Kamerun (de)
- Hauptstadt:
- Yaoundé 
- Int. Kennzeichen:
- CM 
- Sprache
- Französisch, Englisch, andere einheimische Sprachen 
- Gängige Fremdsprachen:
- Französisch, Englisch 
- Währung:
- CFA-Franc 
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- -1 h 
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, Steckerform wie in Österreich 
Besondere Hinweise
Letzte Aktualisierung: 21.07.2010
Sicherheit
Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen. Demonstrationen und politische Veranstaltungen sollten gemieden werden. Es empfiehlt sich, immer Ausweispapiere bei sich zu haben.
Sie können Reisepass und Visum kopieren und die Kopie amtlich bei einer Polizeidienststelle be- glaubigen lassen (Kosten: FCFA 1.000,00), die Kopie wird als gültiger Ausweis anerkannt.
Derzeit wird angeraten, das Küstengebiet zwischen Kamerun und Nigeria aufgrund anhaltender Spannungen um die Halbinsel Bakassi zu meiden.
Generell steigt die Kriminalität und es mehren sich Überfälle durch bewaffnete Banden; auch gab es Fälle von Vergewaltigung und Raubmord. Fahrten sollten im Konvoi getätigt und bei Dunkelheit nach Möglichkeit gänzlich vermieden werden.
In den Großstädten sollte aufgrund der starken Kriminalität nur wenig Bargeld mitgeführt werden, Doku- mente sollten photokopiert und gesondert von den Kopien aufbewahrt werden. Raubüberfälle und Taschendiebstähle sind besonders in Yaoundé in der Gegend rund um den Markt häufig – leider be- finden sich dort auch die meisten Banken, die über Geldautomaten verfügen. In Douala ist die Gegend rund um die Kathedrale problematisch.
Einheimische berichten davon, dass sich Kriminelle am Friedhof aufhalten und Passanten überfallen. Vermeiden Sie in den Städten unbedingt, nach Einbruch der Dunkelheit unterwegs zu sein und erkun- digen Sie sich in Ihrem Hotel nach der aktuellen Situation.
Besondere Vorsicht ist bei Taxifahrten nach Einbruch der Dunkelheit geboten. Bei Benützung soge- nannter Buschtaxis besteht erhöhte Unfallgefahr.
Vor nicht unbedingt notwendigen Reisen in das Grenzgebiet zur Zentralafrikanischen Republik wird abgeraten. Die Grenze zur Republik Kongo ist geschlossen. Im Norden ist die Sicherheitslage generell nicht gut, es kommt vereinzelt zu Straßenüberfällen, wobei vor allem die Straßenabschnitte Garoua – Maroua und Mora –Kousserie sowie Ngaoundere – Maiganga besonders gefährdet sind. In Douala und Jaunde werden Besitzer von Geländewagen oft zur Herausgabe ihrer Autos gezwungen, weswegen die Türen immer verriegelt werden sollten.
Im Südwesten ist der Grenzverlauf mit Nigeria umstritten. Trotz einer Beruhigung dieses Konflikts er- scheint die Situation unübersichtlich. Reisende sollten Erkundigungen vor Ort einholen.
In letzter Zeit kam es immer wieder zum Ausbruch von Cholera. Wegen der rasant steigenden AIDS-Rate wird von ungeschütztem Geschlechtsverkehr dringend abgeraten.
Bei Besuch der vulkanischen Seen im Westen Kameruns ist Vorsicht vor austretenden toxischen Gasen geboten.
Das Photographieren von militärischen Anlagen und staatlichen Einrichtungen ist verboten. Auch sonst ist es beim Photographieren besser, Vorsicht walten zu lassen. Zum Filmen ist eine Sondererlaubnis erforderlich.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einer erhöhten Sicherheitsgefährdung begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufent- haltes regelmäßig zu überprüfen.
Einreise
- Visumspflicht: Ja, für Gewöhnliche, Dienst,- und Diplomatenpässe.
