Aktuelles

¿DON’T LOOK BACK IN ANGER!

Im Zentrum dieser Podiumsdiskussion am Dienstag, 25. August 2015 um 19 Uhr im Grillparzerhaus, Johannesgasse 6, 1010 Wien, steht die internationale kulturelle Zusammenarbeit als politischer Auftrag in Europa.

Moderiert von Ulrich Ladurner diskutieren Nenad Dimitrijević (Serbien), Fatos Lubonja (Albanien) und Ilija Trojanow (Bulgarien/Österreich) u.a. darüber welche Rolle grenzüberschreitende kulturelle Zusammenarbeit bei der Überwindung des im Südosten Europas tief sitzenden Misstrauens zwischen nächsten Nachbarn spielt. Weiters gehen sie Fragen nach wie: Welche Ansprüche sind an eine offene Vergangenheitsbewältigung in dieser postkonfliktären Region zu stellen, wie kann es gelingen, die Basis dafür – Liberalität, Pluralität und das Miteinander aller Beteiligten „auf Augenhöhe“ – zu festigen und zu manifestieren? Welche Rolle spielen die Ausformungen von Nationalpatriotismus und politischen Mythologien? Welche Chancen bestehen, an der Peripherie des institutionalisierten Europas offene zwischenstaatliche Fragen endlich zu beantworten? Kann die interregionale Zusammenarbeit in der Kultur- und Literaturförderung hierbei eine katalysierende Wirkung haben? Welche Rolle für den offenen gesellschaftlichen Diskurs in und zwischen den Ländern des Westlichen Balkan spielt der Austausch von Büchern und Übersetzungen als Form verschriftlichter, nicht flüchtiger Standpunkte?

Nenad Dimitrijević ist Professor für Politikwissenschaften an der Central European University in Budapest. Seine Schwerpunkte sind Verfassungstheorie und politische Theorie. Zudem befasst er sich seit längerem mit Fragen von Transitional Justice, Vergangenheitsbewältigung und moralischer Verantwortung. Neben seiner umfangreichen Tätigkeit als Herausgeber von Textsammlungen hat er etliche Bücher veröffentlicht, etwa „Duty to Respond: Mass Crime, Denial and Collective Responsibility“ (2011).
Fatos Lubonja ist Autor und seit 1994 Verleger der Zeitschrift Përpjekja [Unterfangen] sowie Vertreter des Forums für Demokratie. Durch seine strikte, gleichsam konstruktive Kritik ist er einer der einflussreichsten Verfechter für Albaniens Weg in die Demokratie. Geboren 1951 in Tirana in eine Familie mit langer Tradition im intellektuellen Widerstand. Nachdem bei einer Hausdurchsuchung seine Tagebücher gefunden wurden, in denen er seine Kritik an Enver Hoxha festgehalten hatte, wurde er im Alter von 23 zu sieben Jahre Gefängnis verurteilt wegen „Agitation und Propaganda“. Den folgenden Gerichtsprozess beschrieb er in seinem dokumentarischen Roman „Zweites Urteil“, der 1996 auf Albanisch und 2009 auf Englisch erschien. Nach siebzehn Jahren Haft wurde Fatos Lubonja 1991 entlassen. Seitdem ist er in den Kampf für Menschenrechte involviert.
Ilja Trojanow, geboren 1965 in Sofia, ist einer der vielseitigsten deutschsprachigen Schriftsteller. Sein Roman „Der Weltensammler“ (2006) wurde ein Weltbestseller, zuletzt erschienen der Roman „EisTau“ (2011) und die Kurzgeschichten „Wo Orpheus begraben liegt“ (mit Fotografien von Christian Muhrbeck, 2013). Seit vielen Jahren verfolgt Trojanow die Geschichte und Geschicke seines Herkunftslandes Bulgarien. Das Reportagebuch „Die fingierte Revolution“ und der Fernsehfilm „Vorwärts und nie vergessen – Ballade über bulgarische Helden“ sind beeindruckende Zeugnisse dieser Beschäftigung. Im Herbst 2015 erscheint sein neuer Roman „Macht und Wiederstand“ im S. Fischer Verlag.
Ulrich Ladurner, geboren 1962 in Meran, Südtirol, ist seit 1999 Auslandsredakteur der Wochenzeitung DIE ZEIT, und lebt in Hamburg. Zuletzt erschienen: „Lampedusa. Große Geschichte einer kleinen Insel“, Residenz Verlag 2014.

