verbleib in der (Europa-)Wählerevidenz beantragen können.

  3. Sie erhalten im Fall eines "Wahlkartenabo" ohne Verzögerung Ihre Wahl-/Stimmkarte im Postweg zugesandt.

Ja, AuslandsösterreicherInnen können mit ihrer Wahl-/Stimmkarte auch in Österreich ihre Stimme entweder vor der Wahl, Volksabstimmung oder Volksbefragung per Briefwahl oder auch am Wahltag in jenen österreichischen Wahllokalen, die Wahl-/Stimmkarten entgegennehmen, abgeben.

In die Wählerevidenz eingetragene AuslandsösterreicherInnen können am Wahltag im betreffenden Wahllokal ihrer österreichischen Wählerevidenzgemeinde auch ohne Wahl-/Stimmkarte wählen/abstimmen, wenn sie kein "Wahlkartenabo" und auch sonst keine Wahl-/Stimmkarte beantragt haben.

Sie können die Wahl-/Stimmkarte im Wahlamt der Gemeinde, in der Sie gemeldet sind, formlos oder mittels Formular beantragen und Ihre Stimme unmittelbar nach Aushändigung, d.h. auch schon vor dem Wahltag per Briefwahl abgeben.

Sollten Sie nach Aushändigung der Wahl-/Stimmkarte doch am Wahltag in Österreich wählen wollen, müssten Sie dies mit der bereits ausgestellten Wahlkarte tun. Denn im Wählerverzeichnis der Gemeinde haben Sie einen Wahlkarten-Vermerk und gelten daher zur Vermeidung von Doppelwahl in Ihrer Gemeinde als gesperrt.

Ihr Wahl-/Stimmkarte muss spätestens am Wahltag bei der zuständigen österreichischen Bezirkswahlbehörde oder in Ihrem österreichischen Wahllokal eingelangt sein. Daher ist es nicht mehr möglich, am Wahltag an Ihrer österreichischen Vertretungsbehörde im Ausland zu wählen (vgl. Briefwahl an den österreichischen Vertretungsbehörden).

Die Briefwahl sieht vor, dass Sie die Wahl-/Stimmkarte im Postweg zurücksenden. Das Porto trägt die Republik Österreich. In den allermeisten Fällen ist dieser Weg am schnellsten und zuverlässig. Wenn Sie aber Bedenken über die Postdienste an Ihrem Wohnsitz haben, können Sie die Wahl-/Stimmkarte an jeder österreichischen Vertretungsbehörde abgeben. Damit Ihre Wahl-/Stimmkarte rechtzeitig weitergeleitet werden kann, sollte dies innerhalb Europas spätestens 6 Tage, außerhalb Europas spätestens 9 Tage vor der Wahl, Volksabstimmung oder Volksbefragung erfolgen.

Nein. In Österreich besteht bei Bundespräsidenten-, Nationalrats- und Europa-Wahlen sowie Volksabstimmungen und Volksbefragungen keine Wahlpflicht.

Fragen und Antworten

Das Bundesministerium für Inneres bietet Ihnen zu Wahlen auch Antworten zu häufig gestellten Fragen.