- Visum erhältlich: Botschaft der Republik Kamerun in Berlin bzw. Honorarkonsulat der Republik Kamerun in Wien (e-mail: mail(at)society.at)
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Mind. mindestens 3 Monate länger als der Sichtvermerk
- Miteintragung von Kindern: keine Angaben
- Cremefarbiger Notpass: wird nicht akzeptiert
- Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nach- weisen können. Ein Internationaler Impfpass ist erforderlich, dieser wird bei der Einreise streng kontrolliert.
Einfuhr
Hinsichtlich Waren sind keine Beschränkungen bekannt.
Die Einfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 20.000 CFA-Francs, die Mitnahme von Fremdwährung unbegrenzt erlaubt. Es empfiehlt sich die Mitnahme von € in bar und von Visa-Kredit- karten. Der Umtausch von Traveller Cheques und anderer Devisen als Euro ist ausschließlich in wenigen Banken in Douala und Yaoundé gegen Gebühren von bis zu 30 % und mit einem Zeitaufwand von mehreren Stunden möglich. Euro werden völlig unkompliziert in jeder Bank spesenfrei zum Fixkurs in Francs CFA gewechselt, allerdings wird oft die Annahme von 5-Euro-Banknoten bzw. die Annahme abgenützter Euro-Scheine verweigert. Banken in den größeren Städten haben Geldautomaten, an denen man mit Visa-Karten Bargeld beheben kann – nicht jedoch mit der österreichischen Bankomatkarte! Als Zahlungsmittel werden Kreditkarten nur sehr vereinzelt in teuren Hotels akzeptiert. Trinkgelder: Bedienungsentgelt von 10-15% ist gewöhnlich in Restaurant- und Hotelrechnungen inbegriffen. Zusätzliche Trinkgelder - meist in Form eines kleinen Fix-Betrages.
Ausfuhr
Die Ausfuhr der Landeswährung ist bis zu einem Betrag von 25.000 CFA-Francs erlaubt und bei Reisen in ein zur Franc-Zone gehörendes Land unbeschränkt möglich. Die Mitnahme von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trocken- zeit. Im Süden ganzjährig heiß und feucht (nur stellenweise durch die Höhenlage gemildert) mit Regenzeit von Juni bis Oktober. Im Norden sehr heiße Trockenzeit von Februar bis Mai.
Ratschläge
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab. Die angenehmste Reisezeit ist Oktober bis Mai, leichte europäische Sommerkleidung wird empfohlen. Gegensätze zwischen dem Norden und Süden sind noch immer latent vorhanden ebenso wie die Rivalität zwischen den franzö- sisch- und englischsprachigen Landesteilen.
Gesundheit
Die Lage in den öffentlichen Krankenhäusern entspricht sowohl vom Hygienestandard als auch von der Ausrüstung her nicht dem europäischen Standard.
In den vergangenen Jahren kam es zum Ausbruch der Cholera. Hauptsächlich betroffen waren Douala und das umliegende Gebiet sowie die Hauptstadt Yaoundé. Reisenden wird daher eine vorbeugende Impfung dringend angeraten.
Impfungen
Bei der Einreise ist eine Impfung gegen Gelbfieber vorgeschrieben, der Impfpass wird streng kontro- lliert! Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und Typhus), empfiehlt das Institut für Reisemedizin Wien (Tel. 01/ 403 83 43) weiters eine vorbeugende Impfung gegen Cholera und eitrige Gehirnhautentzündung für alle Reisenden, für Individualtouristen und Camper zusätzlich gegen Hepatitis B und Tollwut. Malariaprophylaxe für das ganze Land wird angeraten.
Vorsicht
Auf die Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen sowie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Die Mitnahme einer Reise- apotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzver- sicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Die Straßen sind großteils Pisten. Bei Autofahrten sind der Führerschein (lt. ÖAMTC und dt. Auswärtiges Amt der Internationale Führerschein) und die Zulassung sowie eventuell ein "Carnet de Passage" mitzu- führen. Eine Haftpflichtversicherung muss an der Grenze abgeschlossen werden.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Homosexuelle Handlungen gelten in Kamerun als illegal.
Das Außenministerium weist darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit der Reiseinfor- mationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
