Argentinien (de)
- Hauptstadt:
- Buenos Aires 
- Int. Kennzeichen:
- AR 
- Sprache
- Spanisch 
- Gängige Fremdsprachen:
- keine (in Einwanderungszentren Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch) 
- Währung:
- 1 argentinischer Peso (arg$) = 100 Centavos 
- Zeitdifferenz zu MEZ:
- -3 h 
- Zeitdifferenz zu MESZ:
- -4 h 
- Elektrischer Strom:
- 220 Volt/50 Hertz Wechselstrom, dreipolige Stecker (Zwischenstecker erforderlich 
Besondere Hinweise
Letzte Aktualisierung: 13.07.2010
Sicherheit
Allgemein wird auf die erhöhte Sicherheitsgefährdung hingewiesen.
Auch nachdem Argentinien eine schwere Wirtschafts- und Finanzkrise weitgehend überwunden hat, kommt es regelmäßig zu zum Teil gewalttätigen Demonstrationen, wobei sich Kundgebungen und Ausschreitungen primär auf die Hauptstadt Buenos Aires und in der Regel auf das Stadtzentrum (vor allem die Zone zwischen Plaza de Mayo und Kongress) konzentrieren. Darüber hinaus führen Straßensperren und Blockaden ("piquetes") anarchistischer Gruppen ("piqueteros") sowohl in der Hauptstadt wie auch in einzelnen Provinzen (Buenos Aires, Entre Rios, Salta, Jujuy, Tucuman) regelmäßig zu Behinderungen. Reisenden wird empfohlen, Menschenansammlungen und Protestaktionen im Großraum Buenos Aires sowie Fahrten in abgelegene Stadtteile oder Elendsviertel ("villas miserias") zu meiden. Die Straßen-Grenzübergänge nach Uruguay, vor allem von Gualeguaychu nach Fray Bentos, werden immer wieder von Umweltaktivisten blockiert.
Bewaffnete Raubüberfälle und Taschendiebstahl sind besonders in touristischen Zonen der Hauptstadt (La Boca, San Telmo) sowie an den Flughäfen häufig. In letzter Zeit wurden österreichische Touristen mehrmals am Busbahnhof in Mendoza Opfer von Dieben. Auch die Fähre von und nach Uruguay wird von Taschendieben frequentiert. Reisende sollten nur Ruftaxis (Radiotaxi, Remise) benutzen, auf Schmuck und wertvolle Accessoires verzichten, lediglich Ausweiskopien sowie geringere Bargeldmengen mit sich führen und nach Einbruch der Dunkelheit besondere Vorsicht walten lassen. Kinder und Jugendliche sollten wegen der Gefahr sogenannter "Express-Entführungen" nicht alleine auf der Straße unterwegs sein.
Im Falle des Abhandenkommens (Diebstahls) des Reisepasses ist die polizeiliche Verlustanzeige für die Wiederausreise unerlässlich. Der Verlust sollte darüber hinaus unverzüglich der Botschaft oder dem nächstgelegenen Honorarkonsulat angezeigt und die Ausstellung eines Ersatzdokumentes beantragt werden. In der Regel stellt die Botschaft kurzfristig einen Reiseausweis zur Rückkehr nach Österreich aus.
Bei einer Festnahme oder Inhaftierung ist unverzüglich auf ein Telefonat mit der Botschaft oder dem zuständigen Honorarkonsul zu bestehen.
Notrufe:
24-Stunden-Dienst der Polizei (in Englisch): Rufnummer 101
Touristenpolizei: (+54 11) 4346 5748, Avenida Corrientes 436
Jeder Reisende, der sich in ein Gebiet mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko begeben möchte, muss sich der Gefährdung bewusst sein. In diesem Fall wird dringend empfohlen, sich über die Sicherheitslage vor Ort genauestens zu informieren und diese gegebenenfalls während des Aufenthaltes regelmäßig zu überprüfen.
