Papua-Neuguinea (de)
- Hauptstadt:
- Port Moresby 
- Int. Kennzeichen:
- PG 
- Sprache
- Englisch, Pidgin und Motu, sowie über 700 Papua-Sprachen 
- Währung:
- 1 Kina (K) = 100 Toea (t) 
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- +9 h 
Besondere Hinweise
Letzte Aktualisierung am 07.05.2010
Erhöhtes Sicherheitsrisiko
Anlässlich des Cholera-Ausbruchs mit Todesfolgen hat die Regierung von Papua Neuguinea den nationalen Notstand ausgerufen. War zunächst vor allem die Provinz Morobe betroffen, hat die Krankheit nun auch die Hauptstadt Port Moresby erreicht und dort einen epidemischen Verlauf entwickelt. Neben der Cholera werden derzeit vermehrt Fälle der saisonalen Grippe und Dysenterie festgestellt.
HIV/AIDS stellt ein zunehmendes und außerordentlich ernsthaftes Problem dar.
In der Oro-Provinz wurde im November 2007 nach dem Wirbelsturm Guba der Ausnahmezustand ausgerufen. Die lokale Infrastruktur, inkl. Straßen- und Kommunikationsverbindungen, ist teilweise immer noch beeinträchtigt.
Sicherheit
Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen.
Bewaffnete Raubüberfälle, Einbrüche, Vergewaltigungen sowie Auto- und Entreissdiebstähle, bei denen sich die Täter oft durch eine hohe Gewaltbereitschaft auszeichnen, sind häufig. Besonders hoch ist die Verbrechensrate in den Städten Port Moresby, Mt. Hagen und Lae.
Von Individualreisen wird abgeraten, Reisen sollten nur als organisierte Gruppenreisen mit ortskundiger Begleitung durchgeführt werden.
Allein reisende Frauen setzen sich besonderen Risiken aus.
Nach Einbruch der Dunkelheit sollten keine Spaziergänge, Fahrten oder Reisen über Land unternommen werden.
Überlandreisen, speziell im Hochland, wo es zu Auseinandersetzungen zwischen ethnischen Gruppen kommen kann, sollten grundsätzlich vermieden werden.
Besondere Vorsicht ist trotz des Abschlusses eines Friedensabkommens zwischen der Regierung und den Unabhängigkeitskämpfern bei Reisen auf die Insel Bougainville geboten.
Die Gebirgsgegend um die alte Panguna-Mine in Zentral-Bougainville ist Verbotsgebiet, von dessen Betreten ausdrücklich abgeraten wird.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.
Einreise
- Visumspflicht: Ja, für Gewöhnl. Reisepässe, Dienst- u. Diplomatenpässe
- Visum erhältlich: Die Erteilung eines Touristenvisums mit 30-tätiger Gültigkeit ist grundsätzlich bei Einreise am Flughafen von Port Moresby möglich; Die vorherige Beantragung bei der für Österreich zuständigen Vertretungsbehörde, i.e. die Botschaft von Papua-Neuguinea in Belgien, Avenue de Tervuren 430, 1150 Brüssel, Tel. (+32/2) 779 0609, Fax (+32/2) 772 7088, E-Mail: kundubrussels(at)skynet.be , wird aber empfohlen
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Zumindest 6 Monate bei Einreise
- Cremefarbener Notpass: Wird akzeptiert, sofern Gültigkeitsdauer gegeben
- Miteintragung v. Kindern: Ja, bis zum vollend. 18. Lebensjahr akzeptiert; empfohlen wird eigener Reisepass
Einfuhr
Unbeschränkte Einfuhr von Landes- und Fremdwährung. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US Dollar in bar, Travellerschecks oder Kreditkarten.
Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden (dazu gehören auch wahlweise 260 Zigaretten, 250 Gramm Zigarren oder Tabak sowie 1 Liter Alkohol).
Die Einfuhr von tierischen Lebensmitteln (außer von Neuseeland und Australien) ist verboten, die Einfuhr von Tieren, Pflanzen und deren Verarbeitungsprodukten ist genehmigungspflichtig.
Ausfuhr
Die Ausfuhr von Reiseschecks ist erlaubt, jene von Landes- und Fremdwährung hingegen bewilligungspflichtig. Die Ausfuhr von Tieren und Pflanzen ist verboten.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Ganzjährig feucht-heißes Tropenklima ohne größere Temperaturschwankungen.
Von November bis März Nordwest-Monsun, von April bis Oktober Südost-Passat.
Ratschläge
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden.
Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten.
Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Gesundheit
Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der mangelhaften Versorgung mit Medikamenten entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem westeuropäischen Standard. Das öffentliche Gesundheitswesen ist nur sehr eingeschränkt vorhanden.
Im Hinblick auf die unzureichende medizinische Ausrüstung in Spitälern ist von Operationen abzuraten. Bei schweren Erkrankungen bzw. Unfällen ist der Rücktransport nach Österreich (allenfalls auch nach Australien oder Neuseeland) angeraten.
Anlässlich des Cholera-Ausbruchs mit Todesfolgen hat die Regierung von Papua Neuguinea den nationalen Notstand ausgerufen. War zunächst vor allem die Provinz Morobe betroffen, hat die Krankheit nun auch die Hauptstadt Port Moresby erreicht und dort einen epidemischen Verlauf entwickelt. Neben der Cholera werden derzeit vermehrt Fälle der saisonalen Grippe und Dysenterie festgestellt.
Tuberkulose, Typhus sowie Hepatitis A, B and C sind verbreitet.
Malariarisiko besteht landesweit außerhalb von Port Moresby. Auch Dengue-Fieber und andere durch Insekten übertragene Krankheiten kommen landesweit vor. Auf ausreichenden Mücken- bzw. Insektenschutz ist daher zu achten.
HIV/Aids stellt ein ernsthaftes und zunehmendes Gesundheitsproblem dar.
Impfungen
Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer gegen Gelbfieber bei Einreise aus einem Infektionsgebiet.
Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und B, Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01 - 403 8343) für Rundreisende und Individualtouristen sowie bei längeren Aufenthalten eine Impfung gegen Japan-B-Enzephalitis.
Vorsicht
Im Allgemeinen genügt die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen.
Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte vor Verwendung jedenfalls abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden.
Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich.
Der Abschluss einer Reisekrankenversicherung (inkl. Flugambulanz) wird unbedingt empfohlen.
Verkehr
Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz, Binnenschiffahrt.
Das Fernstraßennetz ist nicht dicht und nur teilweise asphaltiert. Ausserhalb von Port Moresby ist der Strassenzustand meist schlecht.
Neben der Gefahr von Überfällen besteht auch ein erhebliches Unfallrisiko.
Von nächtlichen Überlandfahrten wird abgeraten, ebenso von der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel und Taxis. Die Transportmittel seriöser Hotels bzw. Reiseveranstalter werden empfohlen.
Die Flugverbindungen sind nicht immer verlässlich, mit Verspätungen oder kurzfristigen Absagen muss gerechnet werden.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Homosexualität zwischen Männern ist in Papua-Neuguinea ungesetzlich (Strafrahmen bis zu 14 Jahre Gefängnis).
Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
Weitere hilfreiche Informationen
Allgemeine Informationen und Links bietet die Website der
Botschaft von Papua-Neuguinea in Washington
Reiseinformationen des Australischen Außenministeriums (in englischer Sprache)
