Dialog der Kulturen und Religionen

„Durch Initiativen im Bereich des Dialogs der Kulturen und Religionen einen nachhaltigen Beitrag zur globalen Vertrauensbildung und Friedenssicherung leisten“ ist eines von drei Zielen der österreichischen Auslandskulturpolitik. Weiters definiert der Strategiebericht der Bundesregierung 2013-2016 die „Notwendigkeit eines interkulturellen und interreligiösen Dialogs“ als eine Herausforderung des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten mit seinen Vertretungsbehörden.

Der „Dialog der Kulturen“ ist ein traditioneller Schwerpunkt der österreichischen Außenpolitik. Grund dafür ist einerseits die von kultureller Vielfalt geprägte österreichische Gesellschaft. Um die damit verbundenen Herausforderungen bewältigen und das in dieser Diversität liegende enorme Potenzial ausschöpfen zu können, bietet sich der Dialog als erfolgversprechendes Instrument an.

Andererseits ist dieser Schwerpunkt von Spannungen zwischen unterschiedlichen Kulturen geprägt. Diese werden in einem Zeitalter der Vernetzung und Globalisierung durch ein medial vermitteltes „Schein-Wissen“ über andere Kulturen und gekoppelt mit der rasanten Verbreitung von Informationen und Inhalten über vorwiegend elektronische Medien weiter verschärft. Daraus entsteht die steigende Notwendigkeit, einer weiteren polarisierenden Verhärtung der Standpunkte vorzugreifen, Spannungen abzubauen und kulturelle Unterschiede verstehen und akzeptieren zu lernen. Auch hier bewährt sich der Dialog als ein erfolgreicher Ansatz.

Vor diesem Hintergrund hat sich Österreich zu einer Drehscheibe des interkulturellen und interreligiösen Dialogs entwickelt und nimmt damit eine aktive Vorreiterrolle ein. Um diese Position weiter zu stärken, engagiert sich das Außenministerium sowohl in multilateralen und bilateralen Initiativen sowie durch nationale Projekte im Bereich des interkulturellen Dialogs und leistet so einen nachhaltigen Beitrag zur globalen Vertrauensbildung und Friedenssicherung.