Vietnam (de)
- Hauptstadt:
- Hanoi
- Int. Kennzeichen:
- VN
- Sprache
- Vietnamesisch, Sprachen verschiedener Minderheiten, vereinzelt Chinesisch, Russisch und Französisch als Bildungssprache
- Gängige Fremdsprachen:
- Englisch, Französisch (ältere Generation) vereinzelt Deutsch
- Währung:
- Neue Vietn. Dong (VND)
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- +6 h
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- +5 h
- Elektrischer Strom:
- mehrheitlich 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom
Hinweis
( Unverändert gültig seit: 17.02.2012)
Besondere Hinweise
Während der Regenzeit zwischen Juni und Dezember kann es zu Taifunen und tropischen Regenstürmen und infolgedessen zu Überschwemmungen und Erdrutschen sowohl in Küstennähe als auch im Landesinneren kommen. Diese haben teilweise beträchtliche Verkehrsbehinderungen bis zur Schließung von Flughäfen und Unterbrechung von Straßen und Bahnverbindungen zur Folge.
Wegen der immer wieder vorkommenden Taifune und Stürme wird dringend empfohlen, sich vor Ausflügen in die Küstenregionen und insbesondere in die Halongbucht auf den Websites „Tropical Storm Risk“ und „Wunderground“ über die aktuelle Wettersituation zu informieren.
Vietnam zählt zu den von den Folgen der Erderwärmung weltweit am stärksten betroffenen Regionen. Es empfiehlt sich, vor Reisebeginn die aktuelle Wettervorhersage laufend zu verfolgen.
Sicherheit
Allgemein wird auf erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen.
Bei Buchung von Bootstouren in der Halong-Bucht wird vor allem vor Billigst-Anbietern gewarnt, da die Boote selten den Sicherheitsanforderungen entsprechen. Es gab bereits mehrere Bootsunglücke, zuletzt im Februar 2011, welches 12 Todesopfer forderte, und im Mai 2011, bei welchem ein Boot sank, ohne dass Touristen zu Schaden kamen. Es wird dringend empfohlen, sich mit den an Bord vorhandenen Sicherheitseinrichtungen vertraut zu machen.
Reisen in die entlegenen Berggebiete Vietnams sind überwiegend als reine Abenteuerreisen zu betrachten, die nur Personen empfohlen werden können, die zeitlich unabhängig sind und sich aus eventuellen Notsituationen selbst befreien können. Die Mitnahme eines orts- und sprachkundigen Führers wird empfohlen. Auf die Gefahr von Sturzfluten, Hangrutschungen, Schlammlawinen bei Unwettern wird hingewiesen. Straßensperren (meist zweisprachig) sind unbedingt zu beachten. Evakuierungen aus Notstandsgebieten mit Hubschraubern sind in Vietnam kaum möglich. Bitte beachten Sie Wettervorhersagen und Informationen zu allfälligen Naturkatastrophen.
Die vietnamesischen Behörden verhängen gelegentlich aus internen Sicherheitsüberlegungen Sperren über einzelne Regionen. Vor Reiseantritt in entlegene Gebiete wird empfohlen, sich bei Reisebüros oder lokalen Polizeibehörden über allfällige Beschränkungen zu erkundigen.
Berichte über gewaltsame Eigentumsdelikte in den städtischen Ballungszentren (Saigon / Ho Chi Minh City, Nha Trang, Vung Tau, Haiphong, Danang und Hanoi), wie Handtaschendiebstähle und Einbruchsdelikte in Hotelzimmer in Hotels sowie Fälle von Kreditkartenbetrug nehmen ständig zu. Auch werden zunehmend Fälle von Betrügereien nach Einladung in Privatwohnungen, Aufforderungen zum Glückspiel und Verabreichung von Getränken und Speisen versetzt mit Drogen bekannt. An Bahnhöfen sowie Orten von besonderem touristischen Interesse ist erhöhte Wachsamkeit angebracht. Vor Betrügereien durch nicht lizensierte Taxifahrer, Geldwechsler und Vermittler von Zimmern, welche Touristen oft gleich bei der Ankunft "überrumpeln" wollen, wird gewarnt. Auf die Fahrt mit Fahrrad-Rikschas oder Motorradraxis (Xe Om) sollte bei Dunkelheit gänzlich verzichtet werden.
