Reisepass

Bei jedem Grenzübertritt wird ein Reisedokument benötigt. Dies gilt auch bei Reisen in Schengen-Staaten und auch bei kurzen Fahrten ins Ausland.

Reisedokument ist der Reisepass oder bei Reisen innerhalb der EU auch ein gültiger Personalausweis. Der Führerschein ist kein Reisedokument, ebensowenig der Identitätsausweis.

Der Reisepass dient als Nachweis der Staatsangehörigkeit und der Identität. Im Inland gilt u.a. der Reisepass als amtlicher Lichtbildausweis.

Achtung: Sollten Sie kurze Zeit nach der Heirat ins Ausland reisen wollen, muss bei Namensänderung ein neuer Reisepass ausgestellt werden. Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig vor der Hochzeit bei der zuständigen Passbehörde.

Der Antrag auf Ausstellung eines Reisepasses muss persönlich eingebracht werden.
Auch Kinder (ab der Geburt, daher auch Babys) müssen bei der Antragstellung zur Identitätsfeststellung persönlich anwesend sein.

Die Vertretungsbefugnis des Antragstellers muss nachgewiesen werden.

Die Einreisebestimmungen des jeweiligen Landes, das bereist werden soll bzw. durch das durchgereist werden soll, und zusätzlich die Geschäftsbedingungen des gewählten Beförderungsunternehmens (z.B. Fluglinie) müssen beachtet werden.

Es liegt nicht in der Zuständigkeit der Passbehörden, Informationen über die Einreisebestimmungen in andere Länder zu erteilen. Bitte beachten Sie dazu die allgemeinen Hinweise und v.a. die länderspezifischen Reiseinformationen auf unserer Website.

Telefonische Auskunft erteilen wir Ihnen gerne unter der Nummer +43 (0)501150-4411.

Folgende Punkte müssen außerdem beachtet werden:

  • Restgültigkeit des Reisepasses
  • Gültigkeit des Personalausweises und Akzeptanz durch die Reisedestination bzw. Beförderungsunternehmen
  • Akzeptanz eines Notpasses ohne bzw. mit zusätzlichem Visum
  • Akzeptanz eines bis zu fünf Jahre abgelaufenen Reisepasses
    Auch wenn einige Länder bis zu fünf Jahre abgelaufene Reisepässe für die Einreise akzeptieren, wird empfohlen, einen gültigen Reisepass mit sich zu führen. Insbesondere das Aussehen von Kindern und Jugendlichen ändert sich stark; eine Identitätsfeststellung an der Grenze ist teilweise nicht möglich.
  • Akzeptanz Reisepass ohne Chip

Bitte beachten Sie, dass die Einreisebestimmungen einiger Länder vorsehen, dass die Einreise mit gestohlen oder verloren gemeldeten Reisepässen, selbst wenn die Wiederauffindung gemeldet wurde, nicht möglich ist.

Bitte beachten Sie, dass gemäß den Einreisebestimmungen einiger Länder , bei der Einreise von Kindern ohne Eltern (Erziehungsberechtigte) etwa in Begleitung einer dritten Person oder im Rahmen von Schulgruppen, eine beglaubigte Zustimmung der Erziehungsberechtigten zur Reise verlangt wird.

Hinsichtlich der jeweiligen Bestimmungen siehe Länder A bis Z.

Ein Reisepass mit Chip kann am kleinen goldfarbenen Symbol auf der äußeren Umschlagseite unter dem Wort "PASSPORT" erkannt werden. Hierbei handelt es sich um das so genannte ICAO Symbol der Internationalen Zivilluftfahrtsgesellschaft (ICAO). Auf jedem weltweit ausgegebenen Reisepass mit Chip ist dieses Symbol dargestellt.

