Simbabwe (de)
- Hauptstadt:
- Harare 
- Int. Kennzeichen:
- ZW 
- Sprache
- Englisch, Shishona, Sindebele 
- Währung:
- diverse Hartwährungen wie USD, ZAR, Botswana Pula, Euro 
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- +1 h 
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, dreipolige Rundstecker, Zwischenstecker erforderlich 
Besondere Hinweise
Letzte Aktualisierung: 16.02.2010
Erhöhtes Sicherheitsrisiko
Mit Antritt der Koalitionsregierung hat sich die allgemeine Lage in Simbabwe etwas entspannt. Während der letzten Monate hat sich auch die Versorgung mit Waren und Treibstoff verbessert. Seit der Aussetzung des Simbabwedollars als Landeswährung hat ebenso die Hyperinflation aufgehört. In erster Linie werden der USD und der südafrikanische Rand als Zahlungsmittel verwendet, in Einzelfällen auch andere Fremdwährungen.
Die Gewalt in einzelnen Distrikten hat nachgelassen, jedoch gibt es nach wie vor Gebiete, in denen es zu Gewalttätigkeiten kommt (Ballungsgebiete mit niedrigem Einkommen, sowie auf Farmen, wo seit Februar 2009 gewaltsame Farmbesetzungen zugenommen haben).
Bei Reisen nach Simbabwe, welche grundsätzlich möglich sind, muss von Einschränkungen in einigen Landesteilen ausgegangen werden.
Ausländer dürfen ohne staatliche Akkreditierung nicht über die Entwicklung im Land berichten.
Die tief greifende wirtschaftliche und soziale Krise ist weiterhin spürbar, jedoch ist seit Antritt der Koalitionsregierung eine spürbare Besserung der Lage in wichtigen Bereichen (Inflation, Versorgungslage) eingetreten.
Die Versorgung mit Strom und Trinkwasser ist weiterhin nur teilweise gesichert. Telefonverbindungen (Festnetz und Mobil) funktionieren nach dem Zufallsprinzip. Aufgrund der Straßenverhältnisse und lokalen Fahrweise kommt es oft zu schweren Verkehrsunfällen.
Auf dem Flughafen von Harare sind vermehrt Taschendiebstähle zu verzeichnen. Reisepässe und wichtige Dokumente sollten möglichst sicher verwahrt werden, eine Fotokopie des Reisepasses sollte immer mitgeführt werden.
Bei Einbruch der Dunkelheit besteht erhöhtes Überfallrisiko besonders an roten Ampeln und unbeleuchteten Kreuzungen. Bei allen Fahrten sollten die Fahrzeuge von innen verriegelt werden. Große Vorsicht ist auch bei Überlandfahrten geboten. Menschenansammlungen sind grundsätzlich zu meiden! Es kann jederzeit zu Kundgebungen, welche von gewaltsamen Zusammenstössen zwischen den unterschiedlichen Interessensgruppen bzw. Sicherheitskräften begleitet werden, kommen. Fotografieren sollte unbedingt unterlassen werden.
Es wird weiterhin empfohlen, bei Reisen nach Simbabwe vorab Informationen zur aktuellen Sicherheitslage bei der Österreichischen Botschaft in Harare einzuholen.
Touristenreisen sollten nur in die bekannten Reisezentren und mit Reiseagenturen unternommen und ungeplante Änderungen den Reiseagenturen mitgeteilt werden.
Es wird ausdrücklich davor gewarnt (Roh-)Edelsteine und Edelmetalle zu erwerben. Edelsteine und –metalle dürfen nur in verarbeiteter Form mit den erforderlichen Papieren bzw. Prägestempeln gehandelt bzw. in Besitz genommen werden.
Einreise
Zur Einreise nach Simbabwe wird ein Visum benötigt. Dieses wird bei Einreise an den Flughäfen in Harare, Bulawayo und Victoria Falls sowie an den Grenzübergängen erteilt. Visa kosten zurzeit USD 30,- für einmalige- bzw. USD 45,- für eine zweimalige Einreise. Auf Grundlage eines erklärenden Schreibens kann für USD 55,- ein Visum für mehrmalige Einreisen beantragt werden. Visumverlängerungen können in Harare beim Department of Immigration, Liquenda House, Nelson Mandela Avenue, beantragt werden.
Der Reisepass muss bei der Einreise noch gültig sein. Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Bargeld für den Aufenthalt nachweisen können.
Einfuhr
2009 wurde als offizielle Währung u.a. der USD eingeführt. Die Mitnahme von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt (Deklaration empfohlen). Es empfiehlt sich die Mitnahme von US Dollar, EURO oder Rand in bar (inklusive kleiner Geldnoten), Reiseschecks oder Kreditkarten sind großteils nicht verwendbar. Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden. Die Einfuhr von landwirtschaftlichen Erzeugnissen bedarf einer Genehmigung.
