Multilaterale Auslandskulturpolitik

Unter multilateralen Angelegenheiten der Auslandskulturpolitik versteht man jenen Tätigkeitsbereich der Auslandskultur, der sich mit den kulturellen Angelegenheiten im Rahmen internationaler Organisationen, wie der UNESCO, der Europäischen Union (EU), des Europarates, sowie Internationaler Netzwerke, etwa jenes der nationalen Kulturinstitute der Europäischen Union (EUNIC) befasst.

Hauptthemen der multilateralen Auslandskulturpolitik:

Österreich ist seit 2. November 2011 Mitglied des Exekutivrats der UNESCO, dem obersten Steuerungsgremium der Organisation. In dieser Funktion engagiert sich Österreich besonders in der Umsetzung seiner Prioritäten im Bereich der Menschenrechtserziehung, der Verbesserung der Qualität der Bildung weltweit und dem Dialog der Kulturen.

Im Rahmen der EU trägt die multilaterale Auslandskulturpolitik essentiell zur Formulierung der zunehmenden Bedeutung von Kultur in den Außenbeziehungen der Union bei. Zentrale Themen bilden die kulturpolitische Antwort der EU auf die Entwicklungen im Arabischen Raum sowie der interkulturelle Dialog der EU mit China. Einer der wichtigsten und in der multilateralen Kulturarbeit aktivsten Partner der EU-Institutionen bei der Implementierung der europäischen Kulturagenda ist das Netzwerk der nationalen Kulturinstitute EUNIC, dem auch Österreich angehört.