Wien, 22. März 2013 Aussendung

Lopatka: „Nachhaltige Entwicklungsziele unter Einbindung der Zivilgesellschaft ausarbeiten“

Armutsreduktion als vorrangiges Ziel der nachhaltigen Entwicklungsziele

Wien, 22. März 2013 - Im Rahmen des entwicklungspolitischen Jour Fixe lud Staatssekretär Reinhold Lopatka zu einem breiten Diskussionsprozess über die wichtigsten entwicklungspolitischen Themen der kommenden Jahre. „Österreich hat in Europa eine Vorreiterrolle, wenn es um die Einbindung der Zivilgesellschaft bei der Ausarbeitung der sogenannten Nachhaltigen Entwicklungsziele geht. Das hat mir auch der Kommissar für Entwicklung  Andris Piebalgs bei unserem letzten Arbeitsgespräch in Dublin bestätigt“, hielt Staatssekretär Reinhold Lopatka fest. Im Rahmen der Rio+20 Konferenz wurde 2012 die Ausarbeitung sogenannter Nachhaltiger Entwicklungsziele (SDGs) beschlossen, die die Bereiche Wirtschaft, Soziales und Umwelt umfassen sollen. Diese SDGs ergänzen damit die Millenniumsentwicklungsziele (MDGs), die 2015 auslaufen. „Die meisten MDGs werden bis 2015 leider nicht in allen Regionen der Welt erreicht werden. Dennoch ist der bisher eingeschlagene Weg richtig“, so Staatssekretär Lopatka. Zumindest konnte die extreme Armut um die Hälfte verringert werden und der Anteil der Menschen, ohne zuverlässigen Zugang zu Trinkwasserquellen wurde halbiert.

Österreich tritt auf internationaler und auf europäischer Ebene nachdrücklich für eine aktive Beteiligung der Zivilgesellschaft bei der Erarbeitung der Post-2015-Agenda ein. „Ich habe zu diesem Jour Fixe eingeladen, weil auch national eine solche Einbindung der Zivilgesellschaft erforderlich ist“, so Lopatka weiter. Der Diskussionsprozess hat zum Ziel, eine umfassende österreichische Position zu erarbeiten, die bei den kommenden Verhandlungen auf Ebene der Vereinten Nationen sowie der Europäischen Union eingebracht werden wird.
„Armutsreduktion muss weiterhin das vorrangige Ziel des neuen Rahmenwerks sein“, zeigte sich Lopatka überzeugt.  Er strich hervor, dass die Hauptverantwortung für ihre eigene Entwicklung bei den jeweiligen Staaten läge, betonte aber auch den Beitrag den Regierungen, die Zivilgesellschaft und die Privatwirtschaft leisten können.

Auf internationaler Ebene soll eine zwischenstaatliche Expertengruppe bis Ende 2013 eine Strategie zur nachhaltigen Entwicklungsfinanzierung erarbeiten.

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