Bei der Einreise, seltener bei der Abreise, am internationalen Flughafen von Buenos Aires (Ezeiza) kommt es immer wieder dazu, dass aus Reisekoffern Wertgegenstände entwendet werden. Es wird daher geraten, keinesfalls Wertgegenstände (wie Kameras, Laptops etc.) in den Koffer zu packen, sondern im Handgepäck mit sich zu führen.
Einreise
- Visumspflicht: Nein; visumsfreier Aufenthalt bis zu 3 Monaten
- Visum erhältlich: -----
- Reisedokumente: Reisepass
- Passgültigkeit: Zumindest 3 Monate ab Einreise
- Cremefarbiger Notpass: Wird akzeptiert; bei Ausreise wegen fehlenden Einreisestempels Verhängung einer Verwaltungsstrafe möglich
- Miteintragung von Kindern: Nein, eigener Reisepass notwendig
- Sonstiges: Reisende müssen ihre Wiederausreise (Rückflug- oder Weiterreiseticket) sowie genügend Geldmittel für den Aufenthalt nachweisen können
Einfuhr
Die Ein- und Ausfuhr von Devisen ist beschränkt. Bis zu einer Summe von 10.000 US-$ darf Bargeld eingeführt werden. Die Argentinische Botschaft in Wien informiert über die zum Zeitpunkt Ihrer Reise gültigen Devisenbestimmungen.
Euro werden von argentinischen Wechselstuben problemlos gewechselt, lokale Banken sind dagegen im Devisenwechsel an Touristen nicht tätig. Mit österreichischen Kredit- und EC-Karten kann in der Regel an Geldautomaten (mit Maestro-Funktion) Bargeld in Landeswährung abgehoben werden, allerdings besteht bei vielen Bankomaten ein Limit von dzt.300,-- Pesos pro Transaktion. Reiseschecks stoßen immer wieder auf Schwierigkeiten und werden nur von Wechselstuben eingelöst. Es empfiehlt sich ebenfalls die Mitnahme von US Dollar in bar oder Kreditkarten (für größere Hotels und Restaurants). Mit Einschränkungen kann in den meisten Restaurants und Hotels etc. mit Kreditkarten bezahlt werden.
Gegenstände für den persönlichen Bedarf können zollfrei eingeführt werden. Darüber hinaus können bei Einreise mit dem Schiff oder Flugzeug Waren bis zu einem Wert von USD 300,-- eingeführt werden, bei der Einreise auf dem Landweg Waren bis zu einem Wert von USD 150,--.
Ausfuhr
Die Ausfuhr von US-Dollar ist auf die Höhe von 10.000,-- begrenzt. Die Ausfuhr von Kunstgegenständen bzw. Fossilien etc. ist nur nach vorheriger Genehmigung zulässig.
Bitte beachten Sie bei der Einreise nach Österreich die geltenden Einfuhrbestimmungen.
Klima
Die Jahreszeiten sind gegenüber Europa um 6 Monate verschoben, der Winter entspricht demnach dem europäischen Sommer und umgekehrt. Aufgrund der geographischen Ausdehnung umfasst Argentinien mehrere Klimazonen. So im Norden subtropisches Klima (extrem heiße und feuchte Sommer) und im Süden arktisches Klima, in der Hauptstadt und den wirtschaftlich wichtigeren Provinzen herrscht ein eher gemäßigtes Klima. Im ganzen Land kann es zu abrupten und großen Temperaturschwankungen kommen.
Ratschläge
In der tropischen und subtropischen Zone sollten vor allem in der Eingewöhnungsphase größere Belastungen des Körpers vermieden werden. Außerdem ist speziell in der heißen Jahreszeit auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Man sollte eher leichte Kost zu sich nehmen und fette Speisen vermeiden; übermäßiger Alkoholgenuss setzt die ohnehin geminderte Leistungsfähigkeit des Körpers weiter herab.