Organisiert wurde die Veranstaltung vom BMEIA sowie vom europäischen Netzwerk für Literatur und Bücher TRADUKI. Dieses wurde 2008 zur Förderung von Übersetzungen nach, aus und in Südosteuropa als gemeinschaftliches Projekt des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres der Republik Österreich, des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland, der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, des Bundeskanzleramts der Republik Österreich, von KulturKontakt Austria, des Goethe-Instituts und der S. Fischer Stiftung gegründet. Inzwischen zählen die Slowenische Buchagentur JAK, das Ministerium für Kultur der Republik Kroatien, das Ressort Kultur der Regierung des Fürstentums Liechtenstein, die Kulturstiftung Liechtenstein, das Ministerium für Kultur der Republik Albanien, das Ministerium für Kultur und Information der Republik Serbien und das Ministerium für Kultur der Republik Rumänien ebenfalls zu den Trägern.  an dem Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Kosovo, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Montenegro, Österreich, Rumänien, die Schweiz, Serbien und Slowenien beteiligt sind. 

ARTIST-IN-RESIDENCE AUSTAUSCHPROGRAMM 2016

< rotor > Zentrum für zeitgenössische Kunst schreibt in Kooperation mit der Kulturpolitischen Sektion des Bundesministeriums für Europa, Integration und Äußeres einen OPEN CALL für einmonatige GastkünstlerInnen-Aufenthalte in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien im Jahr 2016 aus. In Österreich lebende und arbeitende bildende KünstlerInnen aller Sparten sind eingeladen, sich zu bewerben. Einreichfrist ist der 31. August 2015.

Die Leistungen umfassen ein Stipendium in Höhe von 1.000 Euro, ein Wohn- bzw. Arbeitsstudio sowie die Reisekosten für An- und Abreise. Eine unabhängige Jury wird bis Mitte September 2015 die Auswahl treffen. Englisch oder eine der Landessprachen ist Voraussetzung für die Bewerbung. Jede Person kann sich für max. zwei Orte bewerben. Für jeden Ort sind ein eigenes Motivationsschreiben und Portfolio beizulegen.

Die Einreichunterlagen finden Sie hier: wbcalling.mur.at

ProjektpartnerInnen in Südosteuropa:
T.I.C.A. – Tirana Institute of Contemporary Art / Tirana / Albanien
Public ROOM / Sarajewo / Bosnien-Herzegowina
Stacion – Center for Contemporary Art / Prishtina / Kosovo
press to exit project space / Skopje / Mazedonien
Art Research Center 42° / Cetinje / Montenegro
Kontekst Collective / Zadruga Oktobar / Belgrad / Serbien

ProjektpartnerInnen in Österreich:
AIR Krems
Atelierhaus Salzamt Linz
Cultural City Network Graz
Kunsthalle Exnergasse Wien
lend|hauer Klagenfurt

Logo Westbalkan Calling
Bild: rotor GrazLogo Westbalkan Calling

Anmerkungen zum Beginn des kurzen 20. Jahrhunderts

Die in einer Kooperation des freiraum quartier21 INTERNATIONAL mit dem BMEIA und Motorenhalle. Projektzentrum für zeitgenössische Kunst Dresden organisierte, sowie von Andrea Domesle und Frank Eckhard kuratierte Ausstellung „Anmerkungen zum Beginn des kurzen 20. Jahrhunderts“ geht der Frage nach, inwieweit es zeitgenössischer Kunst zwischen Konstruktion, Referenz und Abbild möglich ist, das kulturelle Gedächtnis zu erweitern, zu korrigieren oder gar zu einer Wirklichkeitsfindung von Geschichte beizutragen. Gleichzeitig zeigen die Exponate veränderte, nicht gesellschaftskonforme Geschichtsbilder und verdeutlichen die Unterschiede von nationalen Erzählungen und Erinnerungskulturen über den Krieg.
Vorträge, Screenings, Artist Talks und Führungen ermöglichen zudem einen interdisziplinären Dialog über die Bedeutung des Ersten Weltkrieges. Ergänzend wird es im Rahmen der Ausstellung Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche geben. Folgende internationale KünstlerInnen sind mit Positionen vertreten: Kader Attia (FRA), Simone Bader (AUT), Marcin Berdyszak (POL), Nin Brudermann (AUT), Martin Chramosta (SUI), ETAGE (GER, Stefan Bombaci & Daniela Dietmann), Karen Geyer – Grauton (SUI), Sabine Groß (GER) Group San Donato (RUS, Oleg Blyablyas, Alexey Chebykin, Evgeny Umansky), Thibaud Guichard (FRA), Ruppe Koselleck (GER), Martin Krenn (AUT), Olga Alia Krulisova & Jana Morkovska (CZE), Anton Kuznetsov (RUS), François Martig (BEL), Radenko Milak (BIH), Mladen Miljanovic (BIH), Beate Passow (GER), Joachim Seinfeld (GER), Deborah Sengl (AUT) und Belle Shafir (ISR/GER). Weitere Informationen zur Ausstellung finden Sie in dieser Presseaussendung.
„Anmerkungen zum Beginn des kurzen 20. Jahrhunderts“ ist vom 3. Juni bis 16. August 2015, jeweils Di bis So von 13 bis 16 Uhr und von 16.30 bis 20 Uhr im freiraum quartier21 INTERNATIONAL bei freiem Eintritt zu sehen. Die Eröffnung findet am 2. Juni 2015 um 19 Uhr statt.

Anmerkungen zum Beginn des kurzen 20. Jahrhunderts
Bild: Grafik: milchhof/Michael RudolphAusstellung Anmerkungen zum Beginn des kurzen 20. Jahrhunderts

"Good Governance" Konferenz in Jerewan

Im Jahr 2011 wurde in Odessa eine Serie von Konferenzen ins Leben gerufen, die dem Thema „Gute Regierungsführung“ gewidmet sind. Internationale PolitikwissenschaftlerInnen, Mitglieder von Internationalen Organisationen und MitarbeiterInnen von NGOs  kommen seither einmal pro Jahr im Rahmen dieser Konferenzen zu einem Dialog über Konfliktprävention, Konfliktmanagement, gute Regierungsführung und Zivilgesellschaft zusammen. Bisher fanden vier Konferenzen statt, die vom Institut Go-Governance unter Beteiligung des BMEIA und der Stadt Wien mit einem lokalen Partner organisiert wurden.
Unzweifelhaft erlebte die Schwarzmeerregion und speziell der Kaukasus in den vergangenen Jahren eine wichtige politische, wirtschaftliche und soziale Wandlung. Allerdings sind die Nachwirkungen der vormals kommunistischen Regierungen, die Globalisierung und bewaffnete Konflikte weiterhin präsent. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit, demokratiepolitische Themen wie Rechtsstaatlichkeit, Einhaltung der Menschenrechte, Pressefreiheit etc. anhand der aktuellen Situation in der Region zu beleuchten.
Das Pilot Projekt in Odessa/Ukraine fand im Sommer 2011 zum Thema „Good Governance in the Black Sea Region“ statt, 2012 folgte die Konferenz „The Culture of Governance“ in Tbilisi, 2013 „Governance and Dialogue“ in Istanbul und 2014 „Governance and Sustainable Democracy“ in Chisinau/Republik Moldau. Zu jeder dieser Konferenzen erschien eine vom Go-Governance Institute herausgegebene Publikation.
Die fünfte Konferenz dieser Reihe fand am 15. Mai 2015 in Jerewan/Armenien statt und war dem Thema „Good Governance and Participation“ gewidmet. Diskutiert wurden insbesondere die Beteiligung der Zivilgesellschaft am demokratischen Prozess im post-sowjetischem Raum, Bürgerbeteiligung sowie Protestkultur wurden anhand von Fallstudien beleuchtet und Best Practice Beispiele vorgestellt. Es ist geplant, auch zu dieser Konferenz eine Publikation herauszugeben. Ab 2016 wird sich die Konferenz-Reihe den Ländern des Westbalkan widmen.

