Präsentation des Buches “Solferino – Kleine Geschichte eines großen Schauplatzes“ von Ulrich Ladurner

- solferino
Datum: 18. Mai – 18:00 Uhr
Ort: Bologna, Circolo Ufficiali, Via Marsala 12
Am 24. Juni 1859 wurde rund um Solferino, einer kleinen Gemeinde nahe des Gardasees, eine der blutigsten Schlachten des gesamten 19. Jahrhunderts geschlagen. Der militärische Erfolg der französisch-piemontesischen Armee unter dem Kommando von Napoleon III gegen die österreichischen Truppen unter Kaiser Franz Josef beendete den zweiten italienischen Unabhängigkeitskrieg. Das Habsburgerreich musste in der Folge die Lombardei ans Königreich Savoyen abtreten. Die Gewalt der Kämpfe und die Anzahl der Gefallenen und Verwundeten auf beiden Seiten erschütterten ganz Europa. Der Schweizer Henry Dunant, der am Schlachtfeld anwesend war, wurde dadurch veranlasst, jene ersten Hilfsmaßnahmen zu organisieren, die ein paar Jahre später zur Gründung des Roten Kreuzes geführt haben.
Der Autor dieses Buches, dessen italienische Übersetzung vor kurzem beim Verlag Il Mulino erschienen ist, lässt die die Orte und Ereignise dieses Tages mit einem sehr speziellen Führer Revue passieren: das Tagebuch seines Großvaters, der in Solferino in den österreichischen Reihen gekämpft hat. Das Ergebnis ist ein klarer und ernüchternder Bericht über den Krieg und seine Mythen.
Der Südtiroler Ulrich Ladurner, Journalist bei der deutschen Wochenzeitung „Die Zeit“, veröffentlichte unter anderem „Die Asadis. Liebe, Tod und Politik in Teheran“ (2006) und „Bitte informieren Sie Allah. Terrornetzwerk Pakistan“ (2008).
