Working Holiday Visa

Working Holiday Visum

Angehörige von Ländern, mit denen ein Working Holiday Programm besteht, können während eines maximal sechsmonatigen Ferienaufenthaltes in Österreich grundsätzlich bewilligungsfrei jeder beliebigen Beschäftigung zur Mitfinanzierung ihres Aufenthaltes oder einer Bildungsmaßnahme nachgehen. Ausnahmen bestehen nur insofern, als am Arbeitsmarkt oder im Bildungsbereich (siehe auch Erwachsenenbildung) sowie eZugangsbeschränkungen gelten und diese im Einzelfall nicht erfüllt sind.

Arbeitsurlauber/innen, welche die erforderlichen Voraussetzungen erfüllen, erhalten je nach Dauer ein Visum C oder D mit dem Vermerk „WHP“ ausschließlich im Ausland an der zuständigen Vertretungsbehörde (vgl. Antragstellung bei Neuseeland und bei Korea). Für die Beschäftigungsaufnahme ist eine Ausnahmebestätigung (§ 3 Abs. 8 AuslBG) zwar nicht erforderlich aber als Nachweis sinnvoll. Sie wird vom Arbeitsmarktservice ausgestellt, nämlich der für den Wohnort zuständigen AMS-Regionalgeschäftsstelle. Arbeitgeber/innen müssen die für die jeweilige Beschäftigung geltenden Lohn- und Arbeitsbedingungen einschließlich der sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften einhalten.

Die Inanspruchnahme eines Working Holiday Visums hat keine Auswirkung auf die Bestimmungen über einen visumfreien Aufenthalt in Österreich und im Schengen-Raum. Selbst wenn sich dieser visumfreie Aufenthalt unmittelbar davor und/oder danach ergeben sollte, ist dafür keine Ausreise nötig.

Das Working Holiday Visum gibt unterhaltsberechtigten Angehörigen (z.B. Ehepartnern und Kindern) von Arbeitsurlaubern/innen keinen Anspruch zur Mitreise. Eine Begleitung richtet sich nach den allgemeinen Einreisebestimmungen.

Voraussetzungen

  • Arbeitsurlauber/innen müssen im Alter von 18 bis 30 Jahren sein. Eine Antragstellung ist vor dem 18. Geburtstag bereits möglich, jedoch darf der Antritt des Visums nicht vor dem 18. Geburtstag erfolgen. Ein Working Holiday Aufenthalt nach dem 31. Geburtstag ist möglich, sofern das Visum noch vor diesem Geburtstag ausgestellt wurde.
  • Die Antragstellung für ein Working Holiday Visum für Österreich ist frühestens 3 Monate und – nach Möglichkeit – nicht später als 3 Wochen vor Antritt des Visums zulässig. Ein Visum für Neuseeland ist 1 Jahr ab Ausstellungstag gültig, ebenso für Korea.
  • Das Visum muss – unabhängig vom Tag der tatsächlichen Einreise in das Zielland – innerhalb seiner Gültigkeit angetreten werden. Der Antritt des Visums kann also auch nach dem 31. Geburtstag liegen. Das Arbeitsverhältnis muss spätestens mit Ablauf des Visums enden.
  • Ein Working Holiday Visum für Österreich hat einen festgelegten Geltungszeitraum, der nach Ausstellung nicht verändert werden kann.
  • Die Dauer des Working Holiday Aufenthaltes darf sechs Monate (ab dem 1. Geltungstag des Visums) nicht überschreiten. Die Bestimmungen über einen visumfreien Aufenthalt in Österreich und im Schengen-Raum bleiben davon unberührt.
  • Wer bereits einen Working Holiday Aufenthalt absolviert hat, kann einen weiteren Working Holiday Aufenthalt nur für ein anderes Land beantragen. Sollte ein Working Holiday Aufenthalt nicht angetreten werden, empfiehlt sich daher die Stornierung des Visums, um ein Working Holiday Visum später nochmals beantragen zu können. Die Stornierung eines bereits angetretenen Working Holiday Aufenthalts, etwa weil keine Beschäftigung aufgenommen wurde, ist jedoch nicht möglich.
  • Primärer Anlass und Reisezweck sind nicht Beschäftigung oder Bildung. Sie können sich im Zuge des Aufenthalts spontan ergeben, wofür das Visum die Grundlage bildet.
  • Antragsteller/innen müssen im Besitz eines mindestens drei Monate nach dem Termin der geplanten Rückreise gültigen Reisepasses sein.
  • Antragsteller/innen müssen über ein Rückreiseticket oder über ausreichende Mittel für den Kauf eines solchen Tickets verfügen.
  • Antragsteller/innen müssen für die erste Zeit ihres Aufenthaltes über ausreichende Mittel für ihren Lebensunterhalt verfügen.
  • Antragsteller/innen müssen einen ausreichenden Krankenversicherungsschutz nachweisen.
  • Antragsteller/innen müssen allfällige Gesundheits- und Leumundserfordernisse erfüllen und dürfen nicht wegen einer Straftat verurteilt sein.
  • Antragsteller/innen müssen die Gebühr für das Visum entrichten. Es besteht kein Anspruch auf Rückerstattung der Gebühr, auch wenn das Visum abgelehnt oder nach der Ausstellung storniert wird.