Jordanien (de)
- Hauptstadt:
- Amman 
- Int. Kennzeichen:
- JO 
- Sprache
- Arabisch 
- Gängige Fremdsprachen:
- Englisch 
- Währung:
- 1 Jordan-Dinar (JD) = 1000 Fils (FLS) 
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- +1 h 
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- +1 h 
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, europäische Rundstecker 
Besondere Hinweise
Letzte Aktualisierung: 21.07.2010
Sicherheit
Erhöhte Sicherheitsgefährdung:
Von Reisen ins Grenzgebiet zum Irak wird abgeraten.
Die Sicherheitslage im Haschemitischen Königreich Jordanien ist derzeit stabil. Dennoch besteht seit dem zweiten Golfkrieg eine erhöhte Gefahr von Terroranschlägen; den komplexen Verhältnissen im Nahen Osten und namentlich in der Republik Irak sowie in den besetzten Palästinensischen Gebieten (Gazastreifen und Westjordanland) muss stets Rechnung getragen werden. Bestimmte Ereignisse und aufschwellende Konflikte in Nachbarländern können sich rasch auf Jordanien auswirken, wo mehr als die Hälfte der Bevölkerung palästinensischen Ursprungs ist und seit den 90er Jahren viele irakische Staatsangehörige Wohnsitz genommen haben. Extremistische Organisationen versuchen vom Irak aus, sichere Nachbarländer zu destabilisieren.
Die jordanischen Sicherheitskräfte haben ihre Sicherheitsvorkehrungen vor allen Hoteleinrichtungen und Touristenattraktionen im ganzen Land deutlich verstärkt, trotzdem besteht - wie in den letzten Jahren - das Risiko weiterer Attentate und/oder Terrorakte.
Es wird empfohlen, Kundgebungen und große Menschenansammlungen (Demonstrationen), vor allem auch nach dem Freitagsgebet, zu meiden. Auch Grenzübergänge zu den Nachbarländern, insbesonders zu Israel stellen ein Gefahrenpotential dar. Das Grenzgebiet zum Irak sollte gemieden werden. Verfolgen Sie die Entwicklung der Lage in der Region in den Medien. Seien Sie generell wachsam und befolgen Sie die Anweisungen der Behörden. Erhöhte Vorsicht ist auch beim Besuch der Altstadt von Amman (Wast al Balad) und der dortigen touristischen Wahrzeichen (u.a. Amphitheater, Zitadelle) geboten.
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einer hohen Sicherheitsgefährdung begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich genauestens über die Sicherheitslage vor Ort zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.
Im Jordantal (Amtsbezirke Balqa und Irbid) sowie im syrischen Grenzgebiet (Amtsbezirk Mafrak) gibt es noch vereinzelte Minenfelder. Respektieren Sie unbedingt die Absperrungen und informieren Sie sich im Zweifelsfall bei den lokalen Behörden und/oder der Bevölkerung.
Kriminalität
Diebstähle, besonders in der Altstadt von Amman, nehmen zu. Raubüberfälle sind eher selten. Sehens- würdigkeiten und größere Hotels werden von Sicherheitskräften bewacht. Beachten Sie dennoch die üblichen Vorsichtsmaßnahmen.
Allein reisenden Frauen wird zu erhöhter Vorsicht empfohlen; es wird auch angeraten, sich wenn möglich durch vertrauenswürdige Personen begleiten zu lassen oder Taxis zu benutzen.
Einreise
- Visumspflicht: Ja, für Gewöhnliche, Dienst,- und Diplomatenpässe.
- Visum erhältlich: Königlich-Jordanische Botschaft in Wien (für mehrmalige Einreisen bzw. Kontaktnahme betreffend Auflagen für längere Aufenthalte).
Visa für die einmalige Einreise (Visagebühr zahlbar ausschließlich in jordanischer Währung, J.D. 10,00): an allen jordanischen Flughäfen sowie an den Grenzübergängen mit Syrien. - Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Mind. 6 Monate bei Einreise
- Miteintragung von Kindern: bis zum 12. Lebensjahr
- Cremefarbiger Notpass: wird nicht akzeptiert
- Sonstiges: Reisende müssen die gesicherte Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nachweisen können. Was Einreisen aus anderen Ländern betrifft, sollte gleichfalls bei der Königlich-Jordanischen Botschaft in Wien angefragt werden.