Gesundheit
Aufgrund der hygienischen Verhältnisse entspricht die Lage in den öffentlichen Krankenhäusern nicht dem europäischen Standard. Die Lage in den Privatkliniken ist besser. Die Versorgung mit Medikamenten ist zufriedenstellend.
Impfungen
Bei der Einreise sind keine Impfungen vorgeschrieben.
Abgesehen von einem Basisschutzprogramm für alle Reisenden (Diphtherie/Tetanus/Polio, Hepatitis A und B, Typhus), empfiehlt das Zentrum für Reisemedizin Wien (Tel. 01-403 8343) für Individualtouristen und bei längeren Aufenthalten eine vorbeugende Impfung gegen Tollwut. Eine Malariaprophylaxe für einige ländliche Gebiete (Salta, Jujuy, Misiones, Corrientes) in den Monaten Oktober bis Mai wird angeraten.
In den nördlichen Provinzen Chaco, Salta, Catamarca und Jujuy sowie auch in Buenos Aires wurden im südlichen Sommer 2009 tausende Fälle von Dengue-Fieber registriert. Die Krankheit kann in ihrer schlimmsten Form tödlich enden. Gegen diese Krankheit gibt es nach wie vor keinen Impfstoff. Da das Dengue-Fieber durch tagaktive Mücken übertragen wird, sollten Reisende gute Mückenschutzmaßnahmen (Tragen von Haut bedeckender Kleidung, Auftragen von Mücken abweisenden Cremes oder Sprays auf unbedeckte Hautstellen, Schlafen unter Mückennetzen, etc) vornehmen. Diese Vorsichtsmaßnahmen sollten in den Sommermonaten (Oktober bis Mai) nördlich der Linie Buenos Aires - Mendoza (auch bei den Wasserfällen von Iguazú und in Buenos Aires) eingehalten werden.
Vorsicht
Auf die Einhaltung normaler Hygienemaßnahmen wie häufiges Händewaschen ist zu achten. Vorsicht ist beim Genuss von rohem Obst und Salaten angeraten, Leitungswasser (versetzt mit Chlor und oft verunreinigt) sollte nicht getrunken werden. Die Mitnahme einer Reiseapotheke, die nicht nur regelmäßig benötigte Arzneimittel, sondern auch Medikamente für gängige Reiseerkrankungen beinhaltet, wird empfohlen.
Versicherung
Es besteht kein Sozialversicherungsabkommen mit Österreich. Der Abschluss einer Zusatzversicherung für den Krankheitsfall und Krankentransport wird nahegelegt. Dies gilt vor allem auch für Krankentransportflüge, die von mehreren österreichischen Gesellschaften angeboten werden.
Verkehr
Öffentliche Verkehrsverbindungen: Inlandsflugnetz, Eisenbahnen, Busverbindungen. In Buenos Aires U-Bahnnetz, Schnellbahnen und Busse.
Der österreichische Führerschein ist in Kombination mit einem in Österreich ausgestellten Internationalen Führerschein bis maximal ein Jahr gültig.
Im nationalen Flugverkehr kommt es häufig - auch zu mehrstündigen - Verspätungen.
Besondere rechtliche Bestimmungen - Sonstiges
Homosexualität ist legal. Heirat bzw. Partnerschaft von Homosexuellen sind noch nicht gesetzlich geregelt, werden aber bereits diskutiert.
Prostitution ist erlaubt. In der Öffentlichkeit darf Prostitution nur an Orten stattfinden, die zumindest 200 Meter von einem bewohnten Gebäude, Schulen oder religiösen Einrichtungen entfernt liegen.
Volljährigkeit wird in Argentinien mit 18 Jahren erreicht.
Das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es keine Gewähr für die Vollständigkeit dieser Informationen sowie für gegebenenfalls daraus resultierenden Schaden übernimmt.
Weitere hilfreiche Informationen
Österreichische Botschaft Buenos Aires
Informationen in deutscher und spanischer Sprache; Internet:
www.austria.org.ar
