Peru (de)
- Hauptstadt:
- Lima 
- Int. Kennzeichen:
- PE 
- Sprache
- Spanisch, Ketchua und Aymara 
- Gängige Fremdsprachen:
- keine (am ehesten noch Englisch) 
- Währung:
- 1 Neuer Sol (S/.) = 100 Céntimos (c) 
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- -6 h 
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- -7 h 
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/60 Hertz Wechselstrom, Flachstecker 
Besondere Hinweise
Letzte Aktualisierung: 10.06.2010
Im Norden Perus treten Fälle von Dengue-Fieber auf. Es wird empfohlen, bei Reisen in die gefährdeten Gebiete besondere Vorsicht walten zu lassen (Schutz gegen Stechmücken, langärmelige Kleidung usw.). Dengue-Fieber kann einen tödlichen Verlauf haben.
Im Mai 2010 kenterte ein Amazonasschiff in der Provinz Loreto. Mehr als 60 Personen starben bei dem Unglück, dessen Ursache die Überladung des Schiffs war. Reisenden wird daher empfohlen, von Flussfahrten mit Billiganbietern und informellen Betreibern abzusehen.
Nachdem es in Nazca in den letzten Jahren mehrmals zu technischen Zwischenfällen und sogar zu zwei Flugzeugabstürzen gekommen ist, wird von Rundflügen zur Besichtigung der Nazca-Linien eher abgeraten. 2008 starben fünf französische Touristen, im Februar 2010 forderte der Absturz eine Cessna sieben Todesopfer. Insgesamt bieten 14 Fluglinien in Nazca ihre Dienste an. Es wird zwar immer wieder versichert, dass regelmäßig technische Überprüfungen durchgeführt werden. Durch die wiederholten Vorfälle kann aber die Sicherheit der Passagiere offenbar nicht garantiert werden. Alternativ können einige der Nazca-Linien von einem nahe gelegenen Aussichtsturm (Mirador) besichtigt werden.
Busunfälle sind in Peru relativ häufig. Aus Sicherheitsgründen wird empfohlen, Fahrten mit dem Auto oder dem Bus während Tageslicht durchzuführen.
Sicherheit
Auf die allgemein erhöhte Sicherheitsgefährdung wird hingewiesen.
Größtes Sicherheitsproblem für Reisende nach Peru ist die hohe Kriminalität (Diebstahl, Raubüberfälle, auch Entführungen), vor allem in den von Touristen stark frequentierten Städten wie Lima, Cusco, Trujillo, Arequipa, Puno oder Huaraz. Elendsviertel in Großstädten sollten gemieden werden.
Wegen anhaltender sozialer Unzufriedenheit in der Bevölkerung kommt es im Land immer wieder zu Protestaktionen. Kurzfristig durch Demonstranten errichtete Straßensperren können den Reiseverkehr beeinträchtigen. Es sollte keinesfalls versucht werden, Absperrungen mit Gewalt zu durchbrechen. Da es immer wieder zu Ausschreitungen kommt (Tränengaseinsatz, Steinwurf) sollten Demonstrationen gemieden werden.
Reisenden wird grundsätzlich angeraten, sich über die aktuellen Bedingungen und die Sicherheitslage in Peru kurzfristig vor Reiseantritt zu erkunden bzw. sich nochmals vor Ort bei den lokalen Sicherheitsbehörden oder bei den lokalen Reiseveranstaltern zu informieren.
Generell wird Reisenden geraten, die Gebiete des Urubamba-, Huallaga-, Apurimac- und Ene-Flusses (VRAE) sowie die angrenzenden Gebiete und Nebentäler nicht zu bereisen, da in dieser Region vereinzelt bewaffnete Gruppen der Drogenmafia aktiv sind, von denen Touristen bisher jedoch nicht betroffen waren. Im April und Mai 2010 wurde vermehrt von bewaffneten Aktionen durch Mitglieder der Guerillaorganisation Leuchtender Pfad in der Region berichtet. Allerdings sprach der regionale Polizeichef im Mai 2010 davon, dass der Leuchtende Pfad um 70% geschrumpft sei, sowohl Waffen, Mitglieder als auch Territorium betreffend. In den von Touristen gewöhnlich bereisten Gebieten besteht keine besondere Gefährdung. Zur Aufrechterhaltung der inneren Sicherheit wird auch auf die Streitkräfte zurückgegriffen.
