Konferenz von Prof. Guido Molinari
Das goldene Zeitalter der österreichischen symphonischen Poesie 0906-1930
Datum: 29. Februar 2012 – 18:30 Uhr
Ort: Österreichisches Kulturforum Mailand, Piazza del Liberty 8
Nachdem im letzen Jahr der erste Teil des goldenen Zeitalters der österreicheschen symphonischen Poesie zwischen 1885 und 1905 behandelt wurde, wird nun der zweite Teil präsentiert. Die Jahre zwischen 1906 und 1930 gehörten zu den wichtigsten der Musikgeschichte: während Schönberg zuerst zur Atonalität (1908) und dann (ab 1923) zur Dodekafonie wechselte, hat die „symphonische Dichtung“, welche die europäische Musikkultur von Liszt und danach dominierte, eine starke Krise unmittelbar nach dem ersten Weltkrieg durch den stärker gewordenen Expressionismus und die Entstehung des Neoklassizismus erlitten.
Trotzdem blieben einige Komponisten ihrer spätromanitschen Ideologie treu, zu denen 3 verdiente Österreicher zählten: Emil Nikolaus von Reznicek, Josep Marx und Egon Wellesz. Reznicek fand seine beste Ader in der Ironie und im Humor, inspiriert von einigen symphonischen Dichtungen von Richard Strauss; Marx entschied sich für einen spätromantischen Impressionismus; Wellesz hingegen war der Einzige, der mit verschiedenen Stilen experimentierte, aber in der gegenständlichen Zeitspanne hauptsächlich ein Spätromantiker war. Alle drei haben ein klanglich faszinierendes Musikprogramm geschrieben und verdienen es daher, besonders hervorgehoben und gewürdigt zu werden.
Guido Molinari, Musikabsolvent im Jahre 1988 a nder Universität von Pavia, seit 1989 als Vortragender, vor allem in Monza und in Mailand, aktiv; bevorzugt die spätromantische Musik und im 19. Jahrhundert im Allgemeinen mit besonderem Augenmerk auf die österreichisch-deutschen Komponisten.

