Der asiatisch-pazifische Raum

Das 21. Jahrhundert wird vielfach als das „Asiatische Jahrhundert“ prognostiziert. Politische und wirtschaftliche Gewichte verlagern sich zusehends in den asiatisch‑pazifischen Raum.

Ost- und Südostasien zählen zu den Regionen mit der größten Wirtschaftsdynamik. Die Länder der Region erzielen größtenteils ein beträchtliches Wirtschaftswachstum. Aus der Wirtschafts- und Finanzkrise scheinen eine Reihe asiatischer Staaten gestärkt hervorgegangen zu sein. Insbesondere China hat sich neben Japan zu einer regionalen Drehscheibe und einem globalen Akteur entwickelt. In Südasien kommt Indien eine immer größere und dominierende wirtschaftliche Bedeutung zu.

Eine zentrale Frage in Südostasien ist, wie sich der Integrationsprozess im Rahmen von ASEAN (Association of South East Asian Nations) weiter entwickeln wird. Auch die Pläne zur Schaffung einer Ostasiatischen Gemeinschaft werden mit großem Interesse wahrgenommen. Die wirtschaftliche Verflechtung innerhalb von ASEAN, aber auch zwischen ASEAN und China, Japan sowie Südkorea nimmt ständig zu.

Auch demographisch kommt Asien eine immer größere Bedeutung zu: Ca. 60% der Weltbevölkerung lebt in Asien, rund die Hälfte davon in China und Indien. Viele der größten Städte und Metropolregionen der Welt liegen in Asien, so etwa Tokio, Delhi, Shanghai, Mumbai, Dhaka und Beijing.

Die Region ist weiterhin Schauplatz zahlreicher politischer Krisen und ungelöster ethnischer und sozialer Konflikte. Vor diesem Hintergrund kommt den Bemühungen um eine vertiefte politische Kooperation in der Region große Bedeutung zu.

Österreich und die EU engagieren sich in der Region in zahlreichen Bereichen. Die EU hat mit, China, Indien, Japan und der Republik Korea eine „Strategische Partnerschaft“ etabliert und hält regelmäßig Treffen auf höchster Ebene ab.