In folgenden Gebieten im Landesinneren wurde daher vor allem zur Bekämpfung des Drogenanbaus der Ausnahmezustand ausgerufen:
Seit 05/2004, zuletzt verlängert am 14.01.2009:
- Departamento Ayacucho: Provinzen Huantar und La Mar,
- Departamento Huancavelica: Provinz Tayacaja,
- Departamento Cuzco: Bezirke Quimbiri, Pichari und Vilcabamba in der Provinz La Convención (die touristischen Ziele der Region Cuzco befinden sich nicht in dieser Provinz),
- Departamento Junin: Provinzen Satipo, Concepción (nur Distrikt Andamarca und Comas) und Huancayo (nur Distrikt Santo Domingo de Acobamba und Parihuanca)
Seit 02.07.2007, zuletzt verlängert am 2.3.2009
- Departamento Huánuco: Provinzen Marañón (Bezirk Cholon), Leonico Prado und Huamalies (Bezirk Monzón)
- Departamento San Martín: Provinz Tocache
- Departamento Ucayali: Provinz Padre Abad
Teile des Grenzgebiets zu Ecuador sind noch vermint, besonders in der Nähe militärischer Einrichtungen. Halten Sie sich strikt an die asphaltierten und häufig benutzten Strassen. Zum Schutz vor terroristischen Anschlägen wurden Ende der 80er Jahre zahlreiche Masten von Hochspannungsleitungen mit Minen gesichert. Solche Minenfelder sind in der Regel markiert.
Besondere Vorsicht bei Drogenkriminalität ist angebracht. Rauschgiftdelikte werden mit langjährigen Haftstrafen geahndet. Die Haftbedingungen in peruanischen Gefängnissen stellen für Europäer eine hohe Belastung dar. Mitnahme bzw. Transport von Gegenständen für Dritte ohne Kenntnis des Inhalts kann daher verhängnisvolle Folgen haben. Lassen Sie schon aus diesem Grund Ihr Gepäck nie unbeaufsichtigt. Seien Sie vorsichtig bei Personen, die während Ihrer Reise Ihr Vertrauen erwecken wollen. Nehmen Sie auf keinen Fall Aufträge (etwa Mitnahme von Geschenken für Dritte) entgegen.
In der Vergangenheit wurden ausländische Bergwanderer von maskierten Personen überfallen. In den letzten Monaten sind zwar keine neuen Vorfälle mehr bekannt geworden, doch wird Reisenden empfohlen, sich bei der örtlich zuständigen Polizei vorher über die Sicherheitslage zu informieren. Wanderungen sollten besser in Gruppe erfolgen. Seit einem Überfall auf eine Gruppe ausländischer Touristen am „Inka Trail“ von Cusco nach Machu Picchu führen die lokalen Behörden dort erhöhte Sicherheitskontrollen durch.
In den Großstädten und Touristenzentren wie Lima, Cusco, Trujillo, Arequipa, Huaraz oder Puno sollte wegen der starken Kriminalität (Überfälle, Trickverbrechen wie die Verabreichung von Getränken, die mit Betäubungsmitteln versetzt sind, bzw. sogar Entführungen!) nur wenig Bargeld mitgeführt werden, Dokumente sollten fotokopiert werden und auf das Tragen von Schmuck und teuren Uhren verzichtet werden.
Generell ist besondere Vorsicht nach Einbruch der Dunkelheit geboten. Abstecher durch dunkle Seitengassen sollten jedenfalls vermieden werden. Frauen wird abgeraten, alleine unterwegs zu sein, da auch die Gefahr von Gewalt- und Sexualverbrechen gegeben ist. In Puno kam es zu Raubüberfällen auf dem Aussichtspunkt "Kuntur Wasi". Auch österreichische Staatsbürger wurden Opfer dieser Überfälle.