Jerewan
Bild: M. SullyJerewan

„Die Besten aus dem Osten" - Folge 13

Folge 13 von „Die Besten aus dem Osten!“, einer theatralen und literarischen Erkundungstour des Volkstheater Wien in Kooperation mit dem BMEIA bringt die junge, alternative Theaterszenen der Ukraine & Israels nach Wien. Damit geht die von Volkstheater-Direktor Michael Schottenberg 2007 ins Leben gerufene Kurzfestival-Reihe in die letzte Runde und bietet vom 9. bis 12. April 2015 in der Dependance Hundsturm ein vielseitiges Programm mit Gastspielen, Lesungen, Vorträgen, Publikumsgesprächen, Kulinarik, Getränke und Musik aus der Ukraine und Israel. Dabei werden zwei aktuelle Krisenherde an den Rändern Europas, zwei Länder, die eine ungeheure kulturelle Vielfalt bieten, thematisiert. So ist am 9. April 2015 das Kiewer Nationaltheater mit „Maidan Tagebücher“ der Autorin Natal’ya Vorozhbit unter der Regie von Andriy May zu sehen - und zu erleben. Das Stück hatte im Dezember 2014 in Kiew Premiere und wurde bereits als Gastspiel vom Thalia Theater Hamburg sowie in einer reduzierten Version vom Berliner Maxim Gorki Theater eingeladen. Während der gesamten Dauer dieses Kurzfestivals warden aktuelle Arbeiten des Kiewer Fotokünstlers Sasha Kurmaz ausgestellt. Am 10. April 2015 reflektiert Jurko Prochasko in seinem Vortrag über die aktuelle politische Lage in der Ukraine. Der Literaturwissenschaftler und Psychoanalytiker gilt als wichtiger kultureller Vermittler, der sich aktiv für die Einbindung der Ukraine in Europa einsetzt. Den Israel-Schwerpunkt am 11. April 2015 leitet die bekannte Wiener Philosophin und Publizistin Isolde Charim mit einem Vortrag ein. Im Zentrum des Abends steht der israelische Autor und Regisseur Eyal Weiser mit seinem Stück „This is the Land. The Zionist Creation Reject’s Salon“. Es ist ein fiktives Regiefestival, das eine Reaktion auf den „Zionist Creation Award“ darstellt, einen vom israelischen Ministerium für Kultur und Sport ausgelobten Wettbewerb, der 2011 eine hitzige öffentliche Debatte in Israel auslöste. Das Stück war u.a. 2013 beim israelischen Theaterfestival und 2014 bei „Radikal Jung – Das Festival junger Regisseure“ des Münchner Volkstheaters eingeladen. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte diesem Programm.
Karten: (01) 52 111-400; 1-Tagespass € 12 / 2-Tagepass € 19 / 3-Tagepass € 24 / Sonntags-Brunch: € 7

Bild: Gadi DagonThis is the Land

"united nations extended - The Vienna Dialog"

Die in Kooperation mit dem BMEIA organisierte Ausstellung „united nations extended – The Vienna Dialog“ gibt einen Einblick in das Spannungsfeld zwischen Kunst und Politik am Beispiel der Vereinten Nationen. Neben kritischen Stellungnahmen zeitgenössischer KünstlerInnen zeigt sie auch poetische und dokumentarische Arbeiten und gibt so einen breiten Überblick über künstlerische Positionen seit den 1990iger Jahren. Thematisiert werden auch die Sammlungen der Weltorganisation an ihren Standorten, darunter auch in Wien. Zusammengestellt von den KuratorInnen Signe Theill und Peter Winkels beschäftigt sich die Schau im freiraum quartier21 INTERNATIONAL im MuseumsQuartier Wien mit bildlichen und symbolischen Akten der Politik. Die Politikfelder, die die KünstlerInnen aus über einem Dutzend Ländern ins Visier nehmen, reichen vom Palästina-Konflikt über den Irakkrieg, den Völkermord in Ruanda, den Bürgerkrieg in Bosnien, das Flüchtlingsdrama an den EU-Grenzen bis hin zu Verbindungen von Privatem und Politischem im Umkreis der UN. Durch Vorträge, Screenings und KünstlerInnengespräche wird ein interdisziplinärer Dialog über die Bedeutung der Kunst im Kontext der Vereinten Nationen angestoßen. Weitere Informationen zur Ausstellung bieten die Presseaussendung und diese Karte zum Rahmenprogramm
„united nations extended – The Vienna Dialog“ ist vom 13. März bis 10. Mai 2015, jeweils Di bis So von 13 bis 16 Uhr und von 16.30 bis 20 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen. 

