NATO

Die NATO, 1948 als westliches Verteidigungsbündnis gegründet, hat ihre Rolle nach dem Ende des Kalten Krieges dramatisch geändert. Seit dem Strategischen Konzept von 2010 umfassen ihre drei Kernaufgaben: kollektive Verteidigung (nur für die Mitglieder); internationales Krisenmanagement (unter Beteiligung von Partnern); kooperative Sicherheit (Weiterentwicklung der internationalen Sicherheit durch Zusammenarbeit).

Österreich nimmt seit 1995 an der Partnerschaft für den Frieden (PfP) und seit 1997 am Euro-Atlantischen Partnerschaftsrat (EAPC) teil. Es beteiligt sich an NATO-geführten Krisenmanagement- und Friedenseinsätzen, vor allem an der Operation KFOR im Kosovo, wo Österreich mit derzeit 400 und ab Herbst 2014 dann 520 Soldaten das größte Kontingent eines Nicht-NATO-Staates und das viertgrößte Kontingent überhaupt stellt. Überdies sind österreichische Soldaten in der Operation ISAF in Afghanistan vertreten. Das Bundesheer beteiligt sich an einer Vielzahl von für Partnerstaaten offenen Übungen und Trainings, was für die Transformation, Interoperabilität und Modernisierung der Streitkräfte unerlässlich ist. Österreich wirkt aktiv an der konzeptuellen Weiterentwicklung der Sicherheit mit, insbesondere im Rahmen der „5 Westeuropäischen Partner“ (WEP-5), die sich aus den beiden allianzfreien Staaten Finnland und Schweden sowie den drei Neutralen Irland, Schweiz und Österreich zusammensetzt und anlassbezogen um weitere Neutrale oder Allianzfreie erweitert wird (z.B. Malta, Serbien, Moldau). Überdies setzt Österreich gemeinsam mit der NATO eine Reihe von gemeinsam definierten Partnerschaftszielen im militärischen wie politischen Bereich um.

Die NATO und ihre Mitglieder „view Austria as an effective partner and contributor to international security, which shares key values such as the promotion of international security, democracy and human rights” (Zitat NATO-Homepage) und schätzen die Beiträge des neutralen Partners Österreich.