Angebote von selbsternannten "Reiseführern" sollten besser abgelehnt werden. Besonders in den großen Flughäfen kommt es vor, dass Diebe sich als Reiseführer oder Vertreter von Reisebüros ausgeben. In letzter Zeit kommt es vermehrt zu Überfällen nach Abhebungen an Bankomaten. Diese sollten deshalb immer bei Tageslicht durchgeführt werden bzw. sollten dafür Bankfoyers aufgesucht werden.
Es wird aus Sicherheitsgründen empfohlen, nur auf Taxis von offiziell zugelassenen Unternehmen zurückzugreifen, falls möglich nach telefonischer Vorbestellung. Es wird abgeraten, Mitfahrgelegenheiten, wie Taxis oder andere Privattransporte, mit unbekannten Drittpersonen oder zufälligen (Reise)Bekanntschaften zu teilen. „Falsche“ Taxis sind auch für die sog. „Kurzzeitentführungen“ („secuestros exprés“) von Touristen verantwortlich, denen in der Regel alle Wertsachen und Papiere abgenommen werden. Weiters wird dringend empfohlen, Reisedokumente und Wertsachen unmittelbar am Körper zu tragen. Bei der Ankunft am Flughafen Jorge Chávez in Lima können bei den dafür eigens eingerichteten Schaltern z. B. in der internationalen Ankunftszone registrierte Taxis bzw. Mietwagen reserviert werden. Es wird empfohlen, gemeinsam mit dem Taxifahrer auszusteigen, um die Gepäckstücke entgegen zu nehmen.
Von Nachtfahrten mit Personenkraftwagen oder öffentlichen Verkehrsmitteln (schlechte Strassen, Gefahr von Überfällen) und Fahrten in der Dämmerung wird daher abgeraten; Auf Überlandstrassen im Landesinneren kann es auch zu Überfällen auf reguläre Städtebusse kommen. Die meisten dieser Überfälle sind zwischen 22:00 und 05:00 zu verzeichnen. Es sollten auf jeden Fall nur große und bekannte Busunternehmen in Anspruch genommen werden, die relative Sicherheit bieten. Auch Österreicher wurden bereits Opfer solcher Verbrechen. Reisen nach Iquitos sind nur mit dem Flugzeug ratsam.
Peru liegt in einer ausgesprochenen Erdbebenzone. Erdstöße geringer Intensität kommen häufig vor, aber auch starke Beben sind nicht auszuschließen. Zuletzt wurde am 15. August 2007 in der Provinz Ica ein Erdbeben mit der Stärke 8,0 verzeichnet, das Hunderte Todesopfer forderte. Haiti und Chile, die ebenfalls auf der „Nazca-Linie“ liegen, wurden Anfang 2010 Opfer schwerer Erdbeben, jenes in Chile war auch in Peru spürbar („kleiner Tsunami“ an der Südküste). Es wird empfohlen, sich über richtiges Verhalten im Falle eines Erdbebens zu informieren. Informationen dazu erhalten Sie auf der Homepage des nationalen US – Geologieinstituts (Informationen auf Englisch). http://earthquake.usgs.gov/
Badende sollten sich bewusst sein, dass die Pazifikküste eine starke Strömung und einen sehr hohen Wellengang hat.
Jedem Reisenden, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen. Bei Problemen sollte die Botschaft kontaktiert werden. Zudem besteht in Peru eine Touristenpolizei (Policía de Turismo y Ecología), kontaktierbar unter (01)460 1060, (01)460 0844 (Notruf Touristenpolizei Lima) oder e-mail: dirture.sec(at)pnp.gob.pe. Bei dringenden Fällen kann auch die Mobilnummer (01)99755 9188 kontaktiert werden.
