Wien, 31. August 2010 Rede/Interview

Rede von Außenminister Michael Spindelegger anlässlich der Eröffnung der Frida Kahlo-Retrospektive

ES  GILT  DAS  GESPROCHENE  WORT !


Sehr geehrter Herr Bundespräsident!
Sehr geschätzte Frau Nationalratspräsidentin!
Sehr geschätzte Außenministerin Espinosa!
Sehr geehrter Herr Vorstandsvorsitzender Cernko!
Sehr geehrte Frau Direktorin Brugger!
Geschätzte Exzellenzen!
Geschätzte Gäste!


Ich freue mich Sie anlässlich der Eröffnung der Frida Kahlo-Retrospektive im Bank Austria Kunstforum - der ersten umfassenden Ausstellung dieser berühmten mexikanischen Künstlerin in Österreich - begrüßen zu dürfen.

Diese großangelegte Schau einer herausragenden Persönlichkeit kann man schlichtweg als sensationell bezeichnen. Wir betrachten es als besondere Geste der Freundschaft und Verbundenheit mit Mexiko, dass die Werke Frida Kahlos erstmalig in Österreich gezeigt werden. Und wir schätzen uns glücklich, dass die Außenministerin von Mexiko Patricia Espinosa, eine echte Kennerin und Freundin Österreichs, bei uns ist. 

Die Ausstellung über das Werk Frida Kahlos, Vorreiterin der feministischen Bewegung, ist ein Zeichen der Dynamik unserer kulturellen Beziehungen. Viele der Werke Frida Kahlos haben erstmals Mexiko verlassen. Ermöglicht wurde dies nicht zuletzt durch den Einsatz einer Reihe von Personen und Institutionen; ich darf hier speziell der Direktorin Ingried Brugger,der Österreichischen Botschaft in Mexiko und der Mexikanischen Botschaft in Wien danken. 

Ich freue mich besonders, dass diese Ausstellung zeitlich in das Bicentenario-Jubiläumsjahr fällt, in dem Mexiko den 200. Jahrestag des Beginns seiner Unabhängigkeit feiert. Es bietet die Gelegenheit, die Vergangenheit zu würdigen und gleichzeitig einer aussichtsreichen Zukunft des lateinamerikanischen Kontinents entgegenzublicken. Das österreichische Kulturforum Mexiko begleitet diese Festivitäten mit einem reichhaltigen Kulturprogramm. Auch in Wien haben wir dieses Jubiläum mit 6 Botschaften lateinamerikanischer Länder gefeiert. 

Die ausgezeichneten Beziehungen zwischen Mexiko und Österreich sind von einer Vielzahl an Gemeinsamkeiten geprägt. Mexiko ist, nach Brasilien, der bedeutendste Handelspartner Österreichs im lateinamerikanischen Raum. Auf politischer Ebene zeigt sich das gemeinsame Engagement besonders in der guten und engen Zusammenarbeit in internationalen Organisationen, beispielsweise im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Im kulturellen Bereich pflegen Österreich und Mexiko einen intensiven Kontakt. Mexiko ist übrigens das einzige Land Lateinamerikas, in dem ein österreichisches Kulturforum besteht. Auch wurde erst jüngst eine österreichische Schule in Mexiko durch Kulturministerin Schmied eröffnet. 

Besonders hervorheben möchte ich auch, dass sich der Besuchsaustausch zwischen unseren beiden Ländern deutlich intensiviert hat, wie auch die Anwesenheit der Frau Ministerin Espinosa heute bei der Eröffnung bezeugt. Ich möchte mich noch einmal herzlich bei Ihnen bedanken, Exzellenz, dass Sie uns die Freude machen, unser Gast zu sein. 

Ich danke allen Verantwortlichen, die zum Gelingen dieses außerordentlichen Projekts beigetragen haben.  Ich bin überzeugt, es wird großes Interesse bei den Besucherinnen und Besuchern finden. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend!