Robert Musil
Robert Musil (1880, Klagenfurt – 1942, Ginebra): Studierte Ingenieurwesen und experimentelle Psychologie an der Universität Berlin. Sein erster erfolgreicher Roman "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß" (1906) beschreibt das Leben von Jugendlichen in einer Militärschule. Danach publizierte er zwei Kurzromane unter dem Titel "Vereinigungen" (1911), die sich mit sexuellen Beziehungen befassen.
Musil diente im Ersten Weltkrieg im kaiserlichen Heer und war danach Funktionär in der neuen österreichischen Republik von 1919 bis 1922. Er publizierte auch weiterhin, es folgte ein Buch mit Kurzgeschichten, "Drei Frauen" (1924). Von 1931 bis 1933 lebte er in Berlin, ansonsten in Wien- bis der Anschluss Österreichs an Deutschland durch die Nazis im Jahre 1938 erfolgte, woraufhin Musil in die Schweiz flüchtete. In diesen Jahren schrieb und recherchierte er an seinem langen und unvollendeten Roman "Der Mann ohne Eigenschaften" (1930-1943), die die Existenz seines ziellosen Antihelden Ulrich durchleuchtet. Hintergrund dieses Werks ist die detaillierte Beschreibung der österreichischen Gesellschaft vor 1914.
Musils "Mann ohne Eigenschaften" stellt eines der ehrgeizigsten Werke des 20. Jahrhunderts dar und sicherte seinem Autor einen Platz unter den bedeutensten Literaten seiner Zeit.

