Helmut Schober - enigmatische Horizonte
Datum: bis 2. März 2012
Montag-Freitag 15:00-19:30 Uhr, Samstagauf Vereinbarung
Ort: Fondazione Mudima - Via Tadino 26, Milano
Peter Anselm Riedl: Helmut Schober hält in seinen Bildern virtuelle Situationen und Prozesse fest. Seine Technik ist sicherlich keine Malerei im herkömmlichen Sinne, sondern eine von ihm entwickelte Methode, die die hellfarbigen Partikel auf dunkle Hintergründe in einer außergewöhnlichen Art und Weise hervor scheinen lässt. Seit vielen Jahren erforscht Schober mit immer neuen Ergebnissen die innewohnenden Möglichkeiten in diesem Prozess. Bei der Betrachtung der Bilder, welche einerseits das Bekannte in Erinnerung rufen und anderseits auf die Freiheit der Fantasie bestehen, kann man schwer zwischen konkret und abstrakt unterscheiden. Schober hat seinen künstlerischen Weg mit bewundernswerter Kohärenz durchlaufen. Angefangen mit Performances und Installationen der 80er Jahre und noch früher, als er überwiegend mit Neonröhren und Spiegeln arbeitete – mit Instrumenten welche das Licht ausstrahlten und reflektierten – indem er immer neue Schritte verrichtete, zeigte er uns die Möglichkeiten der Malerei um das Licht einzufangen. Seine letzte Produktion möchte als Quintessenz eines solchen Versuchs erscheinen.
Helmut Herbst: Vor den Werken von Schober erscheinen die ständigen Plaudereien über das Ende der Malerei lächerlich. Wer die neuen Medien, insbesonders das Multimediale, als Retter einer angeblichen toten Malerei emporhebt und erklärt, dass dies die einzig mögliche Zukunft für die bildende Kunst sei, versteht nicht welche Kraft der Innovation und Verwandlung sich gerade in der Malerei verbirgt. Die Bilder von Schober sind der Beweis dafür, dass wir uns wieder einmal, wie es schon in der Vergangenheit, an einem Punkt befinden, wo etwas Faszinierendes und Neues geschieht und eine neue aufregende Zeit in der Geschichte der Malerei beginnt.
mit Unterstützung von:
Fondazione Mudima

