Zentralasien

Bedingt durch die strategische und geopolitische Lage Zentralasiens, die Nähe zu Afghanistan, die immer wichtiger werdenden Energie- und Sicherheitsfragen, sind die fünf Länder Zentralasiens - Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan - vermehrt in das Blickfeld Europas gerückt. Die Region steht einer Reihe von Problemen gegenüber, wie Drogen, Menschenrechtsverletzungen und Menschenhandel, islamischer Fundamentalismus, Terrorismus. Weitere Herausforderungen stellen auch die Armutsbekämpfung, der Demokratisierungsprozess und der Demokratisierungsprozess dar.

Der Europäische Rat am 22. Juni 2007 nahm die EU-Strategie für Zentralasien an, die im Juni 2010 überarbeitet wurde. Diese Strategie dient als Gesamtrahmen für die Beziehungen der EU zu der Region mit besonderem Fokus auf die Bereiche Bildung, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, Energie, Handel und Investitionen, Interkultureller Dialog, Menschenrechte, Migration, verantwortungsvolle Regierungsführung, wirtschaftliche Entwicklung, Umwelt und Wasser, Verkehr.

Österreich hat mit der Eröffnung einer Botschaft in Astana im Herbst 2007 seinem Interesse an dieser Region Rechnung getragen. Der Amtsbereich der Botschaft erstreckt sich auf Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Turkmenistan. Die Österreichische Botschaft für Usbekistan hat ihren Sitz in Wien. ÖsterreicherInnen sind auch in den EU- und VN-Vertretungen bzw. OSZE Zentren in Zentralasien tätig.

Was konkrete Projekte betrifft, engagiert sich Österreich insbesondere im Bereich Sicherheit und der Bekämpfung des Drogenhandels, was durch den bevorstehenden Truppenrückzug aus Afghanistan wichtiger wird u.a. durch die von Ö initiierten Projekte in diesem Bereich (BOMCA, CABSI). Auch im Bereich Ausbildung und somit Förderung von Dialog und friedlicher Konfliktlösung ist Österreich – u.a. durch Ausbildungsprogramme der Diplomatischen Akademie – aktiv.