Kambodscha (de)
- Hauptstadt:
- Phnom Penh 
- Int. Kennzeichen:
- KH 
- Sprache
- Khmer 
- Gängige Fremdsprachen:
- Französisch, zunehmend Englisch 
- Währung:
- 1 Riel (CR) = 100 Sen 
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- +6 h 
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- +5 h 
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, öfters Stromabschaltungen 
Besondere Hinweise
Letzte Änderung: 21.07.2010
Reisende nach Kambodscha müssen sich eines erhöhten Risikos einer Malariainfektion bewusst sein. Dies verlautbaren Vertreter der WHO in Südost-Asien. Das zur Zeit wirkungsvollste Medika- ment gegen Malaria, Artemisinin zeigt jetzt oft keine Wirkung. Auch vorbeugende Medikamente wie Chloroquin oder Mefloquin bieten keinen erfolgreiche Prophylaxe gegen den Ausbruch von Malaria.
Besonders betroffen sind folgenden Provinzen: Preah Vihear, Siam Reap, Oddar Meanchay, Banteay, Pailin, Battambang, Pursat, Koh Kong, Kampot, Kampong Speu. In der Hauptstadt Phnom Penh und im Seebad Sihanoukville besteht zur Zeit ein geringeres Risiko einer Infektion.
Wir empfehlen am Tage einen wirkungsvollen Cremeschutz (wie z.B. Autan) aufzutragen und des Nachts, sofern man in nicht klimatisierten Räumen schläft ein Moskitonetz zu benutzen. Weiters wird empfohlen, vor Reisen nach Kambodscha einen mit Tropenmedizin kundigen Arzt aufzusuchen und sich beraten zu lassen.
Sicherheit
Allgemein wird auf das erhöhte Sicherheitsrisiko hingewiesen.
Die Sicherheitslage kann sich in Kambodscha sehr schnell verändern.
Aufgrund von Konflikten an der thailändisch-kambodschanischen Grenze bei Preah Vihear (Kambo- dscha) wird von Reisen nach Preah Vihear und Umgebung derzeit dringend abgeraten.
Aufgrund der latenten Gefahr von Unruhen in der Hauptstadt Phnom Penh wird zu erhöhter Vorsicht und Wachsamkeit geraten. Demonstrationen, Wahlveranstaltungen und generell größere Menschenan- sammlungen sollten gemieden werden. Überlandreisen sollten ausschließlich tagsüber und vorzugs- weise in Gruppen von mehreren Fahrzeugen unternommen werden. In Kambodscha besteht für Reisende aufgrund der allgemeinen Armut erhöhte Gefahr, Opfer von Raub oder Diebstahl zu werden. Obwohl sich gewisse Verbrechen wie Entführungen hauptsächlich auf lokaler Ebene abspielen, kommt es in letzter Zeit in der Flussgegend von Phnom Penh und an den Badestränden und touristischen Ausflugszielen in Sihanoukville vermehrt zu gewalttätigen Raubüberfällen von Ausländern, bei denen vor allem Einzelpersonen teilweise schwer verletzt wurden.
Es sollten daher keine Wertgegenstände (Uhren, Schmuck usw.) und nur wenig Bargeld mitgeführt werden. Dokumente sollten fotokopiert werden. Besondere Vorsicht ist nach Einbruch der Dunkelheit geboten. Insbesondere sollte nach Einbruch der Dunkelheit auch in den Städten auf Spaziergänge sowie Fahrten mit Motorrad- und Fahrradtaxis verzichtet werden.
Mit Ausnahme der Strassen von Phnom Penh nach Sihanoukville, Kampot, Kampong Cham, Kompong Thom oder Battambang ist aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse das Flugzeug zu bevorzugen. Auch bei Flugreisen innerhalb Kambodschas ist jedoch Vorsicht geboten; die International Civil Aviation Organization (ICAO) hat bezüglich Kambodscha erhebliche Verletzungen von Vorschriften der ICAO festgestellt und geht dem derzeit weiter nach.
Außerhalb der Ballungszentren ist die Minengefahr noch immer sehr hoch, vor Trekkingtouren wird daher gewarnt. Am Meisten betroffen sind die Provinzen entlang der thailändischen Grenze (auch die Provinz Siem Reap). Vor Individualreisen ohne Zuziehung eines ortskundigen Reisebüros wird abge- raten.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit hohem Sicherheitsrisiko begibt, muss sich der Gefährdung bewusst sein. Es wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese auch während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.
Einreise
- Visumspflicht: Ja, für Gewöhnliche, Dienst,- und Diplomatenpässe.
- Visum erhältlich: Botschaft des Königreichs Kambodscha: 264A, Avenue de Tervuren, B-1150 Brüssel, Tel. (+32 / (0)2) 77 20 372, Fax: (+32 / (0)2) 77 20 376, e-mail: amcambel(at)skynet.be (für Österreich zuständig) bzw. evisa.mfaic.gov.kh/
Unter www.cambodia-immigration.com sind die für die Visumserteilung notwendigen Unterlagen samt Visumsantrag auch abrufbar (kambodschanische Einwanderungsbehörde).
