Präsentation des Buches „Die Verdammten von Asinara - Die Odyssee der österreichisch-ungarischen Gefangenen im Ersten Weltkrieg“ von Luca Gorgolini
mit Vorträgen des Autors und von Paolo Sorcinelli

- I dannati dell Asinara
Datum: 8. Juni – 18:30 Uhr
Ort: Mailand, Österreichisches Kulturforum, Piazza del Liberty 8
Im Oktober 1915 marschierten deutsche, österreichisch-ungarische und bulgarische Truppen in Serbien ein. Die serbische Armee versuchte zu fliehen, mit Zehntausenden Zivilisten und österreichisch-ungarischen Kriegsgefangenen im Schlepptau. Die 24.000 österreichischen Häftlinge, die diesen aufreibenden Marsch überlebten, wurden den italienischen Truppen übergeben und auf die Insel Asinara verschifft. Unter den Betroffenen starben Hunderte an Cholera und anderen Krankheiten sowie aufgrund der mangelnden Vorbereitung und der Unzulänglichkeiten der italienischen Militär- und Gesundheitsbehörden. Die Geschichte eines der größten Gefangenenlager in Italien während des Ersten Weltkrieges, erzählt durch Zeitzeugenberichte. Mit einem Vorwort von Paolo Sorcinelli.
Luca Gorgolini ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bologna. Mitglied der Redaktion von „Storia e Futuro“, arbeitet er am Forschungsprojekt „Laboratorium für Sozialgeschichte. Alltagserinnerungen“ mit. Zu seinen Veröffentlichungen gehören Emozioni di guerra (2008) und Capitani d’impresa (2010, herausgegeben von M. Costantini).
Paolo Sorcinelli ist Professor für Sozialgeschichte an der Universität Bologna. Er lehrt am Universitätsstandort in Rimini, wo er das „Laboratorium für Sozialgeschichte. Alltagserinnerungen“ ins Leben gerufen hat und leitet. Zu seinen Publikationen zählen Nuove epidemie, antiche paure (Franco Angeli, Milano 1986); La repressione ambigua (Franco Angeli, Milano 1989); Eros. Storie e fantasie degli italiani dall’Ottocento a oggi (Laterza, Roma-Bari 1993).