Reisedokumente, Sichtvermerke und Flugtickets sollten auf alle Fälle vor der Reise kopiert und getrennt von den Originalen verwahrt werden. Dies erleichtert im Falle des Verlustes oder Diebstahles die Ausstellung von Ersatzdokumenten (Achtung: ein Reisepass kann in der Regel leichter und schneller ausgestellt werden als das für die Ausreise unbedingt notwendige Ersatzvisum!). Bei Abhandenkommen von Wertgegenständen oder Dokumenten ist der Verlust der Polizei am Tatort anzuzeigen, da eine nachträgliche Anzeige bei einer örtlich nicht zuständigen Behörde nicht durchgeführt werden kann.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit höherem Sicherheitsrisiko begibt, muss sich der Gefährdung bewusst sein. Es wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese auch während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.
Einreise
- Visumspflicht: Ja, für gewöhnliche Reisepässe, Dienst- und Diplomatenpässe
- Visum erhältlich Botschaft der Sozialistischen Republik Vietnam in Wien
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Zumindest 6 Monate bei der Einreise, mind. 1 Monat länger als das gewährte vietnamesische Visum.
- Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert. Visum für die Einreise erforderlich.
- Miteintragung von Kindern: keine Angaben; Kindermiteintragungen in österreichischen Reisepässen verlieren ab 15. Juni 2012 automatisch ihre Gültigkeit. Es wird dringend empfohlen, für Kinder schon jetzt einen eigenen Reisepass ausstellen zu lassen.
- Sonstiges: Ohne Gewähr für deren Verlässlichkeit wird auf Visa-Onlinedienste verwiesen, bei welchen Visa für die Einreise nach Vietnam via Internet beantragt und bei Einreise über einen internationalen Flughafen vor Ort ausgestellt werden können.
Die Gepäcksabschnitte auf dem Flugticket und am Fluggepäck sind auch bei Inlandsflügen bis zum Verlassen des Flughafens aufzubewahren, da beide beim Verlassen des Flughafens auf ihre Übereinstimmung hin überprüft werden können.
Einfuhr
Die Ein- und Ausfuhr von Bargeld ist gem. Zirkularnote der Vietnamesischen Zentralbank ab dem 01.09.2011 ab folgenden Höhen deklarationspflichtig: US-Dollar 5.000,- und VND 15 Mio. Kreditkarten werden in von Touristen frequentierten Orten, den großen Städten bzw. Hotels, Reisebüros und von Fluggesellschaften akzeptiert. Ausländische Bankomatkarten können zur Behebung von Bargeld verwendet werden, wobei gewisse Vorsicht geboten ist.
Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden (dazu gehören auch 400 Zigaretten und 1,5 Liter Alkohol). Technische Geräte (wie Kameras, Videorecorder, Mobiltelefone, Computer - ein Stück pro Person) sowie Schmuck und andere Güter, deren Wert USD 300,-- übersteigen, müssen deklariert werden. Zuwiderhandlung kann die Beschlagnahme von Geld bzw. Waren zur Folge haben.
Die Einfuhr von pornographischen Erzeugnissen, Waffen und politischen Publikationen aller Art ist verboten. Ebenso bedarf die Einfuhr von Büchern, Tonbändern, CDs, DVDs und Videokassetten einer vorherigen Genehmigung durch das Ministerium für Kultur und Information (ausgenommen: typische Reiseliteratur).