Die die Ausreisegebühr beträgt jeweils J.D. 5,00. Seit 4.7.2005 beträgt die Gültigkeitsdauer 4 Wochen. Bei Aufenthalten, die diesen Zeitraum übersteigen, muss vor Ablauf des Visums bei der nächstge- legenen Polizeidienststelle eine Verlängerung beantragt werden, ansonsten ist für jeden Tag der Überschreitung eine Verwaltungsgebühr zu zahlen.
Personen irakischer Abstammung können bei der Einreise nach Jordanien mit Problemen konfrontiert sein; ihnen wird deshalb empfohlen, Visa nicht erst am Flughafen zu beantragen, sondern schon bei der Jordanischen Botschaft in Wien zu beschaffen.
Einfuhr
Mitgeführte Devisen sowie Landeswährung müssen ab einem Betrag von JD 15.000,-- deklariert werden. Persönlicher Schmuck sowie andere wertvolle Gegenstände bedürfen ebenfalls einer Dekla- ration ab einem Wert von JD 15.000. Kreditkarten werden in den von Touristen frequentierten Hotels und Lokalen üblicherweise angenommen. Geldwechsel (z.B. Euros, USD) ist bei Banken und autorisierten Wechselstellen möglich (z.B. am Flughafen Queen Alia vor dem Passkontroll-Schalter); die Verwendung von Bankomatkarten ist bei Banken fallweise möglich. Mit Kreditkarten kann bei gewissen Geldauto- maten abgehoben werden.
Reisegepäck für den persönlichen Bedarf ist zollfrei einführbar. Dazu gehören auch 200 Zigaretten (oder 25 Zigarren oder 200 Gramm Tabak) sowie ein Liter Alkohol. Geschenke bis zu einem Wert von 50 Dinar bzw. USD 150,-- sind ebenfalls frei.
Die Einfuhr von Drogen wird mit härtesten Strafen geahndet.
Ausfuhr
Das Reisegepäck, soweit es nicht dem persönlichen Verbrauch dient, muss wieder ausgeführt werden. Die Ausfuhr der Landeswährung und Devisen muss ab einem Betrag von 15.000,-- jordanischen Dinar deklariert werden. Die Ausfuhr von Antiquitäten ist, abgesehen von einer ausnahmsweise erteilten Ge- nehmigung, generell verboten; bei Orientteppichen ist jedenfalls eine Genehmigung einzuholen. Beim Kauf von Gegenständen, welche u.U. als Antiquitäten eingestuft werden könnten (z.B. div. Einkäufe am Souk/Basar, sollte unbedingt eine (möglichst in englischer Sprache gehaltene) Rechnung verlangt werden. Sollten dennoch diesbezügliche Probleme bei der Ausreise auftreten bzw. als Antiquitäten ein- gestufte Gegenstände konfisziert werden, empfiehlt sich die Notiz des Namens sowie der Dienst- nummer des zuständigen Beamten. Im Falle von Konfiszierungen sollte auch eine entsprechende Bestätigung verlangt werden. Manchmal wird von den Sicherheitsorganen am Flughafen das Öffnen von Gepäcksstücken angeordnet; insbesondere beim Vorzeigen des Inhaltes von Brieftaschen etc. wird dabei zu größtmöglicher Vorsicht geraten. Die Ausfuhr von Muscheln, Korallen, Steinen, versteinertem Holz sowie von antiken Gold- und Silberarbeiten in größeren Mengen ist verboten.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Kontinentales Wüstenklima mit heißen Sommern und geringen Niederschlägen im Süden und Osten. Im Hochland gemäßigt warme Zone, im Winter auf dem Hochplateau (Amman bis Petra) zum Teil ausgiebiger Schneefall möglich. Im Jordangraben subtropisches Klima mit hohen Temperaturen.
Ratschläge
Kulturelle Besonderheiten
Jordanien ist ein muslimisches Land. Es wird empfohlen, Ihre Kleidung und Verhalten den lokalen Gepflogenheiten und religiösen Empfindungen anzupassen. Eine besondere Rücksichtnahme auf die lokalen Sitten und traditionellen Gebräuche ist zu empfehlen.
Alkohol sollte, wenn überhaupt, nur mäßig und örtlich beschränkt abseits von der lokalen Bevölkerung in jenen Hotels oder Restaurants konsumiert werden, die über eine entsprechende Lizenz verfügen.
Der Bezug von Doppelzimmern/Zusammenwohnen unverheirateter Paare in Hotels etc. ist generell verboten, wird aber gewöhnlich im Falle von Ausländern, die sich ansonsten unauffällig verhalten, geduldet.
Gesundheit
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit (Mai – September) auf eine ausreichende Flüssigkeits- zufuhr (z.B. Wasser, verdünnte Fruchtsäfte) zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden.
Der medizinische Standard in den öffentlichen Krankenhäusern gilt allgemein als gut, aufgrund der mangelnden Ausbildung des Pflegepersonals entspricht die Krankenpflege allerdings nicht immer westeuropäischem Niveau. Privatkliniken haben ein höheres Niveau. In ländlichen Gebieten ist die medizinische Versorgung weniger gut, Medikamente sind jedoch meist ausreichend erhältlich.
Wenn Sie auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sollte Ihre Reiseapotheke einen ausreichen- den Vorrat enthalten. Bedenken Sie jedoch: In vielen Ländern gelten besondere Vorschriften für die Mitnahme von betäubungsmittelhaltigen Medikamenten (z.B. Methadon) und Substanzen, mit denen psychische Erkrankungen behandelt werden. Erkundigen Sie sich gegebenenfalls vor der Abreise direkt bei der zuständigen ausländischen Vertretung (Botschaft oder Konsulat) und konsultieren Sie die Rubrik Reiselinks (z.B. Vertrauensarzt der Botschaft), wo Sie unter anderem weitere Informationen zu diesem Thema sowie generell zur Reisemedizin finden.
Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen (z.B. wie häufiges Händewaschen) ist besonders zu achten. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden.
Impfungen
Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer bei der Einreise über ein Infektionsgebiet bei Gelbfieber (ansonsten nicht notwendig). Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und B, Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reise- medizin Wien (Tel. 01 - 403 8343) jedoch für Individualtouristen und bei längeren Aufenthalten eine vorbeugende Impfung gegen Tollwut. Malariaprophylaxe ist nicht notwendig.
Vorsicht
Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte nicht getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzver- sicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird empfohlen. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz, Taxis und Mietwagen.
Das Straßennetz ist relativ gut ausgebaut, wobei die Achse Amman-Aqaba über eine (noch durch einige Baustellen unterbrochene) vierspurige Schnellstrasse verfügt. Touristenziele wie Petra, Wadi Rum, Jarash sind über zum Teil neue Panoramastraßen gut erreichbar. Abend- und Nachtfahrten sollten wegen der unzureichenden Beleuchtung der Fahrzeuge in Jordanien und oft unbeleuchtet auf der Fahrbahn abgestellten LKW vermieden werden.
Bei Autofahrten sind der österreichische Führerschein sowie die Zulassung und ein Carnet de Passage für mitgebrachte Fahrzeuge mitzuführen. Eine Haftpflichtversicherung (Grenzversicherung) ist obliga- torisch.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Homosexualität ist in Jordanien illegal, bei öffentlichen Handlungen muss mit Verhaftung und Gefängnisstrafen gerechnet werden.
Der Bezug von Doppelzimmern/Zusammenwohnen unverheirateter Paare in Hotels etc ist generell verboten wird, wird aber gewöhnlich im Falle von Ausländern, die sich ansonsten unauffällig verhalten, geduldet.
In der Öffentlichkeit ist die Zurschaustellung von Zärtlichkeiten möglichst zu vermeiden. Freizügiges Verhalten in der Öffentlichkeit kann zu Anpöbelungen und sogar Verhaftungen wegen „Verstoßes gegen die öffentliche Moral/Erregung öffentlichen Ärgernisses“ führen.
Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten weist in diesem Zu- sammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
Weitere hilfreiche Informationen
Nützliche Telefonnummern in Jordanien:
Notruf Polizei: 191 und 192
Notruf Rettung: 193
King Abdullah II
in englischer Sprache
Internet: kingabdullah.jo
Österreichische Vertretungen im Ausland: Wenn Sie im Ausland in eine Notlage geraten, können Sie sich an die nächste österreichische Vertretung wenden.
Embassy of the Hashemite Kingdom of Jordan Vienna
Landes- und Reiseinformationen in englischer Sprache
Internet: jordanembassy.at
Ausländische Vertretungen in Österreich: Auskunft über die Einreisevorschriften (zugelassene Aus- weise, Visum etc.) erteilen die zuständigen ausländischen Botschaften und Konsulate. Sie informieren auch über die Zollbestimmungen für die Ein- und Ausfuhr von Tieren und Waren: elektronische Geräte, Souvenirs, Medikamente etc.