Die Einfuhr von persönlichen Jagdwaffen (Gewehren) für eine Jagdsafari mit dazugehörender Munition ist erlaubt. Für diese Einfuhr ist eine befristete Erlaubnis (Temporary Import Permit) notwendig, welche man an jedem internationalen Flughafen von Simbabwe erhalten kann. Die Einfuhr von automatischen Langwaffen sowie von Faustfeuerwaffen ist nicht erlaubt.
Ausfuhr
Die Mitnahme von Fremdwährung ist bis zum bei der Einreise deklarierten Betrag erlaubt.
Zollvorschriften:
Bei der Ausfuhr einer größeren Menge an Kunsthandwerk und Shona - Skulpturen, die zum Verkauf vorgesehen sind, muss unbedingt eine Genehmigung der Zollbehörde vorgelegt werden. Da die Vorschriften sich ständig ändern, empfiehlt es sich direkt beim Zoll in Harare Auskünfte einzuholen.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Subtropisches Klima ohne Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur mit einem Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Die Regenzeit dauert von November bis April.
In den höher gelegenen Landesteilen, einschließlich der Hauptorte Harare und Bulawayo, sind die Temperaturen eher gemäßigt.
Von Mai bis August ist das Wetter kühl und trocken, im Juni und Juli ist es abends und nachts empfindlich kalt. Die heißesten Temperaturen sind im September und Oktober zu verzeichnen.
In den niedrigeren Regionen im Norden und Süden des Landes sind die Temperaturen allerdings erheblich höher.
Gesundheit
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung, welche die Kostenübernahme eines medizinisch notwendigen Rücktransportes nach Österreich beinhaltet, wir dringend angeraten!
Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten entspricht die Lage in den privaten Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard. Die medizinische Versorgung in den staatlichen Krankenhäusern bleibt aufgrund der mangelhaften Ausstattung weiterhin problematisch. Auf Grund der enorm hohen Rate an HIV-Infizierten (Schätzungen von bis zu 25% der Gesamtbevölkerung) und der unzureichenden medizinischen Ausrüstung in Spitälern, ist von Operationen abzuraten.
Privatkliniken behandeln Patienten nur bei Vorauszahlung. In den Apotheken gibt es zwar importierte Medikamente, es müssen jedoch dafür sehr hohe Preise bezahlt werden. Es wird empfohlen, Medikamente für den persönlichen Bedarf für die Dauer des Aufenthaltes mitzubringen.
Aufgrund einer Choleraepidemie im Winter 2008/2009 wird weiterhin auf strikte Einhaltung von Hygienemaßnahmen hingewiesen. Bei Auftreten von Durchfallerkrankungen sollte sofort ein Arzt zu Rate gezogen werden.
Malariaprophylaxe für das ganze Land unter 1200m Seehöhe wird angeraten.
Malaria tritt im Sambesital, an den Viktoriafällen, Hwange National Park, etc. auf.
Das Wasser in den Flüssen und Dämmen ist nicht zum Schwimmen geeignet, weil es mit Bilharzia infiziert ist. Die Mitnahme einer Reiseapotheke wird dringend empfohlen.
Impfungen
Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer bei der Einreise über ein Infektionsgebiet bei Gelbfieber.
Das Institut für Tropenmedizin in Wien empfiehlt jedoch neben einem Basisschutzprogramm für alle Reisende (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und Typhus) noch Impfung gegen Cholera, Hepatitis B und Tollwut.
Verkehr
Die Versorgung mit Treibstoff hat sich landesweit gebessert.
In Simbabwe herrscht Linksverkehr.
Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz, lokale Taxis, Mietwagen, Eisenbahnen und Busverbindungen. Das Hauptstraßennetz ist asphaltiert und teilweise schlecht erhalten. Die Nebenstraßen sind zumeist nicht asphaltiert (Allradantrieb wird empfohlen). Vor Überlandfahrten mit öffentlichen Bussen wird gewarnt, da diese wegen Mangel an Ersatzteilen sehr schlecht gewartet sind. Desgleichen wird vor Reisen mit dem Zug gewarnt. Es kommt wiederholt wegen schlechter Wartung zu schweren Unfällen. Notärztliche Versorgung ist kaum noch vorhanden.
Bei Autofahrten sind der österreichische Führerschein und die Zulassung mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden. Ein Temporary Import Permit ist kostenlos an der Grenze erhältlich. Auf vielen Strassen sind von der Polizei errichtete mobile Straßensperren häufig. Bei Anhaltung muss zumeist der Führerschein vorgezeigt werden. Auf dem höherrangigen Straßenetz wird für einzelne Abschnitte eine Benutzungsgebühr in Höhe von USD 1,00 pro PKW eingehoben.
Vorsicht! Bei Nahen der Autokolonne des Präsidenten ist unbedingt sofort anzuhalten.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Homosexualität wird von der derzeitigen Regierung öffentlich verurteilt und wie in vielen anderen afrikanischen Ländern auch traditionell als unmoralisch empfunden. Zusammenwohnen von Paaren (verheiratet oder nicht) in Hotels ist kein Problem.
Das Fotografieren von öffentlichen Gebäuden ist strengstens untersagt. Es wird deshalb empfohlen, in deren Nähe das Fotografieren zu unterlassen.
Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten weist darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
