Haiti (de)
- Hauptstadt:
- Port-au-Prince 
- Int. Kennzeichen:
- HT 
- Sprache
- Französisch, Kreolisch 
- Gängige Fremdsprachen:
- Englisch 
- Währung:
- 1 Gourde = 100 Centimes 
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- -6 h 
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- -6 h 
- Elektrischer Strom:
- 115/230 Volt Wechselstrom, amerikanische Stecker (Zwischenstecker erforderlich) 
Besondere Hinweise
Letzte Aktualisierung: 25.01.2010
Aufgrund des verheerenden Erdbebens vom 12.01.2010 ist derzeit die Situation im Land unüber- sichtlich, die Kommunikation ist weitgehend zusammengebrochen.
Bei eventuellen Kenntnissen über den Aufenthalt von österreichischen StaatsbürgerInnen in Haiti möge das Bürgerservice/Bereitschaftsdienst des BMeiA UNVERZÜGLICH unter Tel.: 0501150– 4411, bereitschaftsdienst(at)bmeia.gv.at kontaktiert werden.
In Not geratenen Österreichern kann, solange sie sich während einer aufrechten Reisewarnung auf dem Staatsgebiet von Haiti befinden, wenn überhaupt, nur in sehr beschränktem Umfang konsularische Hilfe geleistet werden.
Aktuelle Informationen über Wirbelstürme entnehmen Sie bitte der Homepage des National Hurricane Center.
Sicherheit
REISEWARNUNG! (seit 02.04.2003)
Aufgrund des verheerenden Erdbebens vom 12.01.2010 hat sich die ohnehin instabile politische, soziale und wirtschaftliche Lage naturgemäß dramatisch verschlechtert. Es wird daher EINDRINGLICH vor Reisen nach Haiti derzeit gewarnt.
Einreise
- Visumspflicht:für Gewöhnl. Reisepässe bei touristischem Aufenthalt bis zu max. 90 Tagen keine Visumpflicht.
- Visum erhältlich: ---
- Reisedokumente:Reisepass
- Passgültigkeit:Zumindest 6 Monate bei Ausreise
- Cremefarbiger Notpass:keine Angaben
- Miteintragung v. Kindern:nicht akzeptiert
Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) nachweisen können. Bei der Einreise mit dem Flugzeug ist eine Steuer von US$ 10,-- (ausschließlich in US-Dollar), bei Einreise auf dem Landweg eine Steuer von USD 30,-- zu bezahlen. Bei der Ausreise ist eine entsprechende Steuer in der Höhe von US$ 30,-- zu bezahlen. Es wird empfohlen, vor der Abreise bei der Vertretung von Haiti in Österreich diesbezüglich aktuelle Informationen einzuholen.
Einfuhr
Unbeschränkte Einfuhr von Landes- und Fremdwährung. Einzige derzeit im Land umwechselbare Fremdwährung ist der US-Dollar. Es empfiehlt sich die Mitnahme von US Dollar in bar, Travellerschecks oder Kreditkarten. Die meisten gängigen Kreditkarten werden von den grösseren Hotels akzeptiert.
Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden.
Die Einfuhr von Lebensmitteln ist verboten
Ausfuhr
Unbeschränkte Ausfuhr von Landes- und Fremdwährung. Keine Beschränkungen hinsichtlich Waren bekannt.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Subtropisches Klima mit Durchschnittstemperaturen im Sommer von 25 Grad bis 34 Grad Celsius und im Winter von 22 Grad bis 32 Grad Celsius. Es gibt keine Jahreszeiten im eigentlichen Sinn, sondern nur einen Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Starke Regenfälle zusammen mit Gewittern können im Mai und im Zeitraum August/September auftreten. Die Hurricane-Saison dauert ungefähr von Juni bis November. In den letzten Jahren haben bereits einige Hurricanes durch starke Überschwemmungen und Erdabgänge schwere Schäden verursacht.
Ratschläge
Vor allem in der Eingewöhnungsphase sollten größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Gesundheit
Aufgrund des verheerenden Erdbebens vom 12.01.2010 ist das bestehende medizinische Versorgungsnetz komplett zusammengebrochen und die Gefahr des Ausbruchs von Seuchen besteht.
Grundsätzlich wird bei Kurzaufhalten dringend geraten, eine Malariaprophylaxe vorzunehmen. Gleichzeitig haben auch die Fälle von Denguefieber zugenommen. Reisende in Haiti sollten daher bei grippeähnlichen Symptomen auf jeden Fall abklären lassen, ob sie an Dengue erkrankt sind. Die Krankheit, die in der Symptomatik sehr einer starken Grippe ähnlich ist, kann zu schweren inneren Blutungen führen. Vor Einnahme von fiebersenkenden sowie Schmerzmitteln soll daher mit einem Arzt abgeklärt werden, welche Medikamente auch im Falle von Denguefieber eingenommen werden dürften. Absolut verboten bei Dengue ist die Einahme von Aspirin.
Aufgrund der hygienischen Verhältnisse und der unzureichenden Versorgung mit Medikamenten sowie des Mangels an entsprechendem Fachpersonal entsprach die Lage in den Krankenhäusern breits vor dem Beben nicht dem europäischen Standard. Derzeit hat sich aber die Lage noch um ein Vielfaches verschlimmert. Fälle von Malaria, parasitären Infektionen, Hepatitis und Dengue-Fieber wurden im gesamten Land registriert. Die Zahl der HIV-infizierten Personen und an AIDS Verstorbenen unter der Lokalbevölkerung ist sehr hoch, Vorsichtsmaßnahmen werden daher dringend empfohlen.
Impfungen
Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben, außer bei der Einreise über ein Infektionsgebiet bei Gelbfieber (ansonsten nicht notwendig).
Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und B, Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01 - 403 8343) jedoch eine vorbeugende Impfung für Individualtouristen und bei längeren Aufenthalten gegen Tollwut. Malariaprophylaxe für Gebiete unter 300 m Seehöhe wird angeraten.
Vorsicht
Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist besonders zu achten. Vorsicht ist weiters beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser sollte, wenn überhaupt, nur in abgekochtem Zustand getrunken werden. Eiswürfel sollten nur aus behandeltem Wasser hergestellt werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird dringend empfohlen. Bei lokaler Anschaffung sollte immer das Ablaufdatum der Arzneimittel überprüft werden.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Aufgrund des verheerenden Erdbebens vom 12.01.2010 ist das Ausmaß der Zerstörung des Verkehrsnetzes in Haiti noch nicht abschätzbar.
Vor Reisen vor Ort sollten Informationen über den Zustand der vorgesehenen Route nach Möglichkeit vor Reiseantritt eingeholt werden.
Öffentliche Verkehrsverbindungen:
Inlandsflugnetz (eine private Fluglinie mit veraltetem Fluggerät), Busverbindungen, Mietwagen und Taxis. Es wird von der Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel abgeraten, insbesondere der privaten "tap-taps" Taxis ohne Registrierung.
Es genügt der österreichische Führerschein oder ein Internationaler Führerschein bis zu einem Aufenthalt von 3 Monaten, darüber hinaus ist ein haitianischer Führerschein erforderlich.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Homosexualität ist auf Haiti zwar legal, auf diskretes Verhalten in der Öffentlichkeit ist jedoch zu achten.
Das Aussenministerium weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Reiseinformationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