Ausfuhr
Bei Ausfuhr von Bargeldbeträgen die die deklarationsfreien Beträge (US-Dollar 5.000,- bzw. VND 15 Mio.) bzw. die anl. der Einreise deklarierten überschreiten, ist die Vorlage einer Bankbestätigung erforderlich. Der Verbrauch der Fremdwährung ist unter Umständen nachzuweisen. Kulturgüter, bestimmte Tier- und Pflanzenarten unterliegen Ausfuhrbeschränkungen bzw. -verboten.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Aufgrund der großen Nord - Süd - Erstreckung des Landes kann in Vietnam nicht von einem einheitlichen Klima gesprochen werden. Im Süden gibt es keine Jahreszeiten im üblichen Sinn, sondern nur Wechsel von Regen- und Trockenzeit, während im Norden sehr wohl jahreszeitlich bedingte klimatische Änderungen feststellbar sind. So kann im Norden des Landes in der Zeit von April bis September mit sehr heißen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit gerechnet werden, während man insbesondere in den Monaten Dezember bis Februar warme Kleidung benötigt, da die Temperaturen auf unter 10°C absinken können. In den Gebirgsregionen entlang der chinesischen Grenze kann es sogar fallweise schneien. Oktober / November (Herbst) und März / April (Frühling) sind von angenehmem und mildem Wetter geprägt.
Die Küstengebiete Vietnams leiden laufend unter den Einflüssen von Taifunen und Unwettern, welche massive Überschwemmungen und daraus resultierend große Beeinträchtigungen der örtlichen Infrastruktur mit sich ziehen. Auskünfte über betroffene Gebiete bzw. ausländische Opfer werden von den lokalen Behörden nur beschränkt erteilt, ein effizientes Einschreiten der Botschaft ist kaum möglich.
Bitte beachten Sie Wettervorhersagen und Informationen zu allfälligen Naturkatastrophen.
Gesundheit
In Nord Vietnam wird eine Anhäufung von Cholera Fällen festgestellt. Die Krankheit wird vor allem durch das Trinken von verseuchtem Wasser bzw. durch den Genuss von kontaminierten Lebensmitteln übertragen. Vom Verzehr von Gerichten mit rohem Fisch bzw. von Meeresfrüchten wird abgeraten. Ebenso wurde in Vietnam ein verstärktes Auftreten von Hand-Fuß-Mund-Erkrankungen (vor allem verursacht durch Enterovirus 71) festgestellt. Nähere Informationen können über die Website der “Family Medical Practice Hanoi“ bzw. über die Website von „International SOS“ abgerufen werden.
Da keine flächendeckende Impfung gegen Kinderkrankheiten in Vietnam vorgenommen wird, brechen gelegentlich in den Städten unter Kindern ebenso wie unter Erwachsenen Masern und Röteln aus. Die Anzahl der Erkrankungen an Dengue-Fieber steigt laufend. Am stärksten betroffen sind die Provinzen im zentralen und südlichen Mekong-Delta, Erkrankungen treten jedoch in ganz Vietnam auf. Nähere Informationen zur Krankheit
Die ärztliche Versorgung sowie das Niveau und die Ausstattung von Krankenhäusern entsprechen vor allem ausserhalb der Großstädte Hanoi und Ho Chi Minh Stadt nicht dem europäischen Standard. Bei Erkrankung oder Unfall empfiehlt sich die Kontaktnahme mit „International SOS“ (kostenpflichtig!), welches über ein Netzwerk an Korrespondenzärzten im ganzen Land verfügt. Der Abschluss einer Kranken-Rückholversicherung wird dringend empfohlen!
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Insb. Personen mit Herz- und Kreislaufproblemen oder sonstigen chronischen Krankheiten, gebrechliche Personen oder Personen, die mit Kleinstkindern zu reisen beabsichtigen, wird von einer Reise nach Vietnam - insbesondere in der Zeit zwischen Mai und September - aufgrund der klimatischen Gegebenheiten und der mangelhaften medizinischen Versorgung, abgeraten.
Beim Baden im Meer wird dringend geraten, sich nach örtlichen Gegebenheiten, wie gefährlicher Strömungen, klimatisch bedingten Gefährdungen, etc. zu erkundigen. Badeverboten soll unbedingt Folge geleistet werden.
Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst, offenem Eis und Eiswürfeln sowie Salaten geboten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen sowie Einwegspritzen beinhaltet, wird empfohlen.
Auf den Anstieg von HIV-Infektionen wird hingewiesen.
Vietnam gehört zu jenen Ländern, die seit Ausbruch der Vogelgrippe Ende 2003 besonders stark betroffen waren und wo die Krankheit auch weiterhin laufend auftritt. Neueste Fälle wurden Anfang dieses Jahres bekannt. Die vietnamesischen Gesundheitsbehörden befürchten den Ausbruch einer Epidemie, da eine Mutation des Virus H5N1 entdeckt wurde, gegen welche existierende Impfstoffe wirkungslos sind.
Impfungen
Aktuelle Informationen über eventuell notwendige Impfungen können unter anderen im Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01/ 403 8343) eingeholt werden.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahe gelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Es besteht ein relativ dichtes Inlandsflugnetz. Zwischen den großen Städten verkehren die Eisenbahn (Durchschnittsgeschwindigkeit 40 km/h) und Reisebusse (hohe Unfallhäufigkeit). Überlandfahrten bei Nacht - egal mit welchem Straßenverkehrsmittel - sind wegen der hohen Unfallgefahr zu vermeiden.
Das Lenken von Autos und Motorräder (über 50cc) ist nur mit einem vietnamesischen Führerschein gestattet. Bei Nichtbeachtung droht Strafgeld und bei Unfall je nach Schwere auch Haftstrafe. Das Umschreiben des österreichischen Führerscheins ist möglich, wenn man im Besitz eines mind. 3 Monate gültigen Sichtvermerkes für die mehrfache Einreise ist (auch wenn der tatsächliche Aufenthalt kürzer sein sollte) und ist mit beträchtlichem administrativem Aufwand verbunden.
Angesichts der Verkehrsunfallstatistiken in Vietnam (das Land zählt mit dzt. über 12.000 Verkehrstoten/Jahr zur Weltspitze) wird dringend vor dem Anmieten von PKW’s und Mopeds während des Urlaubs gewarnt. Die Nichtbeachtung von Verkehrsregeln, die Dichte des Verkehrs, der Straßenzustand sowie die für Europäer ungewohnte Fahrweise stellen nicht zu unterschätzende Risikofaktoren dar.
Ab 01.07.2009 gelten folgende strikte Alkoholgrenzen im Straßenverkehr: für Fahrrad- und Motorradfahrer 0,5 Promille, für Autofahrer 0 Promille.
Besonders zwischen Juni und Oktober kommt es vor allem in den Zentralprovinzen und in den Provinzen des Mekong-Deltas, aber auch in einigen Regionen Nordvietnams, zu starken Überschwemmungen, die zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr führen.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Fotografierverbote bestehen in grenznahen Gebieten sowie in der Nähe von strategisch bedeutsamen Punkten (z.B. militärische und funktechnische Anlagen, Flughäfen, Bahnhöfen, Verkehrsknotenpunkten, Zoll- und Polizeistationen, Ministerien etc.) - wobei dieses Verbot nur selten angekündigt ist - sowie Personen in Uniform.
Verhaftungen: die in Vietnam ansässigen Vertretungsbehörden werden meist erst sehr spät von Verhaftungen eigener Staatsbürger informiert. Haftbesuche sind nur selten möglich, Auslieferungsbegehren und Gnadengesuche werden oft negativ beschieden.
Der Konsum von Drogen ist strafbar.
Auf Missbrauch von Minderjährigen stehen lebenslange Haftstrafen oder die Todesstrafe. Die sexuelle Ausbeutung von Kindern, auch wenn sie im Ausland begangen wird, ist strafbar und wird rechtlich in Österreich verfolgt (siehe "Kindesmissbrauch im Zusammenhang mit Tourismus").
Es besteht kein gesetzliches Verbot der Homosexualität in Vietnam, jedoch bleibt das Thema tabu und die Haltung der Bevölkerung ist durch Vorurteile geprägt. In der Öffentlichkeit ist Zurückhaltung angebracht.
Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
