Pazifischer Raum

Australien ist eine konstitutionelle Monarchie. Staatsoberhaupt ist Königin Elisabeth II., die durch General-Gouverneur  Peter John Cosgrove vertreten wird. Das Land ist Europa durch gemeinsame Werte immer noch eng verbunden, auch wenn die Allianz zwischen Australien und den USA („ANZUS-Pakt“ von 1951) den eigentlichen Grundpfeiler der australischen Außenpolitik bildet. Ein Rahmenabkommen zwischen Australien und der EU ist gerade im Entstehen. Der Rohstoffreichtum des Landes birgt für das Land ausgezeichnete Zukunftsperspektiven.

Neuseeland kooperiert aufgrund kultureller und geographischer Nähe besonders eng mit Australien, daneben bemüht sich Neuseeland ebenfalls um eine stärkere Zusammenarbeit mit asiatischen Staaten. Auf internationaler Ebene besteht ein großes multilaterales Engagement. Mit Österreich gemeinsam besteht das Interesse an Abrüstungsfragen, einem Bereich der bereits erfolgreiche Kooperationen aufweist. Neuseeland ist, aufgrund der Exportabhängigkeit der neuseeländischen Wirtschaft, um bilaterale und regionale Freihandelsabkommen bemüht.

Alle pazifischen Inselstaaten gehören der Gruppe der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten (AKP-Staaten) an. Im bevölkerungsreichsten Pazifik-Inselstaat Fidschi – traditionell Drehscheibe in der Region – herrscht seit einem Putsch im Jahr 2006 ein Ausnahmezustand.

Die Inselstaaten des Pazifiks, vor allem die Atollstaaten wie Kiribati, Tuvalu oder die Marschallinseln sind besonders von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Klimaschutz und Umweltthemen sind daher Prioritäten für die Region. Die EU ist nach Australien der zweitgrößte Entwicklungshilfepartner im Pazifik.

Das „Pacific Islands Forum“ (PIF) wurde vor 40 Jahren von sieben Staats- und Regierungschefs der Region gegründet. Der Kreis der Teilnehmer am PIF erweitert sich von Jahr zu Jahr. Dies spiegelt immer wichtigere strategische Bedeutung der Region wieder.