Mit 30. März 2009 wurde in Österreich aufgrund der Vorgabe der Europäischen Union der neue Sicherheitspass mit Fingerabdruck eingeführt. Der neue Sicherheitspass ist mit einem Chip ausgestattet, auf dem zusätzlich zu den bisherigen Merkmalen zwei Fingerabdrücke gespeichert werden. Durch die Fingerabdrücke im Chip wird die Fälschungssicherheit erhöht und die eindeutige Zuordnung des Passes zu seiner Besitzerin/seinem Besitzer noch einfacher nachweisbar. Bei Minderjährigen wird der Fingerabdruck erst ab dem 12. Geburtstag erfasst. Davor werden die Fingerabdrücke nicht abgenommen ("Kinderpass").

Alle bereits ausgestellten Reisepässe behalten die auf dem Dokument angegebene Gültigkeit.

Die Sicherheitspässe werden wie bisher für eine Gültigkeitsdauer von zehn Jahren ausgestellt. Ausgenommen sind Reisepässe für Minderjährige unter zwölf Jahren und weitere Reisepässe. Nach Ende der Gültigkeit muss ein neuer Reisepass ausgestellt werden – Verlängerungen sind nicht möglich.

Bürgerinnen und Bürger können sich durch einen Verständigungsservice von HELP.gv.at an einem bestimmten Datum per E-Mail an die Passerneuerung bzw. -änderung erinnern lassen.

Auf der Personendatenseite des Reisepasses werden der Familienname und der (die) Vorname(n) in der Form und Reihenfolge eingetragen, wie sie auch in der Geburtsurkunde geschrieben wurden.

Bei mehreren Vornamen muss zumindest der erste Vorname eingetragen werden.

Ein scharfes "s" (ß) wird daher auch als "ß" eingetragen. Im Falle eines Namens, der ein scharfes "s" (ß) enthält, kann unter den amtlichen Vermerken im Reisepass auch ein Hinweis in Deutsch, Englisch und Französisch erfolgen, dass das scharfe "s" (ß) dem Doppel-"s" (ss) gleichzusetzen ist. Sollte für alle Vornamen nicht genügend Platz vorhanden sein, wird auf der Personendatenseite nur der erste Vorname eingetragen – alle Vornamen können unter den amtlichen Vermerken angeführt werden.

Im Zuge der Neuausstellung des Reisepasses ist der Antrag auf Eintragung eines Vermerks (Name mit scharfem "s" (ß), alle Vornamen) gebührenfrei. Zu einem späteren Zeitpunkt müssen Sie einen Antrag auf Änderung oder Ergänzung im Reisepass stellen, der gebührenpflichtig ist.

Für die maschinenlesbaren Zeilen, das sind die letzten zwei Zeilen unterhalb des Fotos, gelten jedoch andere Regeln. Hier werden internationale, von der ICAO definierte Buchstaben verwendet, die sprachspezifische Zeichen nicht kennen (z.B. Akzente im Französischen oder Umlaute im Deutschen, Schriftzeichen wie "ß" bzw. Schriftzeichen, die die besondere Aussprache eines Buchstabens anzeigen). Umlaute wie beispielsweise "ö" werden als "oe" geschrieben.

Achtung: Sollten Sie kurze Zeit nach der Heirat ins Ausland reisen wollen, muss bei Namensänderung ein neuer Reisepass ausgestellt werden. Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig vor der Hochzeit bei der zuständigen Passbehörde.

  • Reisepass: 76,- Euro
  • Kinder (2-12 Jahre): 30,- Euro
  • Für Kinder bis zur Vollendung des 2. Lebensjahres: gebührenfrei

Für weitere Informationen, vor allem hinsichtlich der Bearbeitungsdauer, kontaktieren Sie bitte direkt Ihre nächstgelegene österreichische Vertretungsbehörde.

An der Österreichischen Botschaft in Berlin bzw. dem Generalkonsulat in München ist eine Terminvereinbarung vorgesehen bzw. ratsam.

Weitere Informationen zum Reisepass mit Fingerabdruck finden sich auf den Seiten des Bundesministeriums für Inneres.