Bild: Alfred Banze"H-O-P-E"

"Tales of 2 Cities" im Jüdischen Museum Wien

Sechs KünstlerInnen aus Russland und Österreich (Olga Jitlina, Zenita Komad and the Unity Operators, Ekaterina Shapiro-Obermair, Haim Sokol, Hans Weigand und Alisa Yoffe) konfrontieren sich in der Ausstellung "Tales of 2 Cities" mit Objekten des 20. Jahrhunderts aus zwei Sammlungen in Moskau und Wien. Mit Mitteln der künstlerischen Recherche und im Dialog mit den KuratorInnen der beiden Sammlungen identifizieren sie Objekte, die zum Ausgangspunkt für neue künstlerische Projekte bzw. Objekte werden. Diese Sammlungen sind Speicher mit Dingen, die von verdrängten oder an den Rand gedrängten Geschichten erzählen.Das 1988 gegründete Jüdische Museum Wien, in dessen Mittelpunkt die jüdische Geschichte Wiens und Österreichs steht, und die 1990 entstandene Gesellschaft Memorial in Moskau, deren Archiv Dinge zur Geschichte der politischen Repression und der Verletzung der Menschenrechte in der UdSSR sammelt. Ziel der künstlerischen Recherche ist es, Dingen auf den Grund zu gehen, die zwar in ihrer sinnlichen Erscheinung heute einen vielleicht sogar täuschend ähnlichen Eindruck hinterlassen können, deren Geschichte sich aber mit zunehmend genauer Betrachtung stärker zu unterscheiden und widersprechen vermag.
Kuratiert wurde diese Ausstellung des Jüdischen Museums Wien, des Österreichischen Kulturforums Moskau und des Memorial Moskau von Astrid Peterle, Natalia Petrova und Simon Mraz. Zu sehen ist sie vom 21. Jänner bis 19. April 2015 im Museum am Judenplatz, Judenplatz 8, 1010 Wien, Sonntag bis Donnerstag von 10:00 - 18:00 Uhr und Freitag von 10:00-14:00 Uhr. Samstags geschlossen.
Vom 16. September bis 5. Oktober 2014 war die Ausstellung bereits im Moskauer Museum für zeitgenössische Kunst zu sehen.
Dieser TV-Bericht auf W24 bietet einen Vorgeschmack auf die Ausstellung.

Tales of 2 Cities, Plakat
Bild: JMWTales of 2 Cities, Plakat

Kulturjahr Österreich Serbien 2015

Die heutige enge Partnerschaft und Freundschaft zwischen Österreich und Serbien hat ein Fundament, das auf den vielfältigen historischen, kulturellen und menschlichen Verbindungslinien zwischen den beiden Ländern aufbaut. Rund 300.000 Personen in Österreich haben serbische Wurzeln, und Österreich ist einer der wichtigsten Unterstützer Serbiens auf dem Weg in die EU.
Um dieser Verbundenheit auch kulturell Ausdruck zu verleihen, ist Serbien im Jahr 2015 Schwerpunktland der Österreichischen Auslandskultur. Durch eine verstärkte Veranstaltungstätigkeit des Österreichischen Kulturforums Belgrad wie auch durch die Förderung von serbischen Künstlerinnen und Künstlern und Veranstaltungen der Präsentation serbischer Kultur in Österreich soll die österreichische Kultur in Serbien und die serbische Kultur in Österreich sichtbarer und erfahrbarer werden. Dabei wird der Blick sowohl zurück in die gemeinsame Geschichte im 19. Jahrhundert als auch nach vorne zur Gegenwartskunst gerichtet sein. So viele Kunstsparten wie möglich, von der Bildenden Kunst über Theater und Musik bis hin zur Architektur und Literatur sollen bei dieser gemeinsamen Betrachtung vertreten sein. Einen kleinen Vorgeschmack gibt dieser Teaser-Folder.

Logo Kulturjahr Österreich Serbien 2015
Logo Kulturjahr Serbien Österreich 2015

„Bewegte Beziehungen"

Vom 10. bis 27. März 2015, jeweils Mo-Fr von 10-15 Uhr, ist im Kunstraum Palais Porcia, Herrengasse 23, 1010 Wien, die Ausstellung „Bewegte Beziehungen“ zu sehen. Diese im Rahmen des „Kulturjahres 2015 • Österreich - Serbien“ vom Österreichischen Kulturforum Belgrad in Kooperation mit dem serbischen Institut für Zeitgeschichte und dem Stadtmuseum Belgrad erarbeitete Ausstellung beleuchtet die Beziehungen zwischen Serbien und Österreich in ihrer langfristigen Dimension.
„Der Balkan beginnt am Rennweg…“ Dieses Fürst Metternich zugeschriebene Zitat hat sich in der Geschichte immer wieder als treffend herausgestellt. Die Entwicklungen am Balkan, und damit auch in Serbien, hatten nämlich stets auch Auswirkungen auf Österreich - und umgekehrt; dies sowohl in politischer als auch wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und kultureller Hinsicht. Die in dieser Ausstellung präsentierten Objekte und Schautafeln zeigen, dass sich nach der Gründung des Fürstentums Serbien Anfang des 19. Jahrhunderts auf zwei Ebenen äußerst enge kulturelle, gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Verbindungen mit Österreich entwickelt haben: staatlich mit Österreich als übermächtigem Nachbarn - und zeitweise aktivem Förderer - Serbiens, sowie mit der serbischen Bevölkerung der Donaumonarchie. Innerhalb der damaligen Grenzen Österreichs entfalteten sich serbische Sprache, Religion und Kultur zu neuer Blüte und mit der „Woiwodschaft Serbien“ gab es - zumindest temporä - sogar ein eigenes Kronland. Die Ausstellung stellt aber auch dar, wie sich die politischen Interessen um 1900 im engen serbisch-österreichischen Beziehungsgeflecht immer konträrer entwickelten - und schließlich zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führten. Die Politik hatte versagt, doch die kulturellen Bezüge blieben aufrecht und bis heute bildet die Kultur die Basis für die überaus freundschaftlichen Beziehungen zwischen Serbien und Österreich.

Bild: BMEIAPlakat Bewegte Beziehungen

Forum Auslandskultur

Im Rahmen einer Kooperation der Kulturpolitischen Sektion des BMEIA mit Radio Klassik. Stephansdom läuft von September 2014 bis Juli 2015 die Sendereihe "Forum Auslandskultur". In jeweils einstündigen Features wird die Arbeit der Österreichischen Kulturforen im Ausland vorgestellt. Zu hören sind diese an jedem 2. Sonntag im Monat von 15-16 Uhr auf der Frequenz 107,3, mit einem Da Capo am darauffolgenden Mittwoch von 21-22 Uhr. Neben der Ausstrahlung im Radio können die Sendungen auch weltweit im Internet im Livestream gehört werden.
Begonnen hat die Sendereihe am 14. September 2014 mit einem Interview mit Bot. Martin Eichtinger, dem Leiter der Kulturpolitischen Sektion des BMEIA, über die Österreichische Auslandskulturarbeit im Allgemeinen sowie die Auslandskulturtagung 2014 im Besonderen. In den weiteren Sendungen wurde bzw. wird die Arbeit eines Kulturforums vorgestellt.
Die Sendetermine waren bzw. sind: 12. Oktober 2014: ÖKF Rom, 16. November 2014: ÖKF Teheran, 14. Dezember 2014: ÖKF Moskau, 11. Jänner 2015: ÖKF Istanbul, 8. Februar 2015: ÖKF Prag, 8. März 2015: ÖKF Tokio, 12. April 2015: ÖKF New York & ÖKF Washington, 10. Mai 2015: ÖKF Zagreb, 14. Juni 2015: ÖKF Warschau, 12. Juli 2015: ÖKF Brüssel.

Bild: RKSDLogo Radio Klassik Stephansdom

"Europa : DIALOG mit …" - Kulturpolitische Gespräche im Haus der Europäischen Union

Sind wir in Europa angekommen? Gibt es ein Europäisches Kulturbewusstsein? Mit diesen und vielen anderen Fragen beschäftigen sich in der von Benedikt Weingartner moderierten Gesprächsreihe "EUROPA : Dialog mit..." im Haus der Europäischen Union, Wipplingerstraße 35, 1010 Wien, prominente Persönlichkeiten aus Medien, Kunst und Kultur.
In der ersten Jahreshälfte 2015 werden die folgenden Persönlichkeiten mit Benedikt Weingartner über ihre ganz persönlichen Beziehungen zu Europa sprechen: Barbara Coudenhove-Kalergi (13. Januar 2015), Oscar Bronner (10. Februar 2015), Theodora Bauer (10. März 2015), Ioan Holender (24. März 2015), Erika Pluhar (14. April 2015), Virginia Ernst (28. April 2015), Konrad Paul Liessmann (12. Mai 2015) und Emmy Werner (2. Juni 2015).
Die Gesprächsreihe startete am 3. Oktober 2014 mit dem langjährigen ORF-Korrespondent in Brüssel, Raimund Löw, für den Europa "ein großer, nicht enden wollender Krimi [ist], der einen nie loslässt...". Weitere Gäste im Jahr 2014 waren Harald Krassnitzer (21. Oktober), Julian Rachlin (7. November), Ildiko Raimondi (18. November) und Cornelius Obonya (3. Dezember).
Nähere Informationen entnehmen Sie bitte diesem Folder.

Folder "Europa : DIALOG mit …"
Bild: B. Weingartner"Europa : DIALOG mit ..."

„Post Colonial Flagship Store (PCFS)“ im freiraum quartier21 INTERNATIONAL - 3.10. bis 23.11.2014

Das von Sven Kalden und Georg Klein kuratierte, interdisziplinär angelegte Ausstellungsprojekt „Post Colonial Flagship Store (PCFS)“ im freiraum quartier21 INTERNATIONAL liess künstlerische Arbeiten aus zehn Ländern in einer Warenwelt-Camouflage auftauchen und setzte sich mit einem neuen, verdeckten Kolonialismus auseinander.

Was vor 100 Jahren der Kolonialwarenladen war, ist heute der Flagshipstore, der eine „saubere“ Konsumwelt anbietet, die jedoch allzu oft auf der Ausbeutung von Billiglohnländern beruht. Präsentiert wurden die Arbeiten der KünstlerInnen aus Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika als „Verkaufsprodukte“ oder „Dienstleistungsagenturen“ in einer Shopping Mall, die moderne Form des Kolonialwarenladens.

Nähere Informationen zum Nachlesen über diese in Kooperation mit dem BMEIA vom 3. Oktober bis 23. November 2014 präsentierten Schau, die auf überaus großes Publikums- und Medieninteresse gestoßen war, finden Sie in dieser Presseaussendung.

Donau Lounge auf der BUCH WIEN 2014

Vom 13. bis 16. November 2014 war zum bereits dritten Mal die "Donau Lounge" auf der BUCH WIEN eingerichtet. Die MessebesucherInnen konnten dort namhafte AutorInnen, Neuerscheinungen und viele aktuelle Themen aus zehn Donauländern erleben, wie etwa das 25-Jahr-Jubiläum des großen politischen Umbruchs in Mittelosteuropa im Jahre 1989. Das genaue Programm der "Donau Lounge 2014" finden Sie hier als pdf-Download.
Diese Initiative des Collegium Hungaricum Wien, an der sich auch heuer wieder das BMEIA sowie EUNIC Austria beteiligt hatten, fügt sich bestens in die Zielsetzungen der Europäischen Donauraumstrategie ein - und hat sich bereits zu einer regionalen Kulturmarke entwickelt: 2013 besuchte die "Donau Lounge" die Buchmessen des rumänischen Târgu Mureș und des ukrainischen Lviv/Lemberg, 2014 das Bookfest in Bukarest. Im September 2014 gastierte die "Donau Lounge" als Schwerpunktprogramm auf dem Internationalen Buchforum Lviv/Lemberg.

Donau Lounge
Bild: BMEIALogo Donau Lounge

Lesungen zum Tag des Kaffees am 1. Oktober 2014

Am 1. Oktober, dem „Tag des Kaffees“, fanden heuer zum bereits dritten Mal Lesungen in traditionsreichen Wiener Kaffeehäusern statt. Initiiert wurde dieses Projekt von EUNIC Austria, dem Verein der  in Wien ansässigen Kulturinstitute und Kulturabteilungen der Botschaften der EU Mitgliedstaaten, in Zusammenarbeit  mit dem Fachverband Wien der Kaffeehäuser. Ganz im Sinne des Gedenkjahres an den „Großen Krieg“ standen die Lesungen unter dem Motto „Krieg und Frieden“. 
Wie schon in den vergangenen Jahren bildeten Österreich und Georgien - mit Texten der georgischen Schriftstellerin Tamta Melaschwili und des Österreichers Egyd Gstättner - wieder ein "literarisches Paar". Gelesen wurden die Texte von der Schauspielerin Chris Pichler im Café Prückel. Als besonderes „Zuckerl“ gab es heuer auch Musik: das Harolo Trio präsentierte „a capella“ georgische Lieder, während die „Strottern“ Lieder spielten, die von und nicht für Soldaten geschrieben wurden.
Zum Nachlesen finden Sie hier den Artikel "Was Wien anders macht" zum Tag des Kaffees und zum Wiener Kaffeehaus allgemein, der im Cafejournal 06/2014 erschienen ist.

Poster Tag des Kaffees 2014
Bild: BMEIAPoster Tag des Kaffees 2014

Auslandskulturtagung 2014 - "Nur MuTh, brich auf! Chancen und Wege im Ausland"

Wir danken den zahlreichen interessierten Besucherinnen und Besuchern der Auslandskulturtagung 2014 im MuTh, dem Konzertsaal der Wiener Sängerknaben. Für all jene, die bei diesem Zusammentreffen der Österreichischen Kulturdiplomatinnen und Kulturdiplomaten des BMEIA nicht dabei waren (und für die, die sich das gerne noch einmal ansehen möchten), haben wir Fotos und Videos zum Nachsehen auf die AKT Website gestellt. Damit können Sie in aller Ruhe nachhören was fünf Künstlerinnen und Künstler sowie ein Wissenschaftler im Rahmen einer performativen Podiumsdiskussion darüber erzählten, was sie bewegt ins Ausland aufzubrechen - und was dies für ihre berufliche Weiterentwicklung und professionelle Vernetzung bedeutet hat. Ebenfalls nachsehen können Sie den Festvortrag von Galerist Thaddaeus Ropac und die Präsentation des Jahrbuchs der Österreichischen Auslandskultur des Jahres 2013. Eine Kurzzusammenfassung der AKT 2014 bietet Ihnen der folgende Video- Rundblick. Schließlich können Sie einen Blick in die Preisverleihung des Intercultural Achievement Awards am 3. September 2014 im Porgy& Bess werfen.

Logo Auslandskulturtagung 2014

Nachlese zum Europa-Forum Wachau 2014

Unter dem Motto „Demokratie in Europa - Wir haben die Wahl" diskutierten vom 17. bis 18. Mai 2014 beim Europa-Forum Wachau mehr als 400 TeilnehmerInnen über die Herausforderungen Europas.

Zum Nachlesen finden Sie hier die beim Europa-Forum Wachau 2014 verabschiedete "Göttweiger Erklärung 2014" sowie die Rede von Autorin Zdenka Becker mit dem Titel "Alle Menschen werden Brüder...".

Ansicht Stift Göttweig