Wien, 11. Oktober 2013 Aussendung

Spindelegger: „Die Chancen von Mädchen weltweit stärken!“

Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger anlässlich des Internationalen Mädchentages

Wien, 11. Oktober 2013 - "Mädchen haben weltweit immer noch schlechtere Chancen im Leben als Buben. Der heutige zweite Internationale Mädchentag ist daher ein guter Anlass, die Notwendigkeit weiterer Anstrengungen zur Förderung von Mädchen deutlich zu machen", so Vizekanzler und Außenminister Michael Spindelegger anlässlich des Internationalen Mädchentages.
In vielen Ländern gelten Mädchen immer noch als minderwertig oder als eine Last für die Familie. Diese tief sitzenden Ressentiments sind einer der Gründe warum weibliche Föten gezielt abgetrieben oder die Ernährung und Gesundheit von Mädchen vernachlässigt wird. "‚Fehlende Mädchen' sind ein grausames Phänomen, das wir nicht dulden dürfen und gezielt bekämpfen müssen. Wir müssen das Bewusstsein der Öffentlichkeit auf die bestehenden Ungleichheiten lenken, aber auch speziell auf Mädchen ausgerichtete Gesundheits- und Bildungsprogramme fördern", so der Außenminister weiter.
Die österreichische Entwicklungszusammenarbeit (OEZA) leistet dazu einen konkreten Beitrag. So unterstützt Österreich etwa in Äthiopien eine NGO, die jungen Frauen, die keine Eltern mehr haben, eine Berufsausbildung ermöglicht. Dabei wird intensiv mit lokalen Unternehmen kooperiert, die Berufspraktika für die Studentinnen zur raschen Integration in den Arbeitsmarkt anbieten. In Jordanien kämpft die OEZA gemeinsam mit CARE gegen häusliche Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Neben den Betroffenen arbeitet das Projekt auch mit Eltern, LehrerInnen und GemeindeführerInnen zur Bewusstseinsänderung.
"Mit zwei Initiativen, an denen Österreich maßgeblich beteiligt war, ist es uns heuer gelungen, auch in internationalen Foren die Aufmerksamkeit auf die Diskriminierung von Mädchen zu lenken: In der Verbrechensverhütungskommission der Vereinten Nationen haben wir die uneingeschränkte Aufklärung von Frauen- und Mädchenmorden gefordert, im UNO-Menschenrechtsrat haben wir eine Resolution zur Bekämpfung der Kindersterblichkeit eingebracht. Beide Resolutionen sehen konkrete Maßnahmen im UNO-Rahmen vor. Wir werden diese Themen engagiert weiterverfolgen und uns in allen Bereichen dafür einsetzen, dass Mädchen und Buben die gleiche Wertschätzung und die gleichen Perspektiven bekommen," so Vizekanzler und Außenminister Spindelegger abschließend.

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