Kleine und leichte Waffen

Klein- und Leichtwaffen fordern weltweit mehr Opfer als alle anderen Waffengattungen. Zur Ausmerzung der illegalen Verbreitung von Klein- und Leichtwaffen arbeiten die Staaten im Rahmen eines im Jahr 2001 geschaffenen Aktionsprogramms der Vereinten Nationen zusammen. Im Juni 2014 findet das fünfte Zweijahresstaatentreffen unter dem Programm statt. Österreich engagiert sich international vor allem in Projekten zur Verbesserung der Sicherheit von Lagern von Klein- und Leichtwaffen.

Im September 2013 trat der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu einer hochrangigen Debatte zu Klein- und Leichtwaffen zusammen und nahm dabei erstmals eine Resolution (2117) speziell zu dieser Thematik an. Inhalt ist unter anderem die Verhinderung unzulässiger Transfers von Klein- und Leichtwaffen, die Einhaltung der vom VN-SR verhängten Waffenembargos, die Unterbindung von Waffenlieferungen an Terroristen, die Einbindung von Frauen bei der Setzung relevanter politischer Maßnahmen, die Einhaltung humanitäts- und menschenrechtlicher Verpflichtungen durch alle Parteien bewaffneter Konflikte sowie den Beitritt zu einschlägigen Instrumenten wie dem Waffenhandelsvertrag. Angesichts der Gefährdung von Frieden und Sicherheit in der Welt im allgemeinen, sowie der Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten im Besonderen, durch die unkontrollierte Anhäufung und Verwendung von Klein- und Leichtwaffen setzte der Sicherheitsrat mit der Resolution einen wichtigen Schritt zur Eindämmung des Problems.