Einreise
Touristen können sich bis zu 90 Tage in Peru aufhalten. Bei Ausreise und nochmaliger Einreise sind nochmals 90 Tage Aufenthalt möglich. Maximale Aufenthaltsdauer pro Jahr als Tourist: 180 Tage. Die Beantragung eines Visums ist für einen touristischen Aufenthalt nicht erforderlich; dieses wird bei Einreise erteilt. Es sollte darauf geachtet werden, dass die beabsichtigte Aufenthaltsdauer durch die Beamten der peruanischen Einwanderungsbehörde im Pass und auf dem (stets auszufüllenden!) Einreisezettel (Tarjeta Internacional de Embarque/Desembarque, auch:„Tarjeta Andina“) vermerkt wird. Es kann andernfalls vorkommen, dass die Beamten der Einwanderungsbehörde die Aufenthaltserlaubnis im Pass willkürlich auf z.B. 30 Tage begrenzen, obwohl ein Aufenthalt von beispielsweise 45 Tagen geplant ist. Der Reisepass muss bei der Einreise noch 6 Monate gültig sein. Weiterführende Informationen erhalten Sie auf folgender Homepage der peruanischen Einwanderungsbehörde (Spanisch) www.digemin.gob.pe
Bitte achten Sie stets auf den eigenen Pass, da dessen Verlust erhebliche Probleme mit sich bringt. U.a. ist eine Passverlustanzeige ("denuncia"). bei der peruanischen Nationalpolizei für die Wiederausreise erforderlich. Es wird empfohlen, eine beglaubigte Kopie des Passes anzufertigen und gesondert aufzubewahren! Nach peruanischen Vorschriften muss stets ein gültiges Personalpapier mitgeführt werden.
Bei der Ausreise ist eine Flughafensteuer in der Höhe von derzeit 31,- USD zu entrichten. Für Inlandsflüge sind 6,82 USD (am Internationalen Flughafen Jorge Chávez in Lima) zu bezahlen. Dieser Betrag kann auch in peruanische Soles bezahlt werden.
Einfuhr
Unbeschränkte Einfuhr von Landes- und Fremdwährung. Es empfiehlt sich die Mitnahme von Bargeld (EURO und US Dollar) oder Kreditkarten (für bessere Hotels und Geschäfte der gehobenen Kategorie). In Wechselstuben in Lima ist der Kauf und Verkauf von Euro möglich, für Reisen außerhalb Limas empfiehlt sich die Mitnahme von US Dollar in bar. In ländlichen Regionen sollte Bargeld in kleine Stückelungen mitgenommen werden, da oftmals kein Retourgeld gegeben werden kann.
Beachten Sie, dass ab dem 01. August 2007 auch am Internationalen Flughafen von Lima keine Flüssigkeiten von mehr als 100 ml (Getränke, Nahrungsmittel mit hohem Flüssigkeitswert, Gels, Cremen, Parfums, Lotions, Spraydosen....) im Handgepäck transportiert werden dürfen. Lediglich im Duty Free gekaufte Waren unterliegen keinen Beschränkungen.
Gegenstände für den persönlichen Bedarf und Geschenke können bis zu einem Gegenwert von US Dollar 300 zollfrei eingeführt werden.
Reisende können unter anderem Toilettartikel, 1 tragbaren Haarföhn, 1 elektrisches Rasiergerät, 1 Fotoapparat oder 1 Digitalkamera und bis zu 5 Filmrollen, 1 tragbare Videokamera und bis zu 5 Filmkassetten, Medikamente für Eigengebrauch, 200 Stück Zigaretten, 3 Liter Spirituosen, 1 tragbaren Radioempfänger oder tragbares Abspielgerät sowie 1 Laptop zollfrei mit sich bringen. Bei der Einreise ist eine Zollerklärung zu unterschreiben. Ein Verstoß kann mit hohen Geldstrafen belegt werden. Informationen über Zollvorschriften in Peru finden sich auf der Webseite der peruanischen Obersten Zollbehörde (auf Spanisch und Englisch). www.aduanet.gob.pe
Ausfuhr
Unbeschränkte Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung. Bei Rücktausch von Landes- in Fremdwährung muss die Umtauschbestätigung vorgelegt werden. Die Ausfuhr von Altertümern (vor allem vorkolumbianischer Keramik oder Bilder aus der Kolonialzeit) ist streng verboten und wird genau kontrolliert. Dasselbe gilt für lebende oder präparierte exotische Tiere.
