Essen als Obsession in den Werken der steirischen Autorin Linda Stift
Vortrag von Prof. Gunhild Schneider-Paccanelli

- Linda stift
Datum: 9. März – 11:00 Uhr
Ort: Genua, Sala Fondo Goethe, Facoltà di Lingua e Letterature Straniere, Piazza S. Sabina 2
Essen ist als soziales Totalphänomen ein wesentlicher Aspekt des menschlichen Lebens und eng verbunden mit dem Frauenbild, Machtstrukturen und Emotionen. In unserer Essen-fixierten Zeit erzählt die österreichische Autorin Linda Stift in ihren drei Romanen von Kochen, von Ess- und Beziehungsstörungen und zwischenmenschlichen Machtverhältnissen, davon, „dass jemand so wenig Macht hat, dass er seine Grenzen gar nicht mehr verteidigen kann."(Stift)
Wie weit es sich um Realität, um die Albträume oder Wahnvorstellungen der Protagonisten handelt, bleibt jedoch unklar. Und so „stellt sich bei der Lektüre schnell das beunruhigende Gefühl ein, dass die ins Textgebäude eingezogenen doppelten Böden nur die grundsätzliche Haltlosigkeit unserer Wirklichkeitskonstruktionen kaschieren“ (Der Standard)
Linda Stift, geboren 1969 in der Südsteiermark, Studium der Germanistik und Philosophie in Wien, lebt als freie Schriftstellerin in Wien. Zahlreiche Preise und Stipendien; Veröffentlichungen in Anthologien und Zeitschriften; ihr Debütroman Kingpeng (2005) wurde viel beachtet, 2007 folgte der Roman Stierhunger und 2011 der Roman Kein einziger Tag (alle im Verlag Deuticke).
