Todesfall im Ausland

Beim Ableben österreichischer StaatsbürgerInnen im Ausland hilft die zuständige Vertretungsbehörde bei den Veranlassungen für die Überführung des Leichnams nach Österreich, einer Kremierung oder lokalen Beerdigung. Die Verfügung über den Leichnam, Bestattungsart und Bestattungsort richtet sich in erster Linie nach dem Willen des/der Verstorbenen. Liegt keine Willenserklärung vor und ist sein/ihr Wille auch sonst nicht eindeutig erkennbar, steht den nächsten Angehörigen das Recht der Verfügung zu. Das sind in der Regel die Ehegattin oder der Ehegatte, die großjährigen Kinder, die Eltern und Geschwister des/der Verstorbenen (in dieser Reihenfolge). In Ermangelung naher Angehöriger steht dieses Recht jener Person zu, die mit dem/der Verstorbenen bis zu seinem/ihrem Tode in einer Hausgemeinschaft gelebt hat.

Eine Überführung des Leichnams oder der Urne aus dem Ausland ist nur möglich, wenn sichergestellt ist, dass alle damit verbundenen Kosten von den Angehörigen - eventuell durch eine entsprechende Versicherung - getragen werden.

In manchen Ländern ist eine Kremierung und in der Folge eine Urnenüberführung nicht möglich. Andererseits kann auch eine Sargüberführung in manchen Ländern aus klimatischen Gründen Schwierigkeiten bereiten.

Erforderlichenfalls kann die Vertretungsbehörde auch vorläufige Maßnahmen zur Sicherung des Nachlasses, wie Inventarisierung, Versiegelung, Feststellung von Vermögenswerten etc. treffen. Dies gilt insbesondere in jenen Staaten, die kein Nachlassverfahren von Amts wegen kennen und im Fall, dass die Erben noch nicht in der Lage sind, entsprechende Verfügungen selbst zu treffen, etwa im Wege der zuständigen Lokalbehörde, über Nachlassverwalter oder Testamentsvollstrecker.