Bitte beachten Sie, dass nach internationalen Konventionen allein die Mitnahme über die Grenze (auch des unbearbeiteten!) Kokablatts untersagt ist. Daher werden bei der Einreise nach Österreich bereits kleine Mengen in Peru legal erworbenen Koka-Tees oder anderer Produkte mit Kokablättern von den österreichischen Zollbehörden beschlagnahmt und können Geldstrafen nach sich ziehen.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Die Jahreszeiten sind gegenüber Europa um 6 Monate verschoben, der Winter entspricht demnach dem europäischen Sommer und umgekehrt.
In der Küstenregion gemäßigtes und feuchtes Klima mit der heißesten Jahreszeit von Dezember bis März. Winternebel von Mai bis November, das ganze Jahr über hohe Luftfeuchtigkeit. In der Andenregion ("Sierra") variiert das Klima entsprechend der Höhenlage. Mai bis Oktober trocken, häufige Regenfälle von November bis April. In der Regenzeit kommt es immer wieder zu Überschwemmungen und Murenabgängen, wodurch die Gefahr besteht, zumindest kurzfristig von der Außenwelt abgeschnitten zu werden. Das betrifft auch die Region Cusco, wo im Jänner 2010 Überschwemmungen die Verbindungen zu Machu Picchu für viele Wochen unterbrachen und zahlreiche TouristInnen vorübergehend in Aguas Calientes eingeschlossen waren. In der Amazonasregion herrscht tropisches Klima mit sehr hohen Temperatur- und Luftfeuchtigkeitswerten vor.
Periodisch tritt in Peru das El Niño-Phänomen auf, wodurch es zu starken Regenfällen in der Sierra, aber auch an der sonst sehr trockenen Nordküste von Peru (Gefahr von Überschwemmungen) kommen kann. In manchen Jahren verursacht El Niño genau das Gegenteil und verursacht Dürresituationen in den peruanischen Anden.
Ratschläge
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Dies gilt insbesondere auch für die extremen Höhenlagen (Cuzco auf 3.400m, Arequipa auf 2.335m, Colca 3.400m, Puno/Titicacasee auf 3.800m). Der Sauerstoffmangel stellt größere Anforderungen an Herz und Kreislauf. Körperliche Anstrengungen, Alkohol und Rauchen sollten in diesen Höhenlagen möglichst vermieden werden, da jedenfalls mit der Höhenkrankheit (soroche) gerechnet werden muss.
Gesundheit
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere körperliche Belastungen vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Dies gilt insbesondere für die extremen Höhenlagen (Cusco auf 3.400m, Arequipa auf 2.335m, Colca 3.400m, Puno/Titicacasee auf 3.800m). Der Sauerstoffmangel stellt größere Anforderungen an Herz und Kreislauf. Körperliche Anstrengungen, Alkohol und Rauchen sollten in diesen Höhenlagen möglichst vermieden werden, da jedenfalls mit der Höhenkrankheit (soroche) gerechnet werden muss.
Auf Grund der klimatischen Verhältnisse ist damit zu rechnen, dass Malaria und – sehr selten – Typhus und Cholera auftritt. Eine echte Gefahr stellen diese Krankheiten jedoch nur in den Armenvierteln der Städte und in entlegenen Landesteilen dar. Dengue gibt es v.a. im Amazonasgebiet und in den feuchten Bergwäldern, aber auch in den Armenvierteln („Pueblos Jóvenes“) Limas. Diese Krankheit tritt speziell während oder nach Regenzeiten auf. Zur Behandlung muss ein Krankenhaus aufgesucht werden. Weitere Informationen erhalten Sie auf der AuslandsösterreicherInnen-Website (www.aoe-ratgeber.at) unter der Rubrik Gesundheit.
In den Urwaldgebieten des Amazonas besteht eine Gefährdung durch die üblichen Tropenkrankheiten, verursacht durch Parasiten, Würmer, Amöben und Insekten. Eine Untersuchung in einem qualifizierten Tropeninstitut nach der Rückkehr ist ratsam.
Die medizinische Betreuung ist in der Hauptstadt ausreichend, sonst aber eher unzureichend. Manchmal kommt es zu Engpässen bei Medikamenten. Peruanische Krankenhäuser verlangen bei der Aufnahme ein Depot zwischen 3.000,-- – 5.000,-- peruanischen Soles (rd. EUR 660,-- –1.200,--), je nach notwendiger Behandlung. Eine in Lima anerkannte Kreditkarte (Diners, VISA, Mastercard, AMEX) kann als Garantie hinterlegt werden.
In der Küstenregion besteht ein Reizklima, das von Personen, die zu Bronchialerkrankungen neigen oder Asthmatiker sind, eher gemieden werden sollte. Augenleiden und Hautkrankheiten sind häufig.
Impfungen
Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer bei der Einreise über ein Infektionsgebiet bei Gelbfieber (ansonsten allen Reisenden empfohlen). Von Reisenden, die aus Peru oder Bolivien kommen, wird für die Einreise nach Brasilien die Vorlage einer gültigen Gelbfieberimpfung verlangt. Eine Mitnahme eines Impfausweises wird empfohlen, da dieser von den Grenzbehörden verlangt werden kann.
Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und B, Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01/ 403-83-43) für Individualtouristen sowie bei längeren Aufenthalten eine vorbeugende Impfung gegen Cholera und Tollwut. Malariaprophylaxe für ländliche Gebiete in den Andentälern, den Regionen Loreto, Ucayali und Piura und Iquitos sowie im Amazonasgebiet wird angeraten. Malariafrei sind Lima, Cusco, Machu Picchu und Ayacucho.
Vorsicht
Im Allgemeinen genügt die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen.
Stellenweise herrschen mangelhafte sanitäre und hygienische Verhältnisse. In Restaurants sollte man daher nur schälbares Obst verzehren. Auf Salate und einheimische Weichkäse-Sorten (Malta-Fieber!) sollte ebenfalls verzichtet werden. Vorsicht beim Verzehr von Fisch- und Muschelgerichten. Bevorzugen Sie Getränke in geschlossenen Flaschen und lassen Sie sich diese immer erst am Tisch öffnen. Leitungswasser sollte nicht getrunken werden.
Die Verwendung von guten (Optiker-) Sonnenbrillen ist für Personen mit empfindlichen Augen, besonders an der Küste und im Gebirge (UV-Strahlung), unerlässlich.
Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
In den Bergregionen besteht während der Regenzeit (ungefähr von November bis Mai) die Gefahr von Hang- und Bergrutschungen, die zu Behinderungen der Verkehrsverbindungen führen können.
Der öffentliche Verkehr konzentriert sich auf Flugverbindungen und Reisebusse. Die Preise sind mäßig, aber je nach Komfortkategorie verschieden. Die (touristischen) Hauptverkehrsverbindungen können in sehr bequemen Bussen (bus cama) bewältigt werden. Auf Nebenstrecken muss man sich auf z.T. unasphaltierte Strassen und alte, unbequeme Busse einstellen.
Busreisen können sowohl technisch als auch wegen der Sicherheitslage gefährlich sein und sollten besser vermieden werden. Das peruanische Transportministerium publiziert auf der Internetseite www.mtc.gob.pe eine Liste der Busunternehmen mit den meisten Unfällen (Spanisch). Die Nebenstrecken ins Landesinnere gelten durchwegs als unsicher. Die hohe Unfallsquote der Busse (mit zahlreichen Todesopfern!) ist allgemein bekannt. Für Reisen innerhalb von Peru sollte daher möglichst das Flugzeug benützt werden. Falls Reisen auf dem Landweg erfolgen sollten, wird angeraten, renommierte Transportunternehmen in Anspruch zu nehmen.
Problematisch sind auch Fahrten im Mietwagen, da man im Falle einer Panne nur schwer vertrauenswürdige Hilfe findet.
Verkehrsstrafen sind keinesfalls direkt an den Polizeibeamten zu bezahlen, sondern in Lima an die SAT (Servicio de Administración Tributaria) und in den Provinzen an die Filialen der peruanischen Nationalbank.
Der österreichische Führerschein kann bis zu 6 Monate nach Einreise verwendet werden. Nach 6 Monaten muss eine Führerscheinprüfung absolviert werden.
Im Amazonasgebiet verkehren Flussboote.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Homosexualität ist in Peru zwar legal, die allgemeine Einstellung ist jedoch eher konservativ. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften werden nicht anerkannt.
Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
