Projekt Past Perfect - Heidrun Holzfeind
Projekt Past Perfect - Heidrun Holzfeind
Im Rahmen von Intrude: Art & Life 366 im Zendai Museum of Modern Art, Shanghai wird Heidrun Holzfeind eine Arbeit im öffentlichen Raum durchführen. Das Projekt Past Perfect, das den Wandel der urbanen Landschaft Shanghais mit Hilfe von Werbeplakaten im öffentlichen Raum thematisiert, wird in den ersten zwei Dezemberwochen verwirklicht.
Statement Heidrun Holzfeind:
Meine Arbeiten sind Portraits einfacher Menschen an einem Abschnitt ihres Lebens, an dem sie über ihre Errungenschaften, Ziele, Hoffnungen und ihren Platz in der Gesellschaft nachdenken. Diese Begegnungen mit dem Leben einfacher Menschen (Immigranten, Minderheiten, Außenseiter der Gesellschaft) und ihren Träumen, spiegeln Strukturen und Konventionen unserer Gesellschaft wider, die auf Effizienz, Erfolg und Individualität ausgerichtet ist. Sie werfen einen kritischen Blick auf Werte und Wünsche unserer Gesellschaft, Definition/Maßstab von Erfolg oder Misserfolg, und stellen die Frage, was vom (globalisierten) "Amerikanischen Traum" übrig geblieben ist.
Die Arbeiten untersuchen Mechanismen der Selbstdarstellung und die Möglichkeiten von Individualität im urbanen Umfeld:
Während sich die Erzählung auf die persönliche/subjektive Geschichte der Protagonisten konzentriert, hält die Kamera ihre Umgebung, Körpersprache und Stil (z. B. in der Wahl der Kleidung) fest, die auf kulturelle und sozio-ökonomische Umstände verweisen. Obwohl sich die Protagonisten oft in prekären Situationen befinden, werden sie jedoch nicht nur als Opfer dieser Umstände (wie zB Globalisierung) dargestellt.
Die Texte der ausgewählten Musik beziehen sich jeweils auf die Situation und seelische Verfassung der Protagonisten und deren Ideale, und hinterfragen Klischees und Stereotypen verkörpert in zeitgenössischer Pop, Rap und Hiphopmusik.
Die Arbeiten loten die Grenzen zwischen Video und Dokumentarfilm aus und spielen mit Sprache, Ästhetik und Strategien von Fernsehen, Musikvideo und Homevideo.
Als Untersuchung der Strategien von Repräsentation und medialisierter Darstellung der Wirklichkeit, hinterfragen sie letztendlich, was wir als gegebene Realität akzeptieren, und wo Fiktion beginnt.
