Österreichischer Staatspreis für europäische Literatur
Der Preis 2011 ging an Javier Marías

- Javier MaríasFoto: Gorka Lejarcegi
Kulturministerin Claudia Schmied zeichnete am 30.07.2011 im Stefan Zweig Centre Salzburg den spanischen Autor Javier Marías (geb. Madrid 1951) mit dem österreichischen Staatspreis für europäische Literatur aus. Der Preis, welcher mit 25.000.- Euro dotiert ist, wird seit 1965 für literarische Gesamtwerke vergeben, die international herausragende Erfolge verzeichnen konnten.
Der Preis werde Javier Marías "für ein erzählerisches Werk von wahrhaft europäischer Dimension zugesprochen, in dem sich die Reflexion über die abgründige Menschennatur mit dem Nachdenken über Moral, Geschichte und Politik verbindet"... "Seine hybriden Romangebilde sind zugleich metaphysische Epen und moralische Tiefenbohrungen - Untersuchungen über das Böse, über die Grausamkeit des Menschen und seine Freiheit, immer im Kontext der europäischen Geschichte", so die Begründung der Jury.
Zu Javier Marías bekanntesten Romanen zählen Mein Herz so weiß, Morgen in der Schlacht denk an mich und Dein Gesicht morgen.
Zuletzt ging der Österreichische Staatspreis für Europäische Literatur an Jorge Semprún (2006), A.L. Kennedy (2007), Agota Kristof (2008), Per Olov Enquist (2009) und Paul Nizon (2010).