Seit Januar 2010 besteht die Möglichkeit, einen Ausfüllservice für die Visumsantragstellung bei der Einreise zu benutzen. Die Gebühr beträgt US$ 10.- : die Zahlung ist nur mit Kreditkarte möglich, die Bearbeitungsdauer beträgt drei Arbeitstage. Nähere Details sind auf der folgenden Webseite zu finden: www.cambodiaonarrival.com
Sogenannte E-Visa (Touristenvisa) können auch bis spätestens 2 (zwei) Wochen vor Reiseantritt über die Webseite des kambodschanischen Außenministeriums beantragt werden. Die Zahlung der Visagebühr ist nur mit Kreditkarte möglich. E-Visa berechtigen nur zur ein- maligen Einreise und zu einem Aufenthalt von 30 Tagen. Bitte besuchen Sie folgende Webseite für weitere Informationen. http://evisa.mfaic.gov.kh/e-visa/vindex.aspx - Einreise über internationale Flughäfen Phnom Penh und Siem Reap: Visum für 30-Tage, Passfotos mitnehmen! (Visagebühr dzt. USD 20,--)
Einreise über Grenzübergängen: Poipet, Prum, Daung, O’smach, Cham Yeam sowie Chuam (Thailand) und Bavet, Kha Orm Som Nor, Phnom Den, Dong Kro Lor, Tropiang Sre, Tropiang Phlong, Prek Chak und Bantey Chakrey (Vietnam) sowie O’Yadav (Laos) - Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Mind. 6 Monate bei Einreise
- Miteintragung von Kindern: bis zum 11. Lebensjahr
- Cremefarbiger Notpass: wird akzeptiert
- Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können. Auf das Abstempeln des Reise- passes bei der Einreise sollte geachtet werden, da bei Überschreitung der Gültigkeitsdauer des Visums bei der Ausreise eine Strafgebühr von USD 5,- pro Tag seit Ablauf des Visums erhoben wird.
Ein Touristenvisum wird im Regelfall mit einer Gültigkeit von vier Wochen ausgestellt. Die Verlängerung um einen Monat ist beim Einwanderungsbüro des Innenministeriums in Phnom Penh möglich.
Einfuhr
Unbeschränkte Einfuhr von Landes- und Fremdwährung, jedoch Deklarationspflicht ab umgerechnet US-Dollar 10.000.-. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US Dollar in bar (nach Möglichkeit in kleinen Stückelungen), Travellerschecks oder Kreditkarten (werden nicht überall akzeptiert). Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.
Ausfuhr
Unbeschränkte Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung, jedoch Deklarationspflicht bei umgerechnet US-Dollar 10.000.-. Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt. Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trocken- zeit. Überwiegend tropisches Klima mit Monsunregen von Mai bis November, Dezember bis Februar mäßig heiß, März/April sehr heiß.
Ratschläge
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Beim Besuch von religiösen Stätten ist auf korrekte Kleidung zu achten (keine Shorts und Miniröcke, geschlossenes Schuhwerk).
Vor Ort besteht keine österreichische Vertretungsbehörde. Die zuständige Botschaft befindet sich in Thailand. Bürger von EU-Staaten können sich jedoch in Notfällen an die Vertretungsbehörde anderer EU-Staaten wenden. Die deutsche Botschaft in Phnom Penh No. 76-78 Rue Yougoslavie (= Street 214), Tel.: (00855 23) 21 61 93, 21 63 81, Fax: (00855 23) 42 77 46 hat den konsularischen Schutz der österreichischen Staatsbürger übernommen.
Gesundheit
Aufgrund der hygienischen Verhältnisse, der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten und ver- alteten medizinischen Ausrüstung entspricht die Lage in den Krankenhäusern nicht dem west- europäischen Standard. Das öffentliche Gesundheitswesen ist nur sehr eingeschränkt vorhanden.
Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Impfungen
Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer bei der Einreise über ein Infektionsgebiet mit Gelbfieber (ansonsten nicht notwendig). Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und B, Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reise- medizin Wien (Tel. 01 - 403 8343) jedoch für Individualtouristen und bei längeren Aufenthalten sowie Rundreisenden eine vorbeugende Impfung gegen Cholera und Japan-B-Enzephalitis, für Individual- touristen und bei längeren Aufenthalten zusätzlich gegen Tollwut. Malariagefahr besteht im ganzen Land. Vorsorge durch Moskitosprays vor allem während der Dämmerung oder durch Einnahme von Malariaprophylaxe (meist mit Nebenwirkungen verbunden) wird angeraten. Bei Verzicht auf Prophylaxe wird neuerdings die Mitnahme eines sogenannten "Malaria-stand-by-Mittels (soll bei Einnahme sofort nach Auftreten der ersten Symptome den Ausbruch der Krankheit verhindern) empfohlen.
Vorsicht
Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuß von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluß einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentrans- portflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Öffentliche Verkehrsverbindungen: Mietwagen und Taxis. Fahrpreis im Voraus aushandeln.
Das Vermieten von Motorrädern an Ausländer ist in einigen Landesteilen verboten. Ausländische Motorradfahrer werden daher oft von der Polizei angehalten und aufgefordert, die Motorräder sofort zurückzustellen.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Die Kambodschanischen Behörden haben in letzter Zeit die Verfolgung von sexuellem Missbrauch von Kindern durch Ausländer verstärkt. Eine entsprechende Verurteilung kann mit einer langjährigen Haft- strafe unter schwersten Bedingungen enden. Homosexualität ist illegal und strafbar.
Als Bürger eines EU-Staates können sich Österreicher in Notfällen an die Vertretungsbehörden anderer EU-Staaten wenden (vor Ort in Phnom Penh die Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, No. 76-78 Rue Yougoslavie (= Street 214), Tel.: (00855 23) 21 61 93, 21 63 81, Fax: (00855 23) 42 77 46). Das Außenministerium weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
