UNESCO

UNESCO steht für United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur). Sie ist eine der 15 rechtlich eigenständigen Sonderorganisationen der Vereinten Nationen und hat ihren Sitz in Paris.

Die UNESCO wurde von 37 Ländern im November 1945 in London gegründet, in der Überzeugung, dass Bildung und Kommunikation bzw. das Wissen von- und übereinander den Ausbruch eines neuen Weltkrieges verhindern kann.

Leitidee der UNESCO: Since wars begin in the minds of men, it is in the minds of men that the defences of peace must be constructed. (Präambel der UNESCO-Verfassung).

Ziel der UNESCO ist es, durch Förderung der internationalen Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation zur Beseitigung der Armut, zur nachhaltigen Entwicklung, zur Wahrung des Friedens und der Sicherheit sowie zum interkulturellen Dialog beizutragen. Denn aus den Erfahrungen des Zweiten Weltkrieges wurde die Lehre gezogen, dass ein ausschließlich auf politischen und wirtschaftlichen Abmachungen von Regierungen beruhender Friede die einmütige, dauernde und aufrichtige Zustimmung der Völker der Welt nicht finden kann. Friede muss – wenn er nicht scheitern soll – in der geistigen und moralischen Solidarität der Menschheit verankert werden.

Heute hat die UNESCO 195 Mitgliedsstaaten und 9 assoziierte Mitglieder. Generaldirektorin der UNESCO ist seit 2009 die Bulgarin Irina Bokova. Sie wurde auf der 37. Generalkonferenz der UNESCO im November 2013 für eine weitere Periode bis 2017 wieder gewählt.

Die Generalkonferenz 2013 einigte sich neben einem neuen achtjährigen, strategischen Programm auf einen um 146 Mio. US-Dollar gekürzten, zweijährigen Budgetrahmen von 507 Millionen US-Dollar. Damit soll die durch den Ausfall der Beitragszahlungen der USA seit 2011 andauernde, prekäre Finanzsituation gelöst werden. Dafür wurden sämtliche UNESCO-Programme einer radikalen Fokussierung unterzogen.

Die Organisation konzentriert sich in ihren Programmen insbesondere auf zwei globale Prioritäten:

  • Afrika
  • Die Gleichstellung der Geschlechter,

 
Österreich trat der UNESCO am 13. August 1948 bei. Der österreichische Mitgliedsbeitrag an die UNESCO in der Höhe von jährlich rund USD 1,1 Millionen und EUR 1,3 Millionen (Stand 2014) entspricht 0,798% des regulären UNESCO-Budgets.

Am 2. November 2011 wurde Österreich von der Generalkonferenz der UNESCO mit überwältigenden Mehrheit für vier Jahre in den Exekutivrat der UNESCO, dem obersten Lenkungsorgan der Organisation mit 58 Mitgliedern, gewählt.

Österreich ist überdies im Menschenrechtsausschuss und im Non-Governmental-Partners Komitee vertreten. Im Juni 2013 wurde Österreich in das Komitee der Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen gewählt. Österreich ist auch Mitglied im Zwischenstaatlichen Rat des „Information for All“-Programms.