Somalia (de)
- Hauptstadt:
- Mogadischu 
- Int. Kennzeichen:
- SO 
- Sprache
- Somali, Arabisch, einheimische Sprachen 
- Gängige Fremdsprachen:
- Englisch, Französisch, Italienisch 
- Währung:
- 1 Somali-Shilling (So.Sh.) = 100 Centesimi (Cnt.) 
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- +2 h 
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt, zweipolige Stecker, keine Schukostecker 
Besondere Hinweise
Letzte Änderung am 19.07.2010
Sicherheit
REISEWARNUNG!
Das Österreichische Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten erteilt Reisewarnung, wenn in einem Land
Krieg, Bürgerkrieg
verhängtes Kriegsrecht
(Bürger)-kriegsähnliche Zustände
herrschen.
Vor Reisen nach bzw. in Somalia wird generell gewarnt.
Ebenso wird vor Schiffsreisen (jegliche Kreuzfahrten und Yachtfahrten) in den Gewässern vor Somalia, im gesamten Golf von Aden bis zur Küste von Jemen und Oman sowie den angrenzenden Gewässern des indischen Ozeans bis hin zu den Seychellen, Kenia und Tansania gewarnt. In diesen Gebieten besteht ein sehr großes Risiko von Piratenangriffen, Kaperungen und Entführungen. Aktuelle Informationen sind unter IMB Piracy Reporting Center abrufbar.
Für westliche Staatsangehörige besteht in ganz Somalia (dies gilt auch für Somaliland und Puntland) ein sehr hohes Entführungsrisiko, ausländische Staatsangehörige werden auch immer wieder Opfer von Mordanschlägen. Außerordentlich gefährlich ist die Lage in Zentral- und Südsomalia, einschließlich des Großraums Mogadischu, wobei jedoch auch in den anderen Landesteilen wie Puntland (Nordosten) und Somaliland (Norden) mit extremer Unsicherheit, Entführungen sowie Terror- und Selbstmordanschlägen gerechnet werden muss, wie die jüngere Vergangenheit gezeigt hat. Auch besteht im ganzen Land die Gefahr von nicht explodierten Minen und Bomben. Die Sicherheitslage im gesamten Land ist darüber hinaus auch durch eine sehr hohe Allgemeinkriminalität gekennzeichnet, der die Sicherheitskräfte kein nachhaltiges Vorgehen entgegen zu setzen haben, da kein funktionierender Polizei- oder Behördenapparat existiert und die Sicherheitssituation weitgehend von Militär- oder Milizverbänden bestimmt wird.
Österreichischen Staatsbürgern, die sich in Somalia aufhalten, wird daher dringend empfohlen, das Land zu verlassen.
Es wird darauf hingewiesen, dass Österreich in Somalia über keine diplomatische oder konsularische Vertretung verfügt. In Not (gesundheitlich, kriminalitätsbedingt) geratenen Österreichern kann daher, solange sie sich auf somalischem Staatsgebiet befinden, keine konsularische Hilfestellung geleistet werden. Die Österreichische Botschaft Nairobi, die grundsätzlich - im Rahmen ihrer Möglichkeiten - die konsularischen Aufgaben für Somalia wahrnimmt, ebenso wie die Vertretungsbehörde in Addis Abeba, weist nachdrücklich darauf hin, dass an Österreichern, die in Somalia in eine Notlage geraten, erst nach Verlassen somalischen Territoriums eine Hilfestellung möglich ist.
Sollte trotz dieser bestehenden Reisewarnung eine Einreise nach Somalia erfolgen, wird empfohlen, mit einem allfälligen Reiseversicherungsanbieter vorab abzuklären, ob ein Versicherungsschutz bzw. eine Rückholversicherung/Krankentransportflug auch für Somalia besteht. Nach derzeitigem Informationsstand sind Krankentransportflüge gar nicht bis nur extrem schwer durchführbar, da eine Landeerlaubnis für private zivile Luftfahrtunternehmen kaum gewährt wird.
Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
