Re-Inzenierungen von Ingeborg Bachmann in Italien.

- bachmann ing
Datum: 6.-7. Dezember 2012
Ort: Verona; Sala Convegni del Museo Civico di Storia Naturale, Lungadige Porta Vittoria 9
Parallel zum anhaltenden Interesse der Literatur- und Kulturwissenschaft wächst in Italien – gerade in den letzten Jahrzehnten – die produktive Rezeption von Ingeborg Bachmann. Dabei übersteigt der Kult der Person bei weitem die Auseinandersetzung mit dem Werk und ihrer Position als Intellektuelle oder als weibliches „Gewissen der Nation“. Die für den 6. und 7. Dezember 2012 geplante Veroneser Tagung konzentriert sich auf diese letzte Phase der italienischen Bachmann-Rezeption und stellt im bewussten Anschluss an den im Zsolnay-Verlag soeben erschienenen Bachmann-Band (Reihe Profile des Österreichischen Literaturarchivs) das Stichwort der Inszenierung in den Vordergrund. Es geht in diesem Zusammenhang nicht mehr allein oder nicht mehr primär um eine neue Exegese der Bachmann-Texte, sondern in erster Linie um eine neue Phase der Auseinandersetzung mit der Autorin und mit dem Mythos um ihre Person.
Isolde Schiffermüller
Geboren in Innsbruck am 27.10.1955, Studium der Germanistik und Philsophie an der Universität Innsbruck (Dr. Phil. 1980). Seit 2006 Ordinarius für deutsche Literatur an der Universität Verona.
Neben zahlreichen Aufsätzen zur deutschen Literatur und Literaturkritik des 19. und 20. Jahrhunderts, folgende Monographien Buchstäblichkeit und Bildlichkeit bei Adalbert Stifter. Dekonstruktive Lektüren (1996), Saggi sul volto. Rilke, Musil, Kafka (2005), Franz Kafkas Gesten. Studien zur Entstellung der menschlichen Sprache (2011). Zuletzt erschienene Sammelbände: Ingeborg Bachmanns Gedichte aus dem Nachlass. Eine kritische Bilanz hrsg. Arturo Larcati und Isolde Schiffermüller (2010), La malattia tra sintomo e simbolo (2011), hrsg. Isolde Schiffermüller, Walter Busch und Milena Massalongo.
Arturo Larcati
„Professore aggregato“ für deutsche Literatur an der Universität Verona. Davor: Wiss. Mitarbeiter am FB Romanistik der Universität Salzburg und Lehrbeauftragter an der Universität Innsbruck; im Jahr 2002 Theodor-Körner-Preis (der Stadt Wien) für Wissenschaft und Kunst; Monographien zum literarischen Expressionismus (Mailand 1999), zur Theorie der Metapher aus der Perspektive der Autorenpoetik (1994) und zur Autorenpoetik in der Nachkriegsliteratur (2007) (zusammen mit Klaus Müller-Richter); Mitherausgeber der Anthologie Der Streit um die Metapher. Poetologische Texte von Nietzsche bis Handke (1998) bei der Wiss. Buchgesellschaft. Zuletzt sind erschienen: Ingeborg Bachmanns Poetik, Darmstadt Wiss. Buchgesellschaft 2006; Ingeborg Bachmanns Gedichte aus dem Nachlass. Eine kritische Bilanz, hrsg. von Arturo Larcati und Isolde Schiffermüller, Darmstadt Wiss. Buchgesellschaft 2010; Il paesaggio romantico, a cura di Arturo Larcati e Walter Busch, Verona Fiorini 2011 (Quaderni del CRIER).
