Tansania (de)
- Hauptstadt:
- Dodoma 
- Int. Kennzeichen:
- TZ 
- Sprache
- Kisuaheli 
- Gängige Fremdsprachen:
- Englisch 
- Währung:
- 1 Tansania-Schilling (T.Sh.) = 100 cents (c) 
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- +2 h 
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- +1 h 
- Elektrischer Strom:
- 240 Volt/50 Hertz, dreipolige Stecker (Zwischenstecker erforderlich) 
Besondere Hinweise
Letzte Aktualisierung: 23.07.2010
Auf Sansibar finden im Oktober 2010 Präsidenten- und Parlamentswahlen statt. Während dieser Zeit ist besondere Vorsicht geboten, größere Menschenansammlungen und Demonstrationen sollten unbedingt gemieden werden.
Sicherheit
In Ostafrika besteht erhöhte Gefahr terroristischer Aktivitäten. Es hat wiederholt Hinweise auf geplante Terroranschläge gegen von Ausländern oder westlichen Touristen frequentierte Einrichtungen in Ostafrika gegeben, die auch Tansania betreffen könnten. Reisende werden beim Besuch von touristischen Sehenswürdigkeiten und religiösen Stätten zur Vorsicht aufgerufen.
Politische oder religiöse Versammlungen bzw. Demonstrationen jeder Art sollten unbedingt gemieden werden. Aus Rücksicht auf die örtlichen Gegebenheiten und Gebräuche sollten weibliche Reisende auf freizügige Kleidung verzichten, dieses gilt auch für „Stone Town“, die Altstadt von Sansibar. Einsame Gegenden und Strände abseits von Hotelanlagen sollten aus Sicherheitsgründen auch tagsüber gemieden werden. Erhöhte Vorsicht wird auch bei Stadtrundgängen in Arusha empfohlen.
Grundsätzlich sollten nach Einbruch der Dunkelheit Spaziergänge in den Städten und Überlandfahrten vermieden werden. Besonders Individualreisende sollten bereits bei der Planung der Reiseroute und noch einmal vor Antritt der Reise Informationen bezüglich der Sicherheitsbedingungen einholen, da sich die Sicherheitslage rasch ändern kann.
Reisedokumente, Tickets und größere Bargeldbeträge sollten im Hotelsafe deponiert werden, da es immer wieder zu Diebstählen und Überfällen auf Touristen kommt.
Die Grenzregionen im Nordwesten des Landes weisen aufgrund der Flüchtlingsproblematik ein höheres Überfallsrisiko auf und sollten gemieden werden.
Überfälle von Piraten aus Somalia können auch in den Gewässern um die Seychellen und Madagaskar, sowie vor Kenia und Tansania nicht ausgeschlossen werden. Für aktuelle Informationen wird auf die Website des IMB Piracy Reporting Centre verwiesen.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein.
Einreise
- Visumspflicht: Ja, für Gewöhnliche, Dienst- und Diplomatenpässe
- Visum erhältlich: grundsätzlich wäre bei der auch für Österreich zuständigen tansanischen Botschaft in Berlin das Visum zu beantragen, österreichische Staatsbürger erhalten jedoch bei Einreise (Flughafen, Grenzübergang) gegen eine Gebühr von USD 50,00 oder Euro 50,00 ein entsprechendes Einreisevisum ausgestellt
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Mind. 6 Monate bei der Einreise
- Miteintragung von Kindern: eigener Reisepass empfohlen
- Cremefarbiger Notpass: wird akzeptiert
- Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können.
Bitte beachten Sie auch unter "Impfungen" die Vorschriften bei Einreise aus einem Gelbfieber - Infektionsgebiet!
Einfuhr
Die Mitnahme von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt, doch deklarationspflichtig. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US Dollar oder €. Kreditkarten werden in allen größeren Hotels akzeptiert.
Ausfuhr
Die Ausfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung ist bis zum bei der Einreise deklarierten Betrag erlaubt. Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt. Die Ausfuhr von Gegenständen, die aus dem Material geschützter Tiere hergestellt sind und nicht den Vorschriften des Washingtoner Artenschutzabkommen entsprechen, ist verboten.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Es gibt zwei Regenperioden von März bis Mai und November/Dezember. Die Küstengebiete sind heiß und feucht, während es im Zentralplateau eher trocken ist.
Ratschläge
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen und auch Choleraerkrankungen vermeiden.
Gesundheit
Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem westeuropäischen Standard. Die Zahl der HIV-infizierten Personen ist hoch, Vorsichtsmaßnahmen werden daher dringend empfohlen.
Reisenden werden eine Malariaprophylaxe und strenge Vorsichtsmaßnahmen empfohlen: Wirksamer Insektenschutz, den ganzen Körper abdeckende Kleidung, Insektensprays zum Imprägnieren der Kleidung, Hotels mit Aircondition und/oder nächtens Moskitonetze bei Übernachtungen im Zelt. Fieberhafte Symptome, auch wenn sie erst nach erfolgter Rückkehr in Österreich auftreten, sollten dringend bezüglich einer Malariainfektion abgeklärt werden. Nähere Informationen erteilt das Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01 - 403 8343).
In manchen Nationalparks (Serengeti, Tarangire, u.a.) kann es zu einer Infektion mit der afrikanischen Schlafkrankheit kommen, die durch einen schmerzhaften Biss der Tsetsefliegen übertragen wird. Eine frühzeitige Behandlung der Schlafkrankheit (Trypasomiasis) mit Medikamenten ist anzustreben, um einen Befall des Zentralnervensystems zu vermeiden.
Impfungen
Bei der Einreise aus einem Gelbfiebergebiet ist der Nachweis einer Gelbfieberimpfung erforderlich (internationale Impfkarte). Die Vorschrift bezüglich der Notwendigkeit einer Gelbfieberimpfung kann kurzfristig geändert werden, es wird daher vor allem bei Einreise am Landweg ein Impfschutz dringend empfohlen. Bei Einreise am Flughafen direkt aus Österreich kommend wird derzeit kein Impfschutz gegen Gelbfieber verlangt.
Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und B, Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01 - 403 8343) jedoch für Individualtouristen und bei längeren Aufenthalten sowie Rundreisenden eine vorbeugende Impfung gegen Cholera und eitrige Gehirnhautentzündung, für Individualtouristen und bei längeren Aufenthalten zusätzlich gegen Tollwut. Malariaprophylaxe für das ganze Land wird angeraten.
Vorsicht
Im Allgemeinen genügt die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird dringend empfohlen.
Verkehr
In Tansania gilt Linksverkehr. Bei Autofahrten sind der österreichische Führerschein und bei der Einreise mit dem eigenen PKW die Zulassung sowie eventuell ein Carnet de Passage mitzuführen. Für Leihwagen ist ein internationaler Führerschein zu empfehlen, eine Haftpflichtversicherung ist obligat.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
In Tansania (Festland und Sansibar) unterliegen Homosexualität und Prostitution strengen Haftstrafen. Diese können sogar lebenslänglich ausgesprochen werden, sollten daran Minderjährige beteiligt sein.
Das Außenministerium weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
