Vortrag und Filmvorführung: Geburt der Phänomenologie. Zu Ehren Edmund Husserls
simultan gedolmetscht
11. 1., 18 – 21 Uhr* Praha 1, RKF 1. Stock, Jungmannovo nám. 18
Sonja Rinofner-Kreidl, A: Gründe, Motive, Entscheidungen. Zu einer phänomenologischen Handlungstheorie im Anschluss an Husserl
Sonja Rinofner-Kreidl, Universität Graz, ist Vorstandsmitglied der Österreichischen Gesellschaft für Phänomenologie, Professorin an der Universität Graz, Autorin zahlreicher Publikationen zur Phänomenologie E. Husserls. Sie ist europäische Editorin des Journals „Husserl Studies“.
Edmund Husserl (*1859, Prostejov, † 1938, Freiburg im Breisgau, Baden-Württemberg), ist ein bedeutender Philosoph und gilt als Begründer der philosophischen Strömung der Phänomenologie. Mit der Arbeit „Über den Begriff der Zahl“ habilitiert er 1887 in Halle, wo er die nächsten 14 Jahre als Privatdozent tätig war. Außer seinen unmittelbaren Schülern beeinflusste Husserl auch viele weitere Philosophen (Martin Heidegger, Jean-Paul Sartre oder Jan Patocka u.a.). Eines der Hauptthemen Husserls ist das Problem der Erkenntnis, bei dem er an Immanuel Kant anknüpft. Er glaubte, dass Erfahrung die Quelle des Wissens ist, also wie die Dinge „selbst“ sich dem Menschen zeigen. Husserl charakterisierte die Phänomenologie, die im Allgemeinen die genaue Erforschung von Phänomenen meint, als „eine neue beschreibende Methode und eine aus ihr hervorgegangene apriorische Wissenschaft, die zum Hauptinstrument für eine strenge wissenschaftliche Philosophie werden soll.“
Dokumentarfilm
nur deutsch
Im Anschluss an den Vortrag
Der Beitrag des Mittelmährers zum neuen Weltbild (CZ 2005, 50 min.)
Hersteller: Tschechisches Fernsehen und VIDEO THEO
Fachliche Zusammenarbeit: Ivan Blecha
Regie: Teodor Mojžíš
Der Film behandelt die Lebenswege Edmund Husserls und Ludwig Wittgensteins in ihrer Beziehung zu Prostějov und Olmütz.
