Wiener Konferenz zu den humanitären Auswirkungen von Kernwaffen

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Hofburg, 8. – 9. Dezember 2014

Eine kernwaffenfreie Welt: ein gemeinsames Ziel der Menschheit. Doch 25 Jahre nach Ende des Kalten Krieges scheinen wir noch weit davon entfernt zu sein: so gibt es immer noch geschätzt 16.300 Kernwaffen. Neun Staaten sollen heute im Besitz dieser Waffen sein, doch da auch Kernwaffentechnologie immer leichter zugänglich wird besteht die Gefahr, dass weitere Staaten und sogar nicht-staatliche Akteure Atomwaffen entwickeln könnten.

Der Einsatz von Kernwaffen – sei es bewusst, durch Irrtum oder Wahnsinn, technisches oder menschliches Versagen – kann niemals völlig ausgeschlossen werden; ihre bloße Existenz stellt daher weiterhin eine inakzeptable Gefahr für die Menschheit und das Leben auf der Erde dar. Jeglicher Einsatz von Kernwaffen hätte eine schwere humanitäre Katastrophe zur Folge und würde weltweit verheerende Auswirkungen auf Umwelt, Klima, Gesundheit, Entwicklung und Wirtschaft mit sich bringen.

Der Einsatz einer einzigen modernen Kernwaffe würde das Ausmaß an Zerstörung und Verwüstung in Hiroshima und Nagasaki weit übertreffen. In solch einer Situation wären weder Staaten noch internationale Organisation in der Lage, ausreichend Hilfe zu leisten. Kernwaffen stellen somit weiterhin ein reales, existenzgefährdendes Risiko dar, gegen das es keine hinreichende Absicherung geben kann.

In den letzten Jahren haben sich immer mehr Staaten und zivilgesellschaftliche Akteure im Rahmen verschiedener nationaler, regionaler und internationaler Veranstaltungen mit den humanitären Konsequenzen von Kernwaffen und den damit verbundenen Risiken auseinandergesetzt. Diesem Thema waren zwei internationale Konferenzen in Oslo, Norwegen im März 2013 und in Nayarit, Mexiko im Februar 2014 gewidmet.

Der verstärkte internationale Blick auf die humanitären Auswirkungen von Atomwaffen verspricht alle Staaten in einem starken Abrüstungsdiskurs zu einen. Je mehr sich die internationale Gemeinschaft mit den Auswirkungen und Risiken von Kernwaffen auseinandersetzt, desto stärker wird das Argument für die Beseitigung dieser Waffen.

Die österreichische Regierung freut sich, am 8. und 9. Dezember 2014 die Wiener Konferenz zu den humanitären Auswirkungen von Kernwaffen abzuhalten. Mit dieser Konferenz soll das globale nukleare Abrüstungs- und Nichtverbreitungsregime gestärkt und der humanitäre Gedanke darin verankert werden.

Die Wiener Konferenz

-     wird allen interessierten Parteien offen stehen. Staaten werden eine offizielle Einladung zur Teilnahme und Nominierung von Experten und/oder hochrangigen Vertretern erhalten. Internationale Organisationen und Vertreter der Zivilgesellschaft mit relevanten Kenntnissen sind ebenfalls willkommen;

-     wird mit inhaltlichen Beiträgen und Vorträgen von Experten zu einem regen Gedankenaustausch ermuntern;

-     wird Delegationen auch die Möglichkeit geben, ihre Positionen zu diesen Themen darzulegen;

Ein begrenztes Förderungsprogramm für Teilnehmer aus den am wenigsten entwickelten Ländern ist vorgesehen.