CTBTO

Der Vertrag über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBT) sieht ein Verbot aller nuklearen Explosionen vor. Seit der Annahme des Vertragsentwurfs durch die VN-GV im Jahr 1996 unterzeichneten 183 und ratifizierten 162 Staaten den CTBT (Stand Juni 2014). Durch sein globales Überwachungssystem wird der CTBT nach seinem Inkrafttreten die geheime Entwicklung von einsatzfähigen Kernwaffen unmöglich machen. Für das Inkrafttreten fehlen allerdings noch die in Annex 2 aufgezählten Schlüsselstaaten Ägypten, China, Indien, Iran, Israel, Nordkorea, Pakistan, und die USA.

Österreich nimmt an den Bemühungen zur Förderung des Inkrafttretens teil, z.B. durch den ehemaligen Generalsekretär Dr. Johannes Kyrle als Mitglied der "Group of Eminent Persons (GEM)".

Die Vorbereitende Kommission hat schon große Fortschritte beim Aufbau des Verifikationssystems erzielt, dessen weltweites Netz von Messstationen zu 85% fertig gestellt und weitgehend einsatzbereit ist. Es verwendet Hochtechnologie für Seismik, Hydroakustik, Ultraschall und Radionuklidmessung. Es liefert bereits jetzt zivile Dienstleistungen, wie z.B. für die Tsunami Frühwarnung und für radiologische Messungen nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima/Japan. Die Fähigkeiten der internationalen Überwachungsstationen wurden auch anlässlich der von Nordkorea durchgeführten Kernwaffentests wiederholt bewiesen, zuletzt beim Test vom 12. Februar 2013.