Erkrankung und Unfall

Bei Erkrankung oder Unfall im Ausland stehen im Allgemeinen die Sicherheits- und Sanitätsbehörden des Gastlandes hilfreich zur Seite. Es ist allerdings vor Reiseantritt zu empfehlen, diesbezüglich ausreichend vorzusorgen, z.B. durch Mitnahme der "e-card", deren Rückseite die im EU-Raum gültige Europäische Krankenversicherungskarte darstellt, oder aber durch eine private Reiseversicherung, durch eine Versicherung über eine Kreditkartenorganisation, einen der Automobilclubs oder Flugrettungsdienste.

Falls der erforderliche Beistand nicht anders gesichert ist (z.B. durch österreichische Betreuungsorganisationen – Autofahrerklubs, Flugambulanzen), hilft die örtlich zuständige Vertretungsbehörde durch Vermittlung von Arzthilfe, Veranlassung der Einweisung in ein Krankenhaus, Verständigung der Angehörigen etc.

Eine Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport nach Hause – vor allem aus Übersee – wird unbedingt empfohlen. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden. Die Kosten für einen solchen Transportflug belaufen sich in der Regel auf mehrere Tausend Euro! Bitte beachten Sie den möglichen Haftungsausschluss der Versicherung bei manchen Vorerkrankungen. Oft sind Versicherungsfälle nur bei Reisen gedeckt, die nicht länger als 90 Kalendertage dauern, erkundigen Sie sich bei Ihrem Versicherungsunternehmen!

In dringenden Fällen ist der Bereitschaftsdienst des Außenministeriums unter folgender Rufnummer rund um die Uhr erreichbar: 050 11 50-4411 (vom Ausland: +43 50 11 50-4411 bzw. +43 19 0115-4411). Für generelle Anfragen steht das Bürgerservice an Werktagen in der Zeit von 8.30 - 18.30 unter derselben Rufnummer zur Verfügung.

Bei Verkehrs- und sonstigen Unfällen helfen die Vertretungsbehörden auch bei der Wahrung von Rechtsansprüchen, wie z.B. bei der Beschaffung von Beweisunterlagen (Unfallprotokolle, Unfallskizzen). Erforderlichenfalls wird auch ein lokaler Anwalt empfohlen. Bei Verkehrsunfällen muss die Polizei die Beweismittel sichern und eine Kopie des Protokolls den am Unfall Beteiligten aushändigen. Überdies sollten alle Daten des Unfallgegners notiert werden. Der bei der Kraftfahrzeugversicherungsanstalt erhältliche Europäische Unfallbericht ist ebenso wie die grüne Versicherungskarte dafür ein guter Behelf, auch in Ländern, in denen sie nicht vorgeschrieben ist. Empfehlenswert ist es auch, die Unfallstelle und die beteiligten Fahrzeuge zu fotografieren. Vor Antritt der Auslandsreise sollte man sich auch nach dem jeweiligen Korrespondenzinstitut des Kraftfahrzeugversicherers erkundigen. 

Der ÖAMTC-Schutzbrief oder der ARBÖ-Sicherheitspass sowie von Versicherungen angebotene "Sicherheitspässe" bieten Schutz und Hilfe in vielen Notsituationen in Europa und teilweise auch im außereuropäischen Mittelmeerraum (Krankenrücktransport, Rechtsschutz, Lotsen- und Rückholdienst).