Wien, 16. September 2013 Aussendung

Lopatka: "Frischer Wind für österreichisch-kroatische Wirtschaftsbeziehungen“

EU-Beitritt Kroatiens als Wachstumsimpuls nutzen

Wien, 16. September 2013 – „Kroatiens Teilnahme am europäischen Binnenmarkt eröffnet neue Chancen für Handel und Investitionen. Wir haben mit Kroatien einen Partner in der EU gewonnen, mit dem es besonders enge historische, kulturelle und wirtschaftliche Verbindungen gibt. Österreich ist mit über 7 Milliarden Euro größter Auslandsinvestor. Bereits 700 heimische Unternehmen sind in Kroatien tätig. Diese Position wollen wir weiter ausbauen. Gleichzeitig bringt der EU-Beitritt frischen Wind, den die kroatische Wirtschaft brauchen kann, um wieder auf den Wachstumskurs zurückzukehren“, erklärte Staatssekretär Reinhold Lopatka bei einer hochrangig besetzten Wirtschaftskonferenz des Vienna Economic Forum zu Kroatien.

„Kroatien hat lange und hart für seinen Beitritt zur EU gearbeitet. Die EU-Mitgliedschaft ist Ausdruck der Anerkennung für die Reformen der letzten Jahre und ein wichtiger Schritt im Erweiterungsprozess der Union. Österreich hat Kroatien seit der Unabhängigkeit, in den Jahren des Wiederaufbaus nach dem Krieg und bei der europäischen Integration als Partner und Freund begleitet und unterstützt“, so Lopatka weiter.

Kroatien hatte strengere Auflagen zu bewältigen als die Beitrittskandidaten davor und war daher besser auf den Beitritt vorbereitet. Wir haben unsere Expertise in den Bereichen Justiz, Finanzverwaltung, Umwelt, Energie und Landwirtschaft im Rahmen von Twinning-Projekten an Kroatien weitergegeben. Mit 39 Projekten und einem Gesamtvolumen von 34 Millionen Euro ist Österreich der stärkste Twinning-Partner Kroatiens. Die engen Kontakte auf Verwaltungsebene kommen uns jetzt als EU-Partner zugute“, führte der Staatssekretär aus.

„Der EU-Beitritt ist selbstverständlich nicht das Endziel. Die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit oder auch die Stärkung der Rechtssicherheit sind permanente Aufgaben, nicht nur für Kroatien, sondern für uns alle“, so Lopatka abschließend.

 

Rückfragehinweis:
Bundesministerium für europäische
und internationale Angelegenheiten
Presseabteilung
Tel.: +43 (0) 50 1150-3320
Fax: +43 (0) 50 1159-213
abti3(at)bmeia.gv.at 
www.bmeia.gv.at 
www.facebook.com/aussenministerium