CWC

Die 1997 in Kraft getretene Chemiewaffenkonvention (CWK) verbietet sämtliche Chemiewaffen und schreibt für Staaten, die im Besitz dieser Waffen sind, deren  phasenweise Vernichtung vor. Mit 190 Vertragsstaaten nähert sich die CWK universeller Geltung. Im April 2013 fand in Den Haag die Dritte Überprüfungskonferenz statt. Der Leiter der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) in Den Haag,  Generaldirektor Ahmet Üzümcü (Türkei), wurde anlässlich der 18. Vertragsstaatenkonferenz (Den Haag, 2. bis 6. Dezember 2013) für eine zweite Periode im Amt bestätigt. Am 10. Dezember 2013 wurde die OPCW mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Der Einsatz von Chemiewaffen im syrischen Bürgerkrieg am 21. August 2013 hat die CWK vor ihre bisher größte Herausforderung gestellt. Mit Resolution 2118 vom 27. September verfügte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen, dass Syrien bis 30. Juni 2014 sein Chemiewaffenarsenal vollständig beseitigen muss. Es folgten bis Jahresende 2013 der Beitritt Syriens zur CWK, die Einrichtung einer gemeinsamen Mission der Vereinten Nationen und der OPCW zur Überwachung der chemischen Abrüstung des Landes, die  Zerstörung der  Anlagen zur Herstellung chemischer Waffen und eines Teils der Chemiewaffen, sowie die Annahme eines genauen Plans für die Verbringung und Beseitigung des größeren Teils der Bestände außer Landes. Zu Ende des Jahres 2013 kamen Vereinbarungen  zustande, denen zufolge Österreich für die Unterstützung der Mission in Syrien Lufttransportkapazitäten zur Verfügung stellt, sowie einen Experten an die OPCW entsendet.