Kriegsopfer

Kriegsgefangenen- und Kriegsopferentschädigung

Im Kriegsgefangenenentschädigungsgesetz (KGEG), BGBl. I Nr. 142/2000, sind Ansprüche auf Entschädigungen nach Gefangenschaft geregelt. Anspruch haben österreichische StaatsbürgerInnen (auch AuslandsösterreicherInnen), die

  • als ehemalige Wehrmachtsangehörige im Verlauf des Ersten oder Zweiten Weltkrieges in Kriegsgefangenschaft geraten sind;  oder
  • im Verlauf des Zweiten Weltkrieges oder während der Zeit der Besetzung Österreichs durch die Alliierten Mächte von einer ausländischen Macht aus politischen oder militärischen Gründen festgenommen und angehalten worden sind;  oder
  • sich auf Grund politischer Verfolgung oder drohender politischer Verfolgung im Sinne des Opferfürsorgegesetzes außerhalb des Gebietes der Republik Österreich befunden haben und aus politischen oder militärischen Gründen von einer ausländischen Macht festgenommen und nach Beginn des Zweiten Weltkrieges angehalten worden sind.

Das Kriegsopferversorgungsgesetz (KOVG), BGBl. Nr. 152/1957, regelt die Leistungen für Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene. Anspruch haben österreichische StaatsbürgerInnen, die als Soldaten der ehemaligen deutschen Wehrmacht (oder der ehemaligen k.u.k. Armee bzw. deren Verbündeten oder des Bundesheeres der 1. Republik) eine Gesundheitsschädigung (Dienstbeschädigung) erlitten haben, nämlich

  • durch vormilitärische Ausbildung, oder
  • durch sonstige Dienstverrichtung (zum Beispiel Krankenschwester, Reichsarbeitsdienst); oder
  • durch Kriegsgefangenschaft; oder
  • durch unverschuldete Kriegseinwirkung (zum Beispiel Bombenangriff, aufgefundene Sprengkörper);  oder
  • durch unverschuldete Gewaltakte der Besatzungsmächte Österreichs.

Denselben Anspruch haben auch ihre Hinterbliebenen (Witwe/r und Waisen).

Weiterführende Informationen finden sich auf der Internetseite des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz (BMASK).

Das Opferfürsorgegesetz (OFG), BGBl. Nr. 183/1947, regelt Ansprüche und Leistungen für Opfer der politischen Verfolgung. Anspruchsberechtigt sind Personen, die

  • Opfer des Kampfes;  oder
  • Opfer der politischen Verfolgung  und
  • zum Zeitpunkt der Anspruchsanmeldung österreichische StaatsbürgerInnen sind  und
  • am 13. März 1938 die österreichische Bundesbürgerschaft besessen bzw. vor dem 13. März 1938 mehr als zehn Jahre ununterbrochen ihren Wohnsitz in Österreich gehabt haben.

Denselben Anspruch haben auch ihre Hinterbliebenen (Witwe/r und Waisen